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    Schwimmbäder: Starker Einbruch nach gutem Start

    Es sah nach einer super Schwimmbadsaison aus. Doch ausgerechnet in den Ferien schwächelte der Sommer.

    Der Sprungturm ist bei Kindern und Jugendlichen der Hit im Freizeitbad Remagen.
    Der Sprungturm ist bei Kindern und Jugendlichen der Hit im Freizeitbad Remagen.
    Foto: Judith Schumachd

    Was war das für ein toller und früher Sommerstart. Die Schwimmbadbetreiber freuten sich über Sonne, Wärme und viele Besucher. Dann aber kamen Regen und Wolken, und das ausgerechnet in den Sommerferien – ein Graus für alle Beteiligten. Die Besucherzahlen sind in den vergangenen Wochen ziemlich eingebrochen, wie eine RZ-Umfrage ergab.

    Daher könnte die Laune auch bei Frank Riffel besser sein. Der Pächter des Thermalfreibads Bad Bodendorf sagt zur bisherigen Besucherbilanz: „Grottenschlecht.“ Zu Anfang der Saison und zu Beginn der Sommerferien sei es zwar nicht verkehrt gelaufen, doch Riffel hat beobachtet: „Wenn es zwei Tage schön ist und dann drei Tage Regenwetter folgen, brauchen die Leute zwei bis drei Tage schönes Wetter, bis sie wieder in Schwimmbadstimmung sind.“

    Ärgerlich ist es für ihn auch, wenn er Park und Bäume rund um das Bad immer freundlich zurechtschneidet, dann aber kaum jemand an der Kasse steht. Zwar kommen täglich Stammkunden und Saisonkartenbesitzer, doch das macht den Kohl nicht fett. Der Vertreter einer Eismarke hat Riffel erzählt, dass die Schwimmbäder bundesweit extreme Einbrüche haben. Nun hoffen der Pächter, die Stadt und der Förderverein der Nostalgietherme auf die langen Öffnungszeiten bis zum 1. Oktober. „Wir hatten auch schon mal einen schönen September“, meint Riffel.

    „Besser geht es immer, aber man sollte nicht jammern“, meint Michael Dillenberger, Betriebsleiter des Remagener Freizeitbads. Bis Ende Juli kamen 15.071 Gäste ins Freibad. „Im vorigen Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt 19.031. Doch das lag an einem einzigen Spitzenwochenende, an dem allein fast 4000 Besucher kamen.“ Und das sind genau die, die ihm heute in der Bilanz fehlen. Der besucherstärkste Tag in diesem Jahr war mit 1510 Gästen der 19. Juli, erstaunlicherweise ein Mittwoch. Froh ist Dillenberger immer, wenn er sagen kann: „Keine Unfälle, bis auf mal ein Pflaster oder einen Insektenstich alles ruhig.“ Für letzteres „Wehwehchen“ hält er immer einen Vakuumsauger bereit, der das Gift samt Stachel sofort herauszieht: „Das ist ein tolles Teil, das ganz ohne Chemie und Schmerzen sofort hilft.“

    Bis zum 31. Juli besuchten 10.500 Gäste das Freizeitbad Brohltal in Kempenich. „Die Zahlen sind zwar nicht der Renner, aber wir sind noch einigermaßen im grünen Bereich“, sagt Armin Seiwert, büroleitender Beamter der Verbandsgemeinde (VG) Brohltal. Mai und Juni lagen über dem Schnitt, der Juli kam bescheiden daher. Dennoch zeigt sich Seiwert zuversichtlich, dass zumindest die Vorjahresbilanz mit 13.500 Gästen wieder erreicht wird.

    Das schlechteste Ergebnis fuhr das Brohltalbad 2014 mit nur 8500 Besuchern ein, das beste im Supersommer 2003, in dem allein im Juli und August 27.000 Menschen kamen. 38 Kinder haben in diesem Jahr dort schwimmen gelernt. Dass die Akzeptanz des Bades größer wird, dafür sorgt auch der neue Arbeitskreis von Ehrenamtlichen im Zweckverband der Gemeinden Kempenich, Weibern und der VG Brohltal. „Mit Herzblut und ganz praktisch wird der Hausmeister bei vielen anfallenden Arbeiten unterstützt“, sagt Seiwert. Zuletzt hat der Trupp eine mobile Umkleidekabine auf der Liegewiese aufgestellt. Die Ehrenamtler haben auch angeregt, die Schulen ins Schwimmbad einzuladen.

    Wenig Sorgen machen sich die Betreiber des Ahrweiler Freibades. „Die Saison war entsprechend des Wetters gut“, sagt Magdalena Scholzen, Ehefrau des Betreibers Elmar Scholzen aus Schleiden. Durch das solarbeheizte Wasser und die Wärmerückgewinnung können sich die Gäste in der Ahrweiler Einrichtung immer einer Wassertemperatur von 26 bis 27 Grad gewiss sein. Auch dass die Ferien in Rheinland-Pfalz an diesem Wochenende zu Ende gehen, bereitet den Scholzens kein Kopfzerbrechen: „Wir haben enorm viele Kunden aus Nordrhein-Westfalen, und die haben noch zwei Wochen Ferien.“

    Viele Familien kommen aus dem Bereich Weilerswist und dem gesamten Swisttal. Auch weil das Bad in Ahrweiler gemütlich und überschaubarer ist als die großen Schwimmbäder. Die Freibadsaison dauert hier noch bis zum 15. September.

    „Guter Juni, sehr schlechter Juli, alles in allem aber ein normaler Sommer in Deutschland“, sagt Dominik Schmitz von der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler für das Freizeitbad Twin. In der Freibadsaison kamen im Mai 8160 Gäste für das Bad, im Juni 12.9191 und im Juli 11.603 – also insgesamt 32 682 (im Vorjahreszeitraum waren es 49.606 Besucher). Für den August liegen noch keine Zahlen vor.

    Die Bad Breisiger Römerthermen wollten sich an der RZ-Umfrage nicht beteiligen. Die knappe wie klare Antwort auf mehrmalige Anfrage lautete: „Leider haben wir kein Interesse an der Befragung.“

    Von unserer Mitarbeiterin Judith Schumacher

    Bad Neuenahr-Ahrweiler
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