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    WeibernSchuldenberg von Weibern wächst: Brohltalgemeinde wird zum Jahresende wohl mit 1,3 Millionen Euro in der Kreide stehen

    „Und täglich grüßt das Murmeltier. So könnte man die alljährliche Diskussion um unsere Gemeindefinanzen überschreiben.“ Mit dieser Feststellung eröffnete Weiberns Ortsbürgermeister Peter Josef Schmitz die Beratungen zum Haushaltsplan 2016.

    Nachdem die Mariensäule und die Dorflinde in Weibern entfernt worden sind, können demnächst die Arbeiten zur Ortsmittelpunktgestaltung fortgesetzt werden. Foto: Hans-Josef Schneider
    Nachdem die Mariensäule und die Dorflinde in Weibern entfernt worden sind, können demnächst die Arbeiten zur Ortsmittelpunktgestaltung fortgesetzt werden.
    Foto: Hans-Josef Schneider

    „Die letzte Bauphase in der Neugestaltung des Ortsmittelpunktes und die LED-Umrüstung unserer Straßenbeleuchtung werden vorerst die letzten Großprojekte sein, die wir uns leisten. Ideen hätten wir noch viele, aber ohne Geld lassen sie sich nicht realisieren.“ Das sahen auch die Sprecher der drei im Rat vertretenen Fraktionen so, wobei Michael Hilger (SPD) sich der Illusion beraubt fühlte, dass der Schuldenstand diesmal unter die magische Grenze von einer Million Euro sinken könnte.

    Doch dem ist nicht so. Im Gegenteil: Durch eine notwendige Kreditaufnahme in einer Höhe von 175 000 Euro wächst der Schuldenberg sogar auf 1,3 Mio. Euro. Dieser Fakt bewog VG-Bürgermeister Johannes Bell zu der Feststellung, dass der Haushalt angespannt war und auch weiterhin sein wird. „Eine spürbare Besserung wäre zu erwarten, wenn ab 2017 die Umlage fürs Freizeitbad nur noch 10 Prozent betragen würde. Aber das ist ja noch längst nicht beschlossene Sache.“ Positives konnte zu den beiden zurückliegenden Haushaltsjahren gesagt werden. Die tatsächlichen Abschlüsse fallen um einiges günstiger aus als ursprünglich kalkuliert. 2014 gab es eine Verbesserung um rund 50 000 Euro, 2015 dürfte mit dem gleichen Resultat abschließen. Und das trotz eines deutlichen Fehlbetrags von 20 000 Euro im Forsthaushalt. Bernd Rauschs Frage, wie es dazu gekommen sei, dass sich der geplante Überschuss von 8000 Euro in ein Defizit von 12 000 Euro verwandelt habe, konnte nicht schlüssig beantwortet werden.

    Bei den Steuereinnahmen kann 2016 ein Plus von 26 000 Euro erzielt werden. Dem Mehr an 38 000 Euro bei der Einkommensteuer steht ein Minus von 12 000 Euro bei der Gewerbesteuer gegenüber. Doch was die eine Hand gibt, nimmt die andere wieder. Denn die Schlüsselzuweisungen fallen mit 23 000 Euro geringer aus als im Vorjahr. Jeweils 2000 Euro weniger müssen für die Umlagen an Kreis und Verbandsgemeinde aufgebracht werden. Schmerzen bereiten die hohen Zinszahlungen von 26 000 Euro und die Tilgungsleistungen von 52 000 Euro. Für Instandsetzungsarbeiten an Gemeindestraßen sind 45 000 Euro eingeplant.

    Das Investitionsvolumen bewegt sich noch einmal im mittleren sechsstelligen Bereich. Fast 400 000 Euro werden ausgegeben. Dickste Brocken sind die 145 000 Euro, die für die Straßenlampen ausgegeben werden. Da die Anlieger zu Beiträgen herangezogen werden und Zuschüsse in Höhe von 64 000 Euro fließen, reduziert sich der Gemeindeanteil auf 32 000 Euro. „Das ist eine sehr sinnvolle Investition und macht sich schnell bezahlt“, hat Bell anhand von Beispielen in der Verbandsgemeinde festgestellt. 215 000 Euro sind für die Dorferneuerung vorgesehen. Davon entfallen 100 000 Euro auf die Maßnahme im Dorfzentrum und 110 000 Euro auf die Neugestaltung der Bushaltestelle. 5000 Euro sind eingestellt an Fördermitteln für private Dorferneuerungsmaßnahme. Kinderspielplätze werden mit einem Aufwand von 10 000 Euro auf Vordermann gebracht, der gleiche Betrag ist vorgesehen für die Planung des Römerstraßen-Ausbaus. 15 000 Euro soll die Herstellung des Barbaraplatzes kosten. Schließlich werden noch 3000 Euro in die Gemeindehalle gesteckt, damit soll eine Industriespülmaschine angeschafft werden. Der Ortsbürgermeister informierte über den derzeitigen Sachstand bei der geplanten Neugestaltung des Ortsmittelpunkts. Die Mariensäule wurde abgebaut, die Dorflinde gefällt (die RZ berichtete). Dabei zeigte sich das Ausmaß der Fäulnis im Stamm. „Das hätte uns über viele Jahre hinaus beschäftigt und viel Geld gekostet“, so Schmitz. Jetzt müssen noch die Wurzeln entfernt werden und das Fundament für das neue Podest der Mariensäule kann gegossen werden. Für das Podest wurde eine neue Variante (eine Stufe tiefer) gefunden, was zu Einsparungen führen dürfte. Einzelheiten werden bei der nächsten Bauausschusssitzung festgelegt. Dann wird auch entschieden, wann der neue Lindenbaum gepflanzt wird.

    Dem Antrag des Radsportclubs auf Nutzung von Wald- und Wirtschaftswegen im Rahmen der Country-Tourenfahrt am 5. Mai stimmt der Rat zu. Teilnehmen will die Gemeinde an dem Projekt EnAHRgie mit der Fallstudie „Beratungsinput zu interkommunaler Kooperation“. Dem Entwurf des neuen Nahverkehrsplans konnte in einem Fall nicht zugestimmt werden: Für Schüler wird die Beibehaltung der Verbindung zwischen Weibern und Niederzissen gefordert, die über Wehr führt, und nicht über Spessart, Oberdürenbach und Oberzissen.

    hjs

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