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    Ursulinen vom Calvarienberg: Bürger sagen Dank für 175 Jahre Seelsorge

    Seit 175 Jahren sind die Ordensschwestern der Kongregation der Ursulinen auf dem Calvarienberg beheimatet. Es war genau am 28. August 1838, als die ersten Ordensschwestern der Ursulinen unter der Leitung von Mutter Teresia Schäfer auf dem damals weitgehend ungenutzten Calvarienberg eine neue Heimat fanden.

    Das Kloster auf dem Calvarienberg ist seit 175 Jahren Heimat für Ordensschwestern der Ursulinen.  Foto: Jochen Tarrach
    Das Kloster auf dem Calvarienberg ist seit 175 Jahren Heimat für Ordensschwestern der Ursulinen.
    Foto: Jochen Tarrach

    Genauso wie es damals am ersten Tag ablief, wird morgen um 15 Uhr zuerst mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius dieses Ereignisses gedacht. Dr. Georg Holkenbrink, Bischofsvikar für die Ordensleute aus Trier, wird den Gottesdienst leiten. Dazu sind natürlich neben allen Gläubigen aus Ahrweiler auch die Jugendlichen der beiden Schulen auf dem Calvarienberg eingeladen. Sie haben an diesem Nachmittag keinen Unterricht.

    Nach dem Gottesdienst geht es in einer Prozession durch Ahrweiler und über die Ahrtorbrücke hinauf zum Calvarienberg. In der dortigen Kirche wird ein Te Deum gefeiert, ehe dann mit vielen Gästen im Klosterbereich der weltliche Jubiläumsempfang stattfindet. "Es wird sicher so manche Rede gehalten werden", vermutet Schwester Gisela Büsgen, Vertreterin der Generaloberin Schwester Maria Monheim. Das altehrwürdige Kloster, zu dem ein barocker 14 Stationen umfassender Kreuzweg aus dem Jahr 1732 hinaufführt, steht auf keiner gewöhnlichen Anhöhe, denn im Jahr 1996 wurde der Calvarienberg in den "Atlas der europäischen Heiligen Berge (Sacri Monti), Kreuzwege und Andachtsstätten" aufgenommen.

    Als heilig sah ihn der Überlieferung nach schon im Jahr 1440 ein hochachtbarer Ritter an. Zurück aus dem Heiligen Land entdeckte er Ähnlichkeit von Ahrweiler mit Jerusalem. In der Ahr glaubte er den Bach Cedron wiederzufinden, der anmutige Hügel auf der Südseite der Stadt, Kop genannt, erschien wie der Calvarienberg und die Entfernung vom Hügel bis zur Pfarrkirche war identisch mit der vom Calvarienberg in Jerusalem bis zum Prätorium des Pilatus.

    Die tief gläubigen Christen aus Ahrweiler errichteten schnell auf dem Berg, der jetzt Calvarienberg genannt wurde, ein erstes Gotteshaus, das bereits für das Jahr 1502 erstmalig schriftlich nachzuweisen ist. Der Berg entwickelte sich schnell zu einer viel besuchten Wallfahrtsstätte. 1603 errichteten die Franziskaner auf dem Calvarienberg ein Kloster. 1664 wurde der Grundstein für die noch heute bestehende Kirche gelegt. 1803 zwang Napoleon im Zuge der Säkularisation die Franziskaner 1803, den Berg zu verlassen und das Kloster aufzugeben. Es wurde französisches Nationaleigentum und war fortan im Privatbesitz. Als das Ursulinenkonvent in Monschau nach einer neuen Unterkunft suchte und 1837 von dem leer stehenden Kloster an der Ahr erfuhr, siedelten die Schwestern nach langen Verhandlungen am 28. August 1838 nach Ahrweiler um. Ihre apostolische Aufgabe sahen und sehen die Schwestern auf dem Calvarienberg vor allem im Bereich von Bildung, Erziehung und Seelsorge. Um diesen Zielen gerecht zu werden, sind heute eine Realschule sowie ein Gymnasium mit hervorragendem Ruf auf dem Calvarienberg beheimatet.

    31 Schwestern, die Jüngste von ihnen ist 50 Jahre alt, wohnen heute auf dem Calvarienberg, zwölf von ihnen leben in der Pflegestation. So plagen Generaloberin Schwester Maria Monheim, seit dem 13. Mai dieses Jahres im Amt, sowie ihre Vorgängerin und jetzige Stellvertreterin Schwester Gisela Büsgen arge Nachwuchssorgen. Und doch schauen sie voller Hoffnung und voller Gottvertrauen in die Zukunft: Die Gnade Gottes, sind sie überzeugt, wird den Berg nicht verlassen.

    Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

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