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Kreis Ahrweiler

Zukunftspreis: 15 000 Euro für "Unser Notarzt"

Groß abgeräumt haben die Vertreter aus dem Kreis Ahrweiler beim Zukunftspreis Heimat der Volksbank RheinAhr Eifel.

Fünf Preisträger aus dem Kreis wurden bei der feierlichen Abschlussveranstaltung im Kottenheimer Bürgerhaus auf die Bühne gerufen. Der mit 15 000 Euro dotierte Hauptpreis geht an den Förderverein St. Josef-Krankenhaus Adenau" für sein Projekt "Unser* Notarzt". Der Förderverein setzte sich gegen 110 Mitbewerber durch.

Eine hochkarätig besetzte Jury unter Vorsitz von Werner Böhnke, Aufsichtsratsvorsitzender der WGZ Bank AG Düsseldorf, hatte die Preisträger ausgesucht. Als Festredner sprach der Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann. Moderiert wurde die Preisverleihung von der amtierenden Ahrweinkönigin Michelle Skruth.

Gastgeber Elmar Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank RheinAhrEifel, betonte in seiner Ansprache, welche Bedeutung der Zukunftspreis Heimat für die Region Rhein-Ahr-Eifel hat. "Wir sind begeistert, wie viele unterschiedliche Ideen und Projekte die Menschen wieder ins Rollen gebracht haben. Sie engagieren sich ehrenamtlich für eine gute Sache und für ihre Mitmenschen. Alle 111 eingereichten Projekte sind deshalb ein echter Mehrwert für unsere Region."

Jury war sofort überzeugt

Mit dem Projekt "Unser* Notarzt" setzt sich der "Förderverein St. Josef-Krankenhaus Adenau" dafür ein, die notärztliche Versorgungsqualität in der Region Adenau sicherzustellen. Darüber hinaus kümmert er sich um die Nachwuchsgewinnung für das Krankenhaus. Zu den 15 000 Euro konnte Dr. Martin Schiffarth für den Verein die Skulptur "Profilkopf" des Andernacher Künstlers Manfred Hammes entgegenehmen. "Das Projekt ‚Unser Notarzt‘ hat die Jury sofort überzeugt", sagte Elmar Schmitz, der auch Jurymitglied ist. "Hier sind Menschen mit viel Herzblut am Werk, die sich zu 100 Prozent für unsere Region engagieren. Sie haben dazu ein Konzept auf die Beine gestellt, das sehr professionell durchdacht und stringent ist."

Der mit 3000 Euro dotierte Zweite Preis ging an die Realschule Plus Niederzissen für ihr Projekt "BIG – Berufausbildung mit Garantie". Die Realschule bietet ihren Schülern als erste Schule in Rheinland-Pfalz eine Ausbildungsplatzgarantie. Ziel ist es, möglichst allen Schülern, die nach der Schule eine Ausbildung anstreben, einen Ausbildungsplatz in Betrieben der Region Ahrbrohltal anzubieten. Umgekehrt profitieren auch die Firmen. Sie bekommen Azubis, die zu ihnen passen und Spaß an der Arbeit haben.

Platz drei beim 8. Zukunftspreis Heimat ging an das Projekt "Leihpaten" der Schülerinitiative Antweiler/Adenau. Dabei geben Schüler des Gymnasiums Adenau schwächeren Kindern sowie Kindern mit Flüchtlings- und Migrationshintergrund Hilfestellungen, etwa indem sie diese bei den Hausaufgaben unterstützen oder Deutsch mit ihnen lernen. Der dritte Platz ist mit 2000 Euro dotiert.

Sonderpreise für Flüchtlingshilfen

In diesem Jahr hat die Jury drei Sonderpreise beim Zukunftspreis Heimat vergeben, die mit jeweils 2000 Euro dotiert sind. Ausgezeichnet wurden Initiativen, die Flüchtlinge in der Region Rhein-Ahr-Eifel unterstützen. Preisträger sind das "Flüchtlingsnetzwerk Bad Neuenahr-Ahrweiler", das "Netzwerk Flüchtlingshilfe im Raum Mayen" sowie die "Flüchtlingshilfe der Ortsgemeinde Waldorf". Sie alle unterstützen bei der Integration von Flüchtlingen mit Angeboten wie Sprachunterricht, Kommunikation mit Ämtern, aber auch mit der Möglichkeit, im regionalen Sportverein zu trainieren.

Unter dem Motto "Wir sind Heimat" lobt die Volksbank RheinAhrEifel den Zukunftspreis seit 2008 jährlich für Ideen, Konzepte und Projekte aus, die den gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum stärken. "Der Zukunftspreis Heimat gibt Anstoß zum Nach- und Mitdenken. Jedes einzelne Projekt leistet einen wichtigen Beitrag, um die Region attraktiver zu machen. Unsere Heimat ist es wert, sie auch morgen und übermorgen aktiv mit zu gestalten und für kommende Generationen lebenswert zu erhalten", so Voba-Chef Elmar Schmitz zu den Beweggründen für den Ideenwettbewerb.

Die Juroren:

Der Jury gehören an: Werner Böhnke, Aufsichtsratsvorsitzender der WGZ Bank AG (Vorsitzender), Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident Hochschule Koblenz, Bernd Kaltenhäuser, Präsident Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, Prior-Administrator Pater Albert Sieger von Maria Laach sowie der Voba-Vorstandsvorsitzende Elmar Schmitz.

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