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Hahnstätten

Alte Ölmühle macht Platz für die Zukunft: Ensemble aus Wohnhaus, Stall und Scheune wird abgerissen

Katrin Maue-Klaeser

Die frühere Ölmühle am Hahnstättener Ortseingang ist Geschichte: Zuvor schon keine Augenweide mehr, bot sie seit einem Brand im Juli 2016 ein denkbar trauriges Entree in den Ort. Nun wird das Ensemble aus Wohnhaus, Stall und Scheune abgerissen – es bleibt nur der Name als Bezeichnung des Plangebiets „Bei der Ölmühle“ erhalten.

Die alte Ölmühle im Hintergrund steht für die Geschichte des Areals am Hahnstättener Ortseingang. Die Männer in der Bildmitte stehen für die Zukunft (von links): Bauleiter Norbert Fey (Opel Projektbau), Ortsbürgermeister Joachim Egert, Investor Dirk Opel und Stephan Wawrok, der auf dem Gelände neben Netto ein Gesundheitszentrum einrichten will.  Foto: Katrin Maue-Klaeser
Die alte Ölmühle im Hintergrund steht für die Geschichte des Areals am Hahnstättener Ortseingang. Die Männer in der Bildmitte stehen für die Zukunft (von links): Bauleiter Norbert Fey (Opel Projektbau), Ortsbürgermeister Joachim Egert, Investor Dirk Opel und Stephan Wawrok, der auf dem Gelände neben Netto ein Gesundheitszentrum einrichten will.
Foto: Katrin Maue-Klaeser

Seit Wochen wurde das Gebäude von Mitarbeitern der Opel Projektbau GmbH entkernt, Holz und andere Werkstoffe separat entsorgt, damit der Bagger das Mauerwerk einreißen kann. „Unbelasteter Bauschutt wird gleich hier geschreddert und als Unterbau verwendet“, erklärt Bauleiter Norbert Fey von Opel Projektbau. Denn obwohl das Gelände nicht bis auf Straßenniveau aufgeschüttet wird, müssen rund 1500 Kubikmeter Material hergeschafft werden. Da ist der Bauträger über vorhandenes Material zum Verfüllen froh.

Dirk Opel, Geschäftsführer der Opel Projektbau, steht „im regen Austausch mit allen Gewerbetreibenden“ im Ort, und so entwickelt der Investor das rund 8300 Quadratmeter große Gelände, nachdem er das Areal von einer Erbengemeinschaft erwerben konnte. Zwei große Mieter werden sich dort ansiedeln: der Discounter Netto und Stephan Wawrok mit einem Gesundheitszentrum – ähnlich denen, die er in Diez und Holzappel betreibt, in denen er Physiotherapie, Fitness und Rehasport anbietet.

„Netto will und muss sich verändern“, sagt Opel: „Nachdem Lidl, der auch einmal Interesse an dem Gelände hatte, sich zurückgezogen hat, hat Netto seine Chance genutzt.“ Ortsbürgermeister Joachim Egert bestätigt: „Der jetzige Netto-Markt ist nicht mehr zeitgemäß.“ An den neuen Netto-Markt, der die maximal zulässigen 800 Quadratmeter Verkaufsfläche ausschöpft und weitere knapp 300 Quadratmeter Lager- und Nebenräume aufweist, wird ein Backshop mit Café des Limburger Bäckers Schäfer mit 180 Quadratmetern angegliedert. Jenseits von rund 90 Parkplätzen liegt, dem Ortsrand zugewandt, der zweite Gebäudekörper mit dem Gesundheitszentrum. Dessen Fitnessbereich wird rund 650 Quadratmeter umfassen, die Physiotherapie weitere 135. Es ergibt sich eine Gesamtnutzfläche in den eingeschossigen Bauwerken von etwa 2000 Quadratmetern.

Die Planung für das Gelände am Ortseingang von Hahnstätten zwischen B 54 und Aar.
Die Planung für das Gelände am Ortseingang von Hahnstätten zwischen B 54 und Aar.

Weil die Gebäude deutlich tiefer liegen als die Aarstraße (B 54), werden sie das Ortsbild nicht so dominieren wie die Supermarktbauten am anderen Ende des Ortes, das war auch dem Gemeinderat wichtig, betont Egert. Zwischen der künftigen Netto-Filiale und dem nächsten Gebäude wird ein Regenauffangbecken angelegt, das zugleich Retentionsflächen ersetzt, die durch die Bebauung der Aue wegfallen. Zugleich schafft es Abstand zur bestehenden Bebauung und lässt von der anderen Straßenseite den Blick aufs Aartal weiterhin zu. Auf der B 54 wird vom Ortseingang her eigens eine Linksabbiegespur eingerichtet.

Dirk Opels Zeitplan ist ehrgeizig: Er will am 1. März mit dem Bau beginnen, den Bauantrag womöglich schon vor Rechtskraft des Bebauungsplans, mit der Egert frühestens Mitte Januar rechnet, einreichen. Und bereits im September sollen die Mieter in die Gebäude einziehen können.

Von unserer Redakteurin Katrin Maue-Klaeser

Diez
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