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Burgbrohl

RZ-Adventskalender: Olivenöl des Nordens kommt aus Burgbrohl

Petra Ochs

Obwohl sich unser heutiges Türchen am kulinarischen Adventskalender auf dem für sein Obst bekannten Kahlenbergerhof in Burgbrohl öffnet, hat es mit Äpfeln und Co. so gar nichts zu tun. Vielmehr geht es um das „Olivenöl des Nordens“ – das kalt gepresste Rapsöl, für das Feinschmecker auch von weiter her den Weg in den Hofladen der Familie Esser finden.

Besondere Spezialität auf dem Obsthof: das Rapsöl  Foto: Sülflohn
Besondere Spezialität auf dem Obsthof: das Rapsöl
Foto: Sülflohn

Angenehm nussig und gar nicht bitter schmeckt das überaus gesunde goldgelbe Öl, das dickflüssig aus der dunklen Flasche tropft. Von der Zusammensetzung her ist das kalt gepresste Rapsöl dem Olivenöl nicht unähnlich, und wie das Olivenöl ist es auch cholesterinfrei. Damit das Öl so gesund bleibt, muss es aber auch richtig behandelt werden. Es kühl und dunkel lagern, ist das eine. „Es darf auch nicht erhitzt werden, sonst gehen die wertvollen Inhaltsstoffe verloren“, erklärt Mechthild Esser.

Für Salate, Dips und Marinaden eignet sich das Rapsöl aufs Beste. Aber auch für extrem Kurzgebratenes oder als letzte Zutat über gedünstetes Gemüse gegossen macht das Öl geschmacklich etwas her. Persönlich gibt Mechthild Esser auch gern einen Schuss davon ins Kartoffelpüree. „Das schmeckt super“, findet sie. Ihr Rapsöl lassen die Essers aus selbst angebautem Sommerraps in der biozertifizierten Zöllners Ölmühle in Bad Kreuznach pressen, das Filtern und Abfüllen übernehmen sie aber wieder selbst. Für 6 Euro ist eine 500-Milliliter-Flasche zu haben.

Eigentlich werden auch Disteln auf dem Kahlenbergerhof zu Öl verarbeitet. Der Anbau von Färberdisteln war Ende der 1990er-Jahre ein Experiment, das glückte. Doch wie schon im vergangenen Jahr fiel die Ernte in diesem Sommer ernüchternd aus: War es 2016 der Regen, der einen Strich durch die Rechnung machte, hatten die Essers in diesem Jahr das Problem, überhaupt Saatgut heranzuschaffen. Am Ende wurden eigene Distelsamenreste ausgesät und die Ernte nicht zu Öl vermahlen – sie dient nun als Saatgut für 2018.

Von unserer Mitarbeiterin Petra Ochs

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