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Bad Breisig

Zu viel Krach: Bad Breisiger beschweren sich über Polizei

Jan Lindner

Auf dem Segelflugplatz Mönchsheide bei Bad Breisig ist es ein gewohntes Bild: Spezialeinheiten der Bundespolizei, die Fallschirmsprünge trainieren. Hubschrauber, die An- , Ab- und Schwebeflüge üben und dann zurück an ihren Stützpunkt nach St. Augustin fliegen; die Direktion dort ist für NRW zuständig. Vor einigen Wochen aber hat es die Polizei übertrieben – vor allem nachts und unter der Woche.

Die Bundespolizei trainiert regelmäßig über dem Segelflugplatz Mönchsheide bei Bad Breisig (im Bild Fallschirmspringer vom Sommer 2013). Doch kürzlich waren die Polizisten wohl zu laut.
Die Bundespolizei trainiert regelmäßig über dem Segelflugplatz Mönchsheide bei Bad Breisig (im Bild Fallschirmspringer vom Sommer 2013). Doch kürzlich waren die Polizisten wohl zu laut.
Foto: Jochen Tarrach

Anwohner beschwerten sich über den zunehmenden Krach der Rotorblätter. Auch beim Luftsportverein, obwohl der nachweislich niemanden in seiner Nachtruhe gestört hatte. Der Verein wiederum rief in St. Augustin bei der Bundespolizei-Fliegergruppe an. Die wies ihre Ausbilder an, bei Flugübungen an der Mönchsheide die Nordplatzrunde zu fliegen und so keine Ortschaften mehr zu überfliegen. Und: Sollten künftig nochmal längere Übungseinheiten anstehen, soll das vorab mit dem Segelflugplatz abgesprochen werden.

In den besagten Wochen Ende 2017 fand über der Mönchsheide die Nachtflugausbildung für Hubschrauberpiloten statt. Dabei tragen die Besatzungen Nachtsichtgeräte und werden so in die Lage versetzt, polizeiliche Einsätze bei Nacht so zu erfüllen, wie es ohne Nachtsichtgeräte nur tagsüber möglich wäre, erklärt Fiona Roloff, Pressesprecherin der Bundespolizei-Fliegergruppe auf RZ-Anfrage.

Dabei fliegen sie nicht nur von St. Augustin aus den Rhein entlang nach Bad Breisig. Die Piloten werden auch bei Flügen im Großraum Köln-Bonn aus- und fortgebildet, über Eifel, Westerwald und Hunsrück. Roloff: „Das Personal der Luftfahrerschule ist bemüht, diese Flüge auf den gesamten genutzten Luftraum und Flugplätze zu verteilen.“ So soll die Belastung für Anwohner und Umwelt so gering wie möglich gehalten werden.

Wie die Sprecherin weiter erklärt, liegt der Ausb- und Fortbildungsfokus nicht nur auf Piloten. St. Augustin ist auch Sitz der Antiterror- und Spezialeinheit GSG 9. Auch diese Elitepolizisten haben schon auf der Mönchsheide den Ernstfall trainiert. Etwa im August 2013, als hier 30 deutsche Spezialkräfte und Fallschirmspringer aus Israel mehrere Tage weilten.

Die Fallschirmsprungeinheit der Bundespolizei hat erstmals 2012 die Mönchsheide als Ausgangspunkt für Trainingssprünge genutzt. Seitdem schätzen sie nicht nur die Gastfreundschaft des Luftsportvereins Mönchsheide, sondern auch den meist freien Luftraum. Denn: In St. Augustin kann die Einheit wegen der Nähe zu Köln und Bonn nicht aus so großen Höhen abspringen wie etwa über der Eifel. Auch den Hubschrauber-Piloten fehlt dort der Platz.

Von unserem Redakteur Jan Lindner

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