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Kreis Ahrweiler

Sturmtief wütet: Dachziegel abgeräumt und Bäume gefällt

Umgestürzte Bäume, ein umgekippter Lastwagen und ein abgedecktes Stalldach – das Sturmtief "Burglind" hat gestern Morgen auch im Kreis Ahrweiler gewütet. Gegen 6 Uhr begann der Spuk, schwere Sturmböen fegten durch den Kreis und bescherten Straßenmeisterei, Polizei und Feuerwehr einen einsatzreichen Morgen. Wir haben die Ereignisse in einem Überblick zusammengefasst.

Auf der Autobahn 61 zwischen Sinzig und dem Dreieck Bad Neuenahr hat der Sturm gegen 6 Uhr einen Lastwagen erfasst und ihn in die Leitplanke gedrückt. Ein rund vier Kilometer langer Stau entstand. Wie die Autobahnpolizei Mendig mitteilte, sei aber niemand verletzt worden. „Den Lastwagen konnten wir wieder aufrichten“, sagte ein Sprecher. Der Sachschaden beträgt rund 30.000 Euro.

Durch eine Windhose ist um 6.09 Uhr in der Bad Bodendorfer Hauptstraße ein Stalldach abgehoben und auf die mehrere Meter entfernte Hauptstraße geschleudert worden. 14 geparkte Fahrzeuge, eine Photovoltaikanlage und angrenzende Häuser wurden durch herumfliegende Dachziegel und Balken beschädigt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehrere Zehntausend Euro.

Im Bereich der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler hat der Sturm einen Fahrradständer gegen ein Auto geschleudert, der Schaden an dem Fahrzeug beträgt etwa 10.000 Euro. Im gesamten Kreis Ahrweiler sind am frühen Morgen Bäume auf Straßen gestürzt, was den Verkehr vielerorts behinderte. So war beispielsweise die L 10 zwischen Wirft und Adenau für eine halbe Stunde gesperrt, ebenso die Straße zwischen Kesseling und Ahrbrück, um den Nürburgring und Reifferscheid waren auch einige Straßen betroffen. „Die Straßenmeisterei, die Feuerwehren und Privatleute konnten die Bäume in den meisten Fällen aber schnell von den Straßen räumen“, berichtet ein Sprecher der Polizeiinspektion Adenau.

Außerdem fielen zwei Bäume auf die Grundschule Reifferscheid. Bei dem Vorfall entstand jedoch kein großer Schaden. Zu Stromausfällen kam es in Hümmel, Kaltenborn und Wershofen.

Auf der Bahnstrecke am Rhein kam es wegen des Sturms bis in die Mittagsstunden besonders im Fernverkehr zu Verspätungen oder Zugausfällen. Ursache waren vor allem Sturmschäden im benachbarten Nordrhein-Westfalen und in Hessen. Einige Züge wurden auf die jeweils andere Rheinseite umgeleitet, hatten Verspätungen bis zu zwei Stunden oder fielen aus. Die Verspätungen im Regionalverkehr hielten sich in Grenzen. Zusätzliche Behinderungen gab es durch die am Mittwoch begonnenen Oberleitungsarbeiten an der Rheinstrecke zwischen Bonn und Köln, die bis zum 15. Januar andauern sollen. Bei der Ahrtalbahn kam es durch den Sturm nicht zu Zugausfällen oder Verspätungen. Die Bonner Feuerwehr rückte bis zum frühen Nachmittag zu knapp 80 Einsätzen im gesamten Stadtgebiet aus, um blockierte Fahrbahnen und beschädigte Autos und Gebäude von umgestürzten Bäumen zu befreien. Der Sturmschwerpunkt lag laut Stadtförsterei Bonn auf der Kottenforst-Höhenlage. Auf dem Venusberg, im Mittelhang unterhalb der Uniklinik und im Kaiserpark sind rund 150 Bäume umgekippt. In der Rheinaue sind ersten Schätzungen zufolge mehr als zehn Bäume umgekippt. Da viele Wanderwege im Bonner Raum noch nicht geräumt und viele Bäume nicht standsicher sind, rät der Stadtförster derzeit von Waldspaziergängen ab.

Bad Neuenahr-Ahrweiler
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