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    Verschiebung auf unbestimmte Zeit: Die unendliche Baustelle auf der Ahrweiler Höhe

    Die Fertigstellung des neuen Konferenz- und Kantinengebäudes in Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) an der Ramersbacher Straße in Ahrweiler verschiebt sich erneut auf unbestimmte Zeit.

    Akademieleiter Thomas Mitschke (links) Wahid Samimy, BBK-Pressesprecher, vor der ewigen Baustelle im AKNZ.  Foto: Jochen Tarrach
    Akademieleiter Thomas Mitschke (links) Wahid Samimy, BBK-Pressesprecher, vor der ewigen Baustelle im AKNZ.
    Foto: Jochen Tarrach

    Bereits 2012 sollte den ursprünglichen Planungen nach das neue, auf 6,5 Millionen Euro veranschlagte Konferenz- und Kantinengebäude in Betrieb genommen werden. Nachdem der Termin mehrfach verschoben werden, musste und sich der Baupreis inzwischen auch auf 8,82 Millionen Euro erhöht hat, sollte es nun am 27. Oktober 2017 endlich soweit sein, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz- und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn, zu dem die AKNZ gehört, den Seminarbetrieb im neuen Gebäude aufnehmen kann.

    Doch nun bekam Akademieleiter Thomas Mitschke vom für den Bau zuständigen Amt für den Bundesbau im Mainz (ABB-RLP) die Nachricht, dass sich die Fertigstellung erneut verzögert. „Die Bauverwaltung hat dem Nutzer (AKNZ) geraten, von einem offiziellen Einweihungstermin im Oktober abzusehen, da noch Bauarbeiten (Ersatzvornahmen) durchgeführt werden müssen“, so die die Begründung der Pressestelle des ABB-RLP auf Nachfrage der Rhein-Zeitung.

    Zu den aktuellen Bauverzögerungen sei es aufgrund von einzuhaltenden Vergabeverfahren gekommen, an die ein öffentlicher Bauherr grundsätzlich gebunden sei. Es werde jedoch von Seiten der Bauverwaltung alles getan, damit der Nutzer den Seminarbetrieb frühestmöglich aufnehmen kann.

    2009 erklärte der Bund, dass AKNZ bis 2012 für rund 17 Millionen Euro in drei Bauabschnitten auf modernen Stand zu bringen. Während die Sanierung der Außenanlagen sowie die allgemeine Gebäudesanierung inzwischen weitgehend abgeschlossen ist, hapert es beim Konferenzgebäude gewaltig. Thomas Mitschke von der AKNZ und Wahid Samimy, Pressesprecher des BBK, wollten dazu keine Stellungnahme abgeben und verwiesen auf das zuständige Mainzer Amt.

    Entstehen soll an der Ramersbacher Straße ein zweckmäßiges Gebäude mit einem Konferenzsaal mit Lichteinfall von oben für internationale Treffen von Katastrophenschützern und für die an der AKNZ laufenden Seminare. Im Erdgeschoss sollen Küche und Kantine lokalisiert werden und das bisherige Servicegebäude ersetzen.

    Immerhin sind es jährlich weit mehr als 10.000 Seminarteilnehmer, die sich hier das Rüstzeug zum modernen Krisenmanagement in Katastrophenfällen abholen. Nicht die direkte Einsatzpraktik, sondern die reibungslose Leitung von größeren Katastrophenfällen und auch Terroranschlägen in den Einsatzstäben ist Ziel der Ausbildung. Vertreter von Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr, Hilfsorganisationen und vor allem von kommunalen Verwaltungen nehmen an den Seminaren teil.

    Bereits am 2. Mai 2017 war abzusehen, dass erneut beim Bau nicht alles nach Plan verläuft. An diesem Tage war die Presse vom BBK zur Besichtigung des Neubaus eingeladen. Jedoch wurde ohne Angabe von Gründen das Betreten des Neubaus kurzfristig vom ABB-RLP unterbunden. So konnte das 62,5 Meter lange, zwölf Meter hohe und 18 Meter breite Gebäude lediglich von Außen in Augenschein genommen werden. „Es gibt im Augenblick keine Veranlassung, dass der Bau nicht im Zeitplan ist“, so Thomas Mitschke damals noch optimistisch. Doch er hat sich getäuscht.

    Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

    Wer hat bei Bauten des Bundes was zu sagen?

    Führt der Bund im Land Rheinland-Pfalz ein Bauvorhaben durch, etwa das neue Konferenz- und Kantinengebäude des AKNZ, kann er das nur unter Einschaltung des Amtes für Bundesbau in Mainz (ABB) als obere Landesbehörde. Dem ABB obliegt die Leitung und Erledigung der Bauherrenaufgaben des Bundes im Land. So ist zum Beispiel in einem anderen Fall auch der Landesbetrieb Mobilität (LBM) für den Bau der B 266 (neu) in Bad Neuenahr als Bundesstraße federführend.

    Das ABB-RLP ist fachlich den zuständigen Bundesministerien nachgeordnet. Die Dienstaufsicht hat das Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz.

    Bad Neuenahr-Ahrweiler
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