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    Bischof versucht sich in Krisenbewältigung

    Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist offensichtlich intensiv um Schadensbegrenzung bemüht.

    Blick aus dem Büro des Limburger Bischofs in der Alten Vikarie auf den Dom. Das sanierte Fachwerkhaus ist Teil des Bischofssitzes am Domberg. Foto: Egenolf
    Blick aus dem Büro des Limburger Bischofs in der Alten Vikarie auf den Dom. Das sanierte Fachwerkhaus ist Teil des Bischofssitzes am Domberg.
    Foto: Egenolf

    Nach seinem Kurztrip nach Rom am Mittwoch hat sich der Bischof am Freitag mit dem Präsidium der Diözesanversammlung des Bistums Limburg im Diözesanen Zentrum St. Nikolaus auf dem Limburger Domberg getroffen, um gemeinsam über die aktuelle Situation im Bistum zu beraten. Dabei hat Tebartz-van Elst Dialogbereitschaft signalisiert. In einem Interview mit dem Kölner Domradio kündigte der Limburger Oberhirte zudem an, die Kosten für den Bau des Bischofssitzes am Domberg offenzulegen.

    Umfrage
    RZ-Umfrage: Schadet Limburger Bischof der katholischen Kirche?

    Der Führungsstil des Limburger Oberhirten Franz-Peter Tebartz-van Elst, mutmaßliche Falschaussagen im Zusammenhang mit einem Luxusflug nach Indien und explodierende Baukosten für den neuen Bischofssitz am Dom sorgen für Kritik.

    Ja, sein Verhalten schadet der katholischen Kirche.
    34%
    Ja, deshalb soll er zurücktreten.
    55%
    Nein, jeder macht mal einen Fehler.
    6%
    Mir ist das egal.
    5%
    Stimmen gesamt: 1270

    „Wir wollen keine Trennung, und es liegt uns nichts an einer Polarisierung", erklärte Ingeborg Schillai, die Präsidentin der Diözesanversammlung, laut einer Mitteilung der Pressestelle des Bistums angesichts der Kritik, die derzeit auf den Bischof niederhagelt. Bischof Tebartz-van Elst plädierte dafür, „nicht zu resignieren, sondern gemeinsam nach vorne zu schauen". Zum synodalen Weg gebe es keine Alternative. „Lassen Sie uns weiter im Gespräch bleiben, stellen Sie Fragen, äußern sie Ihre Kritik", sagte der Bischof. Die Präsidiumsmitglieder bescheinigten dem Bischof Gesprächsbereitschaft und die Fähigkeit, gut zuhören zu können. „Manchmal fragen wir uns jedoch, ob unsere Bedenken in Ihre Entscheidungen auch genügend einfließen", sagte Schillai.

    „Ihre Anregungen und die Beratung in den synodalen Gremien sind unverzichtbar, und ich stehe zu den Ergebnissen, zu denen wir gemeinsam gekommen sind. Dafür trete ich ein", antwortete Tebartz-van Elst. Keine Anregung gehe einfach an ihm vorbei. Allerdings trage er als Bischof auch die Grundverantwortung für die Kirche und den Glauben in der Diözese. Deshalb könne er keine Entscheidungen gegen die Lehre der Kirche und gegen das eigene Gewissen treffen. Am synodalen Weg will auch das Präsidium der Diözesanversammlung festhalten. Bereits am Wochenende hatte sich das Präsidium der Diözesanversammlung mit der aktuellen Stimmung im Bistum und mit der Berichterstattung über den Bischof in den Medien befasst. „Wir verstehen die Sorge der Menschen und sind seit Langem mit dem Bischof darüber im Gespräch und suchen gemeinsam nach Lösungen", so das Präsidium.

    Gegenüber dem Kölner Domradio hatte Franz-Peter Tebartz-van Elst ein Problem in der öffentlichen Darstellung eingeräumt. Er hätte in den vergangenen Wochen mehr Gespräche führen müssen, sagte er in dem Interview: „Es hilft letztlich immer nur Kommunikation." Dazu gehöre auch eine gute Medienarbeit. Auch diese müsse verbessert werden. „Ich sehe das ein, und es ist auch richtig, dass die mediale Arbeit auch für die Vermittlung des Glaubens wichtig ist", ergänzte der Bischof. jgm

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