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Altendiez

B417 wird während Ausbau für acht Wochen gesperrt

Schon ab Montag wird es auf der B417 zwischen Altendiez und Hirschberg zu Behinderungen kommen. Die Vorarbeiten für die Sanierung der wichtigen Verkehrsader beginnen. In Altendiez regt sich Kritik.

Die lange Gerade vor Altendiez wird für 535 000 Euro ausgebaut. Die Vorarbeiten beginnen unter Ampelregelung ab Montag, 14. September. Eine Woche später wird die vielbefahrene Strecke dann für acht Wochen voll gesperrt.Foto: Uli Pohl
Die lange Gerade vor Altendiez wird für 535 000 Euro ausgebaut. Die Vorarbeiten beginnen unter Ampelregelung ab Montag, 14. September. Eine Woche später wird die vielbefahrene Strecke dann für acht Wochen voll gesperrt.
Foto: Uli Pohl

Die Bundesstraße 417 zwischen Altendiez und Hirschberg wird auf der langen Geraden vom Waldrand in Richtung Altendiez saniert. Die Vorarbeiten beginnen in der kommenden Woche unter einer Ampelregelung, dann wird die viel befahrene Verbindung ab Montag, 21. September, für acht Wochen voll gesperrt.

Beim Altendiezer Ortsbürgermeister Thomas Keßler ist der Unmut groß über diese Entscheidung. „Wir sind bislang fest davon ausgegangen, dass die Arbeiten an der langen Geraden unter Ampelbetrieb erledigt werden“, wundert sich Thomas Keßler. Nicht nachvollziehen kann der Ortsbürgermeister, dass er von der Baumaßnahme zuerst von der Rhein-Lahn-Zeitung und nicht vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Diez erfahren hat. „Ich halte das für eine Frechheit! Ich werde gleich ein Schreiben an den LBM richten“, kündigt Thomas Keßler an. „Dass als Grund für die acht Wochen lange Vollsperrung die geringe Fahrbahnbreite genannt wird, ist für mich nicht nachvollziehbar“, fährt er fort.

In der Mitteilung des LBM wird zudem erklärt, dass die von der Ortsgemeinde Altendiez gewünschte Fahrbahnverschwenkung am Ortseingang Richtung Hirschberg nicht gebaut wird. „Über das Ergebnis der Geschwindigkeitsmischung hat die Ortsgemeinde bislang gar keine Information erhalten. Es hat noch nicht einmal eine Eingangsbestätigung für eine Mail in der Sache gegeben“, wundert sich Thomas Keßler. „So geht das einfach nicht – das ist kein Umgang mit der Gemeinde Altendiez“, schimpft der Ortschef. Für ihn habe es seit einem Ortstermin keine weiteren Informationen zur Geschwindigkeitsmessung gegeben, deren Ergebnis entscheidend für den Bau der Fahrbahnverschwenkung war.

Zu dem Ausbau der B 417 erläutert der LBM, dass die Strecke auf circa 1,8 Kilometer Länge für rund 535 000 Euro saniert wird, da sich der Straßenabschnitt in einem mangelhaften Zustand befinde. „Unebenheiten, Risse und Ausbrüche zeichnen die Oberfläche der Straße und konnten über die Jahre hinweg lediglich provisorisch ausgebessert werden“, schreibt dazu Ulrich Neuroth, der den LBM noch für eine Übergangszeit leitet. Ersetzt werden vorwiegend die beiden oberen Asphaltschichten. „In einem Teilstück von etwa 250 Metern soll darüber hinaus in der Ortslage von Altendiez die vier Zentimeter starke Asphaltdeckschicht ausgetauscht werden“, heißt es weiter vom LBM. Dabei sollen Risse beseitigt sowie Entwässerungs- und Schutzeinrichtungen erneuert werden.

Die von der Ortsgemeinde gewünschte Verschwenkung am Ortseingang wird nicht entstehen. Eine vom LBM Diez im Juni durchgeführte Geschwindigkeitsmessung habe ergeben, dass 85 Prozent aller Verkehrsteilnehmer mit einer Geschwindigkeit von weniger als 55 km/h in den Ort einfahren. „Nach geltendem Regelwerk ist ein solcher Verschwenk erst dann genehmigungsfähig, wenn dieser Wert bei über 65 km/h liegt“, merkt Ulrich Neuroth an.

Wegen der geringen Fahrbahnbreite auf der B 417 sei „aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen die Durchführung der Arbeiten nur unter Vollsperrung möglich“, schreibt der LBM weiter. Eine Vollsperrung ermögliche zudem eine effizientere Ausführung der Bauarbeiten, erhöhe die Sicherheit und verkürze laut LBM die Dauer der Beeinträchtigung. Schon ab Montag, 14. September, beginnt die Baufirma mit den Vorarbeiten, die unter Ampelbetrieb umgesetzt werden. Eine Woche später folgt dann die Vollsperrung.

In Hirschberg wird wegen der Bauarbeiten die Bushaltestelle am Rathaus an die Eppenroder Straße (Einmündung der K 19, Isselbacher Straße) verlegt. Innerhalb der Grünfläche soll eine befestigte Durchfahrt errichtet werden, um das sichere Ein- und Aussteigen zu ermöglichen.

Neue Trassierung bis zum Schießstand folgt 2016¶

Nach dem ursprünglichen Plan sollte in diesem Jahr nicht nur die lange Gerade der Bundesstraße 417, sondern auch der Abschnitt bis zum Schießstand ausgebaut werden. Dort ist allerdings eine völlig neue Trassierung der Bundesstraße vorgesehen, die viele ihrer Kurven verlieren soll. Beide Abschnitte – die neue Oberfläche für die lange Gerade und die komplett neu angelegte Strecke durch den Wald bis zum Schießstand – sollten gemeinsam verwirklicht werden. Daraus wurde aber nichts. „Aufgrund vertragsrechtlicher Probleme, die nach LBM-Angaben wahrscheinlich zu einer verlängerten Bauzeit geführt hätten, wurde die Ausschreibung aufgehoben und die Maßnahme in zwei Bauabschnitte aufgeteilt“, führt dazu Behördenleiter Ulrich Neuroth aus. Der Umbau der Bundesstraße 417 im Wald soll dann im Frühjahr 2016 nachfolgen. Vorgesehen ist außerdem, dass später noch der Ausbau der Fahrbahn von der Einmündung zum Schießstand bis nach Hirschberg erfolgt. Andreas Galonska

Diez
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