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Adenau

Stadtumbau Adenau: Wo bleiben die Bürger mit ihren Ideen?

Der Lärm auf der viel befahrenen Hauptstraße regt viele auf. Und auch Leerstände sind zu beobachten. Die Infrastruktur im Stadtkern hat Schwachstellen. Mit dem Städtebauförderprogramm Stadtumbau hat Adenau nun die Chance, attraktiver zu werden. 5,3 Millionen stehen als Projektsumme bereit. Eine wichtige Voraussetzung: Die Bürger sollen sich einbringen. Deshalb beobachtet Bürgermeister Arnold Hoffmann mit Spannung den Rücklauf der Fragebögen, mit denen die Bürger noch bis zum 31. Januar ihre Ideen und Anregungen anmelden können. „Es könnten mehr sein“, ist Hoffmann ein bisschen enttäuscht über die bisher rund 70 eingegangenen Rückmeldungen.

Die viel befahrene Ortsdurchfahrt in Adenau könnte ein Projekt für den Stadtumbau werden. Foto: Archiv Dreschers
Die viel befahrene Ortsdurchfahrt in Adenau könnte ein Projekt für den Stadtumbau werden.
Foto: Archiv Dreschers

Eine hohe Bürgerbeteiligung, so Hoffmann, signalisiere gegenüber den Entscheidern über die Fördergelder auch, dass sich in Adenau eine große Mehrheit den notwendigen Änderungen für die Zukunft stellt und diese aktiv begleitet. Woran die bisherige Zurückhaltung liegt? Darüber kann Hoffmann nur spekulieren. „Vielleicht fehlte vor Weihnachten die Zeit, um sich intensiv mit der Materie zu beschäftigen.“ Der Auftakt in Form einer Bürgerinformation war im Dezember 2017 jedenfalls auf großes Interesse gestoßen. „Die Komturei war proppenvoll“, erinnert sich Hoffmann.

Der Aufruf richtet sich an alle Bewohner und die Eigentümer von Liegenschaften in Adenau. Wichtig: Es können und sollen sich auch die Bürger, die außerhalb des vorläufigen Sanierungsgebietes wohnen, an der Befragung beteiligen. Sie dient als Grundlage für die Schwerpunkte des Projektes Stadtumbau.

Ausgelegt ist das Förderprogramm auf zehn Jahren. 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten übernimmt das Land, 25 Prozent muss die Stadt tragen. Ein Schwerpunkt werden private Maßnahmen sein. Wer sein Haus barrierefrei umbauen, sanieren oder vergrößern möchte, kann mit Zuschüssen von maximal 30.000 Euro rechnen. Der Fokus liegt auf der Sicherung historischer Bausubstanz. „Auch wer mit einem solchen Gebäude außerhalb der Förderzone liegt, kann profitieren, weil Ausnahmen möglich sind“, so Hoffmann.

Der Fragebogen, der im Internet unter www. Stadt-adenau.de/170.html, verfügbar ist, oder bei verschiedenen Geschäften ausliegt, fragt das Wissen und die Einschätzung der Adenauer darüber ab, was sich im städtebaulichen Bereich in den nächsten Jahren ändern muss. Dabei wird sowohl nach Maßnahmen im öffentlichen als auch im privaten Bereich gefragt. Das Ergebnis fließt in eine Modernisierungsrichtlinie ein, über die auch Privatleute öffentliche Mittel für die Modernisierung von Immobilien erhalten können.

Von unserer Redakteurin
Beate Au

Das Förderprogramm

Zusammen mit sechs weiteren Kommunen aus Rheinland-Pfalz wurde die Stadt Adenau in das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau“ des Landes aufgenommen. Mithilfe von Bundes- und Landesmitteln sollen die sieben neuen Kommunen gezielt dabei unterstützt werden, ihre Stadt- und Ortskerne zu stärken.

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