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    Ziehen die Sinziger Stadtwerke um?

    Die Wirtschaftspläne des Wasser- und Abwasserwerks für das Jahr 2017 waren Thema der jüngsten Sitzung des Werksausschusses. Rege diskutiert wurde über die geplante Umsiedlung der Stadtwerke aus dem mehr als 100 Jahre alten Gebäude an der Kölner Straße, das sich unter einer Hochspannungsleitung befindet.

    In Sinzig wird die Umsiedlung der Stadtwerke diskutiert. Als neuer Standort ist das Jobcenter-Gebäude in der Diskussion.
    In Sinzig wird die Umsiedlung der Stadtwerke diskutiert. Als neuer Standort ist das Jobcenter-Gebäude in der Diskussion.
    Foto: ith

    Über dieses Gebäude liegt der Verwaltung ein Wertgutachten vor. Laut Gutachten eines Baubiologen wird empfohlen, zumindest die Vollzeitarbeitskräfte umzusiedeln, so Werksleiter Bernd Lischwé.

    Lischwé befürwortete jedoch, dass auch die Mitarbeiter, die einen Großteil der Arbeitszeit draußen verbringen, ebenfalls räumlich berücksichtigt werden. Zwei Millionen Euro sollen für ein neues oder umzubauendes Gebäude in den Haushalt eingestellt werden. Die Frage, die sich das Gremium stellte, war jedoch: Wofür genau?

    Einfach so, ohne vorliegendes Konzept, eine so große Summe einzuplanen, wollte keiner von den Ausschussmitgliedern. Starker Gegenwind kam hier vor allem von Dirk Frenzel (SPD). Zurzeit verhält es sich wohl so, dass Bürgermeister Wolfgang Kroeger in Verhandlungen über den Kauf des sogenannten Lölsberg-Gebäudes steht. Dabei handelt es sich um das gelbe Gebäude an der Barbarossastraße, in der das Jobcenter untergebracht ist. Das Haus entstand 1994. Es wurde der Stadt zum Kauf angeboten.

    Auf Nachfrage von Klaus Hahn (Bündnis 90/Die Grünen), wer die Kaufsumme ermittelt hat, teilte Werksleiter Lischwé mit, dass ihm sein Dienstherr Wolfgang Kroeger diese Summe genannt hat. Die Frage, ob es ein Wertgutachten über das Gebäude gibt, verneinte er. Keiner der Ausschussmitglieder war über die Inhalte der Verhandlungen informiert. "Das ist alles sehr wenig greifbar", so die Auffassung von Hagen Hoppe (FDP).

    Klaus Hahn kritisierte zudem, dass keine Alternativstandorte genannt wurden, wie etwa das ehemalige Druckhaus hinter der Buchhandlung Walterscheidt. "Ich habe das Gefühl, die Verwaltungsspitze nimmt uns als Ausschuss nicht ernst, wir hatten ein Konzept gefordert", so Dirk Frenzel. Und dieses solle doch im besten Fall mit dem Werksleiter selbst erstellt werden. Frenzels erster Vorschlag, lediglich Planungskosten einzustellen, wurde jedoch verworfen. "Wir kennen zwar keine Inhalte, aber wenn ein Sperrvermerk über diese Summe verhängt wird, steht das Geld für den Fall einer Lösung bereit", so die Auffassung von Karl-Heinz Arzdorf (CDU).

    Die einstimmige Empfehlung an den Stadtrat des Gremiums lautet nun, die Summe zwar einzustellen, sie jedoch mit einem Sperrvermerk zu versehen und nur dann freizugeben, wenn ein Konzept vorliegt. Die Kosten für diese Ausfertigung sollen laut Lischwé möglicherweise über den Wirtschaftsplan der Stadtwerke finanziert werden. "Eine ausgewogene Entscheidung auf Grundlage von Informationen ist mir lieber als eine schnelle, nur weil jemand sein Gebäude verkaufen will", unterstützte Lischwé den Ausschuss.

    Weiterhin sieht der Wirtschaftsplan des Wasserwerkes Kreditaufnahmen von 1,3 Millionen Euro plus 200 000 Euro Kredit zur Liquiditätssicherung und Verpflichtungsermächtigungen für 2018 in Höhe von 300 000 Euro vor. Der Wirtschaftsplan des Abwasserwerks sieht außer Kreditaufnahmen zur Liquiditätssicherung keine weiteren Kredite vor. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen beläuft sich auf 1,2 Millionen für das Jahr 2018.

    Die gute Nachricht für Verbraucher: Die Abgabensätze bleiben auch im Jahr 2017 unverändert. Die Schmutzwassergebühr beträgt nach wie vor 1,80 Euro pro Kubikmeter, und der wiederkehrende Beitrag liegt stabil bei 50 Cent pro Kubikmeter.

    Von unserer Mitarbeiterin Judith Schumacher

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