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    Holzappel/Dörnberg-Hütte

    B 417 in der Esterau: Mindestens noch bis Weihnachten gesperrt

    Viele Pendler, die normalerweise binnen weniger Minuten über die B 417 von Laurenburg nach Holzappel oder umgekehrt fahren, treibt die Frage um, wann die Vollsperrung dort aufgehoben wird. Ursprünglich sollte die umfangreiche Baumaßnahme am 26. November beendet sein. Dieser Termin ist auf keinen Fall einzuhalten.

    In der Baustelle der B 417 zwischen Laurenburg und Holzappel tauchten plötzlich Glasfaserkabel auf, deren Existenz dem LBM völlig unbekannt waren.
    In der Baustelle der B 417 zwischen Laurenburg und Holzappel tauchten plötzlich Glasfaserkabel auf, deren Existenz dem LBM völlig unbekannt waren.
    Foto: Dagmar Schweickert

    Lutz Nink, Dienststellenleiter des Landesbetriebs Mobilität, erklärte bei einer ausführlichen Begehung der Baustelle, welche kuriose Entdeckung dafür verantwortlich ist. Ende August haben die Bauarbeiten und die Vollsperrung begonnen. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf geschätzt eine Million Euro. Dann wurde nach einem Drittel der Baulänge ein „enormes Leerohrpaket aufgefunden“. Dicke Kabelstränge, die zunächst niemandem zugeordnet werden konnten, waren fast direkt unter der Oberfläche vergraben.

    „Wir hatten vorher die üblichen Versorger angeschrieben und nach Kabeln gefragt, aber niemand hatte sich gemeldet“, berichtet Nink. Es handelte sich um Glasfaserleitungen in Leerrohren. Durch die viel zu hoch liegenden Rohre konnten die Arbeiten im Gehwegbereich nicht weitergeführt werden. Es mussten die Betreiber ausfindig gemacht werden, was schließlich gelang. Diese mussten zustimmen, die Kosten für das Tieferlegen des Pakets zu übernehmen. Das Auffinden der Betreiber, Ortstermine, Kostenschätzungen und Angebotsbearbeitung bis zur Beauftragung einer Baufirma durch die Betreiber dauerte sieben Wochen. „Für die Umlegung des gesamten Kabel- und Leerohrpaketes benötigt die Firma nochmals zwei bis drei Wochen zusätzlich“, teilt der LBM mit.

    Dass dies eine Belastung für die Verkehrsteilnehmer ist, ist dem LBM natürlich bekannt. Es gab Anrufe und Briefe sowie Beschwerden über die großräumige Umleitung. „Ortskundige wissen, dass sie über Scheidt oder Dörnberg fahren können. Es war jedoch nicht möglich, dies als offizielle Umleitung auszuschildern, weil dann auch Schwerverkehr auf diese sehr enge und kurvige Strecke gefahren wäre – leider halten sich nicht alle an Hinweise auf den Schildern“, so die Erfahrung von Lutz Nink. Eine Einbahnstraßenregelung sei daher auch nicht praktikabel.

    Während die meisten Autofahrer nun die Umleitung nutzen, gibt es auch regelmäßig Pkw- und Lkw-Fahrer, die mitten durch die Baustelle fahren. Den Anwohnern aus Dörnberg-Hütte ist das bei der gebotenen Vorsicht erlaubt. Der Durchgangsverkehr jedoch ist verboten und schadet mehrfach: „Wir müssen jedes Mal zur Seite ausweichen, dadurch verzögert sich die Bauzeit. Außerdem ist es aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt, hier zu fahren“, so Nink mit Blick auf die Mindestbreite, die für den Betrieb der Maschinen benötigt wird.

    Zornig berichten er und einige Mitarbeiter vor Ort, was sich jeden Tag aufs Neue abspielt: „Die Arbeiter werden auf Übelste mit Kraftausdrücken beleidigt, die Leute rasen mit überhöhter Geschwindigkeit durch und fahren die Mitarbeiter fast um. Absperrungen, die wir aus Sicherheitsgründen abends aufstellen, sind am nächsten Morgen umgefahren, in die Böschung geworfen oder zur Seite gestellt.“ Nink versteht, dass die Vollsperrung eine Belastung ist, aber „wir machen das nicht aus reiner Bequemlichkeit, damit wir hier in Ruhe arbeiten können, sondern aus Sicherheitsgründen. Es geht nicht anders.“

    Dass eine Weile nicht gearbeitet wurde, habe daran gelegen, dass man das Problem mit den Kabeln klären musste. Weil keine Schutzvorrichtungen montiert waren, habe man auch zu dieser Zeit die Straße nicht für den Verkehr freigeben können. Momentan plant der LBM das Bauende für die Fahrbahn, Bankette und Schutzeinrichtung „in Abhängigkeit von der Witterung“ für den 22. Dezember ein.

    Der zweite Bauabschnitt beginnt hinter Dörnberg–Hütte und reicht bis Laurenburg. Er wird im Frühjahr 2018 unter Vollsperrung begonnen und soll rund drei Millionen Euro kosten. Es wird ein Betonrandbalken auf Micropfählen hergestellt. Das größte Problem ist hier die stark abfallende Böschung. Außerdem findet eine Sanierung wie im ersten Bauabschnitt statt. Die Bauzeit dauert rund ein Jahr.

    Von unserer Redakteurin Dagmar Schweickert

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