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    Kreis Ahrweiler

    "Unser Dorf" feiert Sieger 2014 und Geburtstag

    Großer Bahnhof am Mittwochabend in der Sporthalle des Peter-Joerres-Gymnasiums für die Siegergemeinden auf Kreisebene beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft."

    Die Siegergemeinden auf Kreisebene beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" sind gestern Abend in der Sporthalle des Peter-Joerres-Gymnasiums ausgezeichnet worden.
    Die Siegergemeinden auf Kreisebene beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" sind gestern Abend in der Sporthalle des Peter-Joerres-Gymnasiums ausgezeichnet worden.
    Foto: Hans-Jürgen Voll

    Aber auch jene Gemeinden waren eingeladen, die sich in den vergangenen Jahren am landesweiten Wettbewerb beteiligt hatten. Schließlich, so Landrat Jürgen Pföhler, der zum Stelldichein der Menschen für schöne und zukunftsträchtige Dörfer und Stadtteile eingeladen hatte, wurde der Wettbewerb im Kreis Ahrweiler zum 50. Mal durchgeführt. Bevor die Sieger, Schuld in der Haupt- und Königsfeld in der Sonderklasse sowie die Platzierten geehrt wurden (Bericht folgt), spannte Pföhler einen historischen Bogen, der die Entwicklung und Entfaltung des Wettbewerbs skizziert:

    1961 fand der Wettbewerb erstmals auf Bundes- und Kreisebene statt: Der Name: "Unser Dorf soll schöner werden". Der Wettstreit stieß auf wenig Begeisterung bei den Bürgern. Viele Dörfer hatten keine ausgebauten Straßen, ganz zu schweigen von einer Kanalisation. Die Menschen betrieben rege Landwirtschaft. Das bedeutete harte Arbeit und ungepflegte Höfe. Für Kunst und Ästhetik gab es wenig Zeit und wenig Geld. Dekorativer Blumenschmuck in Kübeln reichte aus, um ein Dorf zum Sieg zu bringen. Vier Dörfer gingen im AW-Kreis an den Start: Waldorf, Oberbreisig, Plittersdorf und Mayschoß.

    Mitte der 1970er Jahre entwickelte sich Kritik am Wettbewerb, der nicht mehr zeitgemäß erschien. Man konnte über einen ersten Strukturwandel und einen gesellschaftlichen Wandel im ländlichen Raum sprechen. Die Landwirtschaft verlor an Bedeutung. 1975 wurde die A 61 fertiggestellt und brachte wirtschaftliche Veränderungen. Auch die Bewertungskriterien bei "Unser Dorf" änderten sich. Ein Dorf wurde geehrt, weil es in die Straßen eines Neubaugebietes modernes S-Pflaster legte.

    Die 1980er Jahre: Der Begriff "Dorferneuerung" tauchte auf. Fachplaner erstellten die ersten Dorferneuerungskonzepte. Nicht wenige der Experten belächelten die Dörferkonkurrenz als Blumenschmuck- und Sauberkeitswettbewerb. In Aufzeichnungen von Bewertungskommissionen finden sich positiv hervorgehobene Urteilsbegründungen wie: "Der private und öffentliche Raum wird stets sauber gehalten. Ein üppiger Geranienschmuck ziert die Fenster."

    Mitte der 1990er-Jahre: Die Wettbewerbskriterien werden erneuert. Ab 1997 hieß es "Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft". Kriterien, die für eine ganzheitliche, nachhaltige Dorfentwicklung von Bedeutung sind, erhielten einen höheren Stellenwert. Das äußere Erscheinungsbild wurde bewertet, aber auch die konzeptionelle Vorgehensweise eines Ortes, die wirtschaftliche Entwicklung, das soziale Leben mit dem bürgerschaftlichen Engagement, das kulturelle Leben und die bauliche Entwicklung. Und: Die mit der inhaltlichen Neuausrichtung einhergehenden, ausdifferenzierten Ziele und Bewertungskriterien setzen ein größeres Engagement der Bürger sowie ein professionelles Projektmanagement voraus.

    2007: Um den Zukunftsaspekt herauszuheben, verkürzte sich der Titel in "Unser Dorf hat Zukunft". Heute befassen sich viele Dörfer und die Kommission mit Themen wie Leerstände, Demografie, Energiewende, Telearbeitsplätze, sanftem Tourismus und Kultur im Dorf.

    Landrat Jürgen Pföhler lobte diese Entwicklung und ging auf die Besonderheiten des Wettbewerbs im Kreis Ahrweiler ein. So gebe es im Kreis Prämien von rund 16 000 Euro pro Wettbewerb, die der Kreis als freiwillige Leistung zahlt. Pföhler nannte außerdem parallel stattfindende kreiseigene Wettbewerbe für Vereine sowie den von ihm ins Leben gerufenen für Jugend und Familien. Und seit 2005 gebe es auch noch Sonderpreise. Die Kreiskommission entscheidet pro Wettbewerb aufs Neue, in welchen Themenfeldern diese Preise vergeben werden. Im Jahr 2014 lautete der Schwerpunkt beispielsweise "kulturelle Vielfalt im Kreis Ahrweiler"

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