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Kreis Ahrweiler

Schnee und Glätte: Lkw rutscht in Gegenverkehr, Auto prallt gegen Hauswand

Schnee, schlechte Sicht und Glätte haben am Wochenende im Kreis Ahrweiler für Unfälle gesorgt, besonders im Dienstgebiet der Polizei Adenau. Wie sich solche Unfälle vermeiden lassen und wie Autofahrer sicher durch den Winter kommen, erklärt der Pressesprecher des Koblenzer Polizeipräsidiums. Zunächst die Unfälle im Überblick:

Foto: dpa

Am Sonntag befuhr ein 44-jähriger Autofahrer in Lind die Hauptstraße in Richtung Ahrbrück. Der Wagen hatte vermutlich die falschen Reifen, zudem war er zu schnell. Auf schneebedeckter Fahrbahn geriet er ins Rutschen und prallte gegen ein Verkehrsschild und eine Hauswand. An Auto und Hauswand entstand hoher Sachschaden.

Ein Fahrer aus Bonn geriet mit seinem Auto zwischen Lückenbach und Insul ins Rutschen. Er verlor die Kontrolle und landete vor dem Einmündungsbereich zur L 83 im Straßengraben. Zeitgleich befuhr ein 18-jähriger Fahranfänger aus der VG Adenau die Kreisstraße 16 von Schuld Richtung Winnerath. Nach eigenen Angaben musste er wegen eines entgegenkommenden Fahrzeugs bremsen. Dabei verlor auch er die Kontrolle über sein Auto, das sich quer zur Fahrbahn stellte und auf der Seite liegend zum Stillstand kam.

Am Freitagnachmittag gegen 17.10 Uhr war ein Lkw auf der L 83 aus Richtung Schelborn in Richtung Hannebach unterwegs. Am Ende einer Rechtskurve rutschte er aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei winterglatter Fahrbahn in den Gegenverkehr und kollidierte mit einem entgegenkommenden Auto. Beide Fahrer wurden leicht verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro. Aufgrund der schwierigen Bergungsarbeiten musste die L 83 bis etwa 22.15 Uhr voll gesperrt werden.

Regen, Eis und Schnee verschlechtern bekanntlich die Fahrbahnbedingungen auch im Kreis Ahrweiler. Friedhelm Georg, Pressesprecher des Koblenzer Polizeipräsidiums, sagt: „Auf nasser Fahrbahn kann sich der Bremsweg fast verdoppeln, auch die Haftung der Reifen nimmt ab. Dieser Effekt wird durch herabgefallene Blätter oft noch verstärkt.“

Die Polizei bittet daher, sich bei der Geschwindigkeit immer an den Witterungsverhältnissen zu orientieren. Hinzu kommt die passende Bereifung für Herbst und Winter. Der Bußgeldkatalog sieht hierbei Strafen bis zu 120 Euro und einem Punkt in Flensburg vor. 60 Euro und ein Punkt werden fällig, wenn bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch sowie Eis- oder Reifglätte keine Winterreifen montiert sind. Passiert ein Unfall, müssen 120 Euro gezahlt werden, ein Punkt kommt dazu.

„Das sicherste Auto nützt allerdings nichts, wenn der Fahrer nicht mitspielt“, sagt Polizeisprecher Georg. Er appelliert an die Fahrer: „Erstens: Runter vom Gas! Zweitens: Deutlich mehr Abstand zum Vordermann! Drittens: Immer mit Licht fahren!“ Wer diese Ratschläge beachte, habe gute Aussichten, in überraschenden Situationen wie Windböen, Wildwechsel, in Nebelbänken oder bei verschmutzter Fahrbahn noch Sicherheitsreserven zu haben und auch bei schlechtem Wetter stets sicher nach Hause zu kommen.

Dass die Fahrzeuge für den Winter gerüstet sind, überprüft die Polizei auch durch Kontrollen. Georg: „Dies gilt besonders für die ordnungsgemäße und intakte Beleuchtung und entsprechende Reifen.“ Die Polizei rät Autofahrern, ihre Scheinwerfer regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Derzeit sind häufig Autos mit nur einer intakten Leuchte auf den Straßen unterwegs, was eine Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer und den Autofahrer selbst bedeutet.

Der Bußgeldkatalog sieht für Verstöße bei der Beleuchtung Bußgelder zwischen 10 und 35 Euro vor. 10 Euro bezahlt man fürs Fahren mit Stand- statt notwendigem Abblendlicht, 35 Euro etwa dann, wenn trotz schlechter Sicht kein Licht eingeschaltet wurde und es dadurch zu einem Unfall kam. „Fahren Sie bei schlechter Sicht, etwa bei Nebel, Regen oder Schneefall, auch am Tag mit Abblendlicht“, rät Georg.

Ohnehin ist eine klare Sicht wichtig. Scheibenwischerblätter, die Schlieren auf den Scheiben bilden, sollten ausgetauscht werden. Wenn sich wie am Wochenende Eis und Schnee zu den ungemütlichen Wetterverhältnissen hinzugesellen, müssen Windschutz- und Seitenscheiben komplett von den Winterboten befreit werden. 10 Euro werden fällig, wenn ein Autofahrer seine Scheiben nicht ausreichend freigekratzt hat. Autodächer sollten ebenfalls von Schnee und Eis befreit werden, damit nachfolgende Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden. aeg/jl

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Auf glatten Straßen sind am Wochenende einige Unfälle passiert. Die Polizei gibt Tipps, wie Autofahrer solche Unfälle vermeiden.

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