40.000
Aus unserem Archiv
Heimersheim

Umstritten: Anwohner gegen Gewerbegebiet

Das in Heimersheim geplante, rund 1,7 Hektar große neue Gewerbegebiet unter der Ahrtalbrücke sorgt für Unmut. Einige der Anwohner der Heppinger Straße befürchten, dass durch an- und abfahrende Lkw der Verkehr weiter zunimmt.

Auf diesem Grundstück könnte das neue Gewerbegebiet entstehen.
Auf diesem Grundstück könnte das neue Gewerbegebiet entstehen.
Foto: Hans-Jürgen Vol

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

Bei der jüngsten Ortsbeiratssitzung in Heimersheim waren rund 20 Bürger ins Feuerwehrgerätehaus gekommen, die in der heppinger Straße wohnen und Angst vor noch mehr Verkehr haben. Ihr Vorschlag, im Verlauf der Straße die Heppinger Brücke komplett für den Autoverkehr zu sperren und den gesamten Verkehr aus dem Ort über die Kloster-Prüm-Straße (K 44) abzuleiten, fand aber selbst bei Heimersheimern keinen großen Anklang. "Es soll kein Industriegebiet werden, sondern ein Gewerbegebiet, um den in Heimersheim ansässigen Betrieben die Chance zu notwendigen Erweiterungen zu geben, damit sie nicht auch noch in die Grafschaft abwandern", erklärte Bürgermeister Guido Orthen. Man müsse in der Kreisstadt gut leben können, aber auch Geld verdienen dürfen. Der Ortsbeirat hatte bereits in seiner Sitzung im Mai das 1,7 Hektar große Gelände in Brückennähe als Gewerbegebiet befürwortet, aber jede weitere Vergrößerung in Richtung Heppinger Straße abgelehnt.

Im Vorfeld der Ortsbeiratssitzung hatte Bürgermeister Orthen innerhalb seiner Sommerexkursionen durch die Stadtteile auch einen Rundgang durch seinen Heimatort absolviert, begleitet von Ortsvorsteherin Angelika Lüdenbach und den Ortsbeiratsmitgliedern. Zur Sprache kamen dabei auch wieder die bereits 2002 entwickelte Pläne, auf der Anhöhe südlich von Heimersheim am sogenannten Hungerberg, zur Außengebietsentwässerung kleinere Wasserauffangbecken zu installieren. "Das war damals politisch nicht durchsetzbar, da dort der damalige Erste Stadtbeigeordnete wohnte und man ihm Vorteilsnahme vorwarf", erinnerte Orthen. Erster Beigeordneter war damals der heutige Bürgermeister Guido Orthen selbst. Sein Haus sei allerdings im Gegensatz zu anderen Häusern auch in diesem Jahr trocken geblieben. Die Starkregenereignisse im Frühjahr hätten aber gezeigt, dass man nicht umhin komme, hier etwas zu tun. "Es haben hoffentlich alle begriffen, dass so ein Auffangbecken nicht verkehrt wäre", erklärte Orthen. Ein ähnliches Wasserproblem gebe es auch in Ehlingen. Für den in den Bogen der Autobahnauffahrt eingebetteten Ort müsse man sich fragen, wohin das Wasser überhaupt ablaufen könne. "Darum müssen wir uns kümmern", so Orthen. Eine Lösung scheint gefunden zu sein für den Wunsch nach kleineren Festräumen innerhalb der Landskroner Festhalle. Da eine Unterteilung der großen Halle nach übereinstimmender Beurteilung keine wirkliche Option sei, sollen künftig der rund 70 Quadratmeter große Bühnenraum und zusätzlich der daneben liegende Schulungsraum nutz- und mietbar gemacht werden.

Noch zahlreiche weitere Stationen steuerte man beim Ortsrundgang an und hatte dabei auch die Parkplatzsituation im Blick. Einig waren sich alle, dass auf der Kloster-Prüm-Straße (K 44) in Höhe des Friedhofes zukünftig ein Parkverbot eingerichtet werden soll. Im Fokus war auch die Situation am Ortsausgang an der Idienstraße. Angedacht ist, die Straße aus Heimersheim kommend in Richtung Bad Neuenahr teilweise zur Einbahnstraße zu erklären. Vorgesehen ist zudem innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahre eine erstmalige, für die Anwohner umlagepflichtige Herstellung der Straße.

Bad Neuenahr-Ahrweiler
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
epaper-startseite
Regionalwetter Bad Neuenahr-Ahrweiler
Mittwoch

2°C - 4°C
Donnerstag

2°C - 6°C
Freitag

3°C - 5°C
Samstag

3°C - 5°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach