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Bad Breisig

RRX: Deutsche Bahn zahlt Bahnsteigprovisorium

Martin Boldt

Die Verbandsgemeinde Bad Breisig hat jetzt endlich Klarheit bezüglich des geplanten Umbaus ihrer Bahnhofs: Wie die zuständige Gesellschafterin, die DB Netz, jetzt in einem Schreiben an den VG-Rat mitteilte, wird die vollständige Realisierung der Baumaßnahme bis Juni 2019 verworfen. Der ursprüngliche Zeitplan sei nach Einsprüchen gegen die bisherige Bauplanung und die danach erfolgten Anpassungen nicht mehr haltbar. „Die Baumaßnahme wollen wir nun für 2021 baubetrieblich neu anmelden“, erklärt Susanne Kosinsky, Leiterin des Regionalbereich Mitte.

Ab dem Sommer 2019 soll der Rhein-Ruhr-Express auch in Bad Breisig halten. Weil die eigentliche Bahnsteigerhöhung bis dahin jedoch nicht umgesetzt werden kann, lässt die Bahn ein Provisorium aus Holz bauen.  Foto: Boldt
Ab dem Sommer 2019 soll der Rhein-Ruhr-Express auch in Bad Breisig halten. Weil die eigentliche Bahnsteigerhöhung bis dahin jedoch nicht umgesetzt werden kann, lässt die Bahn ein Provisorium aus Holz bauen.
Foto: Boldt

Um den Anschluss des Bahnhofs an den neuen Rhein-Ruhr-Express (RRX) bei dessen Inbetriebnahme ab Sommer 2019 dennoch zu gewährleisten, wird es aus Sicht der DB Netz unerlässlich sein, ein Bahnsteigprovisorium zu errichten. „Hierzu haben wir Gespräche mit einer potenziellen Baufirma geführt“, so Kosinsky weiter. Ein Angebot für eine „pragmatische Lösung“ wird bis Ende September erwartet. Dabei soll es sich dem Vernehmen nach um eine Holzkonstruktion handeln, die auch schon an anderen Standorten mit verhältnismäßig geringem Mitteleinsatz umgesetzt werden konnte. Die eigentlichen Arbeiten an den Bahnsteigen, auf einer Länge von 170 Metern, soll dann später, nach Abschluss der sich ebenfalls verzögernden Bauarbeiten am Bahnhof Sinzig erfolgen.

Auch die Frage, wer die anfallenden Kosten für das Provisorium übernehmen wird, ist geklärt: „Eine Finanzierung aus Mitteln der Stadt beziehungsweise der Verbandsgemeinde“, so das Schreiben der Deutschen Bahn „ist hierbei nicht vorgesehen“. Das Unternehmen erspart den rund 1200 Schülern und Berufspendlern der Quellenstadt, die täglich auf die Bahn angewiesen sind, auf diesem Wege einen monatelangen Schienenersatzverkehr mit Bussen über die B 9 von und nach Sinzig oder Remagen. „Wir sind froh darüber, dass das Provisorium errichtet wird, denn dieses erlaubt den Fahrgästen einen uneingeschränkten Ein- und Ausstieg“, so Bernd Bürgermeister Weidenbach, der die Entscheidung von der DB Netz so auch erwartet hatte.

Ab Juni 2019 soll der Rhein-Ruhr-Express als maßgeblicher Nahverkehrszug auf der linken Rheinstrecke zwischen Koblenz und Köln den RE 5 der DB ersetzen. Die Verbandsgemeinde Bad Breisig hatte sich im Mai mit einer Resolution an die DB Netz gewandt, in der sie die Bahn aufgefordert hatte, trotz des Planungsverzuges – es hatte einen Einspruch des Eisenbahnbundesamtes bezüglich der genauen Länge des zu erhöhenden Bahnsteiges gegeben – alles zu tun, um die Beförderung auch zukünftig sicherzustellen. Die Stadt Bad Breisig wird sich an den nun für 2021 angesetzten Umbauarbeiten, bei denen die Bahnsteige auf eine Höhe von 0,76 Meter über den Gleisen angehoben werden sollen, mit 836.000 Euro beteiligen.

Von unserem Reporter Martin Boldt
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