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Remagen

Remagener Luxushotel "The Bridge": Baustart auf Sommer 2018 verschoben

Eigentlich hätten inzwischen Baufahrzeuge über das Grundstück neben den alten Pfeilern der Brücke von Remagen rollen sollen. Ein Vier-Sterne-Hotel soll dort entstehen, ein imposanter Gebäudekomplex mit 121 Suiten und Zimmern, zwei Restaurants und einem Bistro.

Das geplante Vier-Sterne-Hotel in Remagen hat jetzt einen Namen. Angelehnt an den Standort soll es „The Bridge Remagen“ heißen. Grafik: Krause Bohne – Architects and Planners International
Das geplante Vier-Sterne-Hotel in Remagen hat jetzt einen Namen. Angelehnt an den Standort soll es „The Bridge Remagen“ heißen. Grafik: Krause Bohne – Architects and Planners International
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Als Baustart war Herbst 2017 vorgesehen, doch bei derart großen Hotel-Projekten läuft selten alles exakt nach Zeitplan. Jetzt macht vor allem Remagens Historie dem Projektentwickler Prime Properties GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Tom Krause, einen Strich durch die Rechnung. Weil dort, wo das neue Luxushotel entstehen soll, Siedlungsreste aus der römischen Kaiserzeit, aber auch zahlreiche Spuren aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden werden könnten, müssen erst die dort vermuteten archäologische Funde gesichert werden, bevor die Baumaßnahmen beginnen dürfen. Tom Krause ärgert sich darüber aber keineswegs.

„Wir stehen mit der Außenstelle der Landesarchäologie in Koblenz im angenehmen, konstruktiven und fachlichen Austausch“, sagt er. „Ich finde es eigentlich sogar großartig, dass nun möglicherweise historisch wertvolle Funde auf dem Gelände gesichert werden. Schließlich lebt dieses Projekt von der Geschichte des Ortes.“ Vor allem bei Amerikanern sei Remagen wegen seiner entscheidenden Rolle im Zweiten Weltkrieg sehr bekannt. „Die Amerikaner kennen Remagen noch eher als das Brandenburger Tor oder sogar den Kölner Dom“, berichtet Krause. „Und vor allem eben seine Brücke.“ Diesen Vorteil müsse man nutzen. Und das tut Krause. Denn noch etwas Neues gibt es von dem Projekt zu berichten: Das Hotel hat jetzt einen Namen. „The Bridge Remagen“ soll es heißen, angelehnt an jene historische Bedeutung.

Noch ist da, wo der Luxuskomplex mal stehen soll, aber nur viel Gestrüpp. Den Bauantrag haben Tom Krause und die Architektin Astrid Bohne bereits am 3. August über die Stadt Remagen bei der Kreisverwaltung eingereicht, er rechnet damit, dass die Genehmigung in den ersten zwei Monaten des kommenden Jahres vorliegt. Die Ausgrabungen der Archäologen dauern etwa fünf bis sechs Monate und können natürlich erst starten, wenn der Boden nicht mehr gefriert. Parallel können aber bereits erste Erdaushubleistungen erfolgen. „Ein exakter Baubeginn ist im Moment schwer definierbar“, sagt Krause. „Wahrscheinlich können wir im Sommer kommenden Jahres starten.“ Und auch mit der geplanten Eröffnung im ersten Quartal 2019 wird es dann schwierig. Die mit Remagens Bürgermeister Herbert Georgi und dem Stadtrat vereinbarte Zeitplanung sei doch recht euphorisch gewesen, meint Krause. Am Ende des Tages werde man wohl doch einige Monate länger brauchen, als geplant.

Bauchschmerzen bereiten dem Architekten „in dieser sensiblen Phase“ vor allem die Kosten, die durch die archäologischen Ausgrabungen auf den Investor zukommen und mit denen in diese Höhe nicht zu rechnen war. Bis zu 300.000 Euro könnten die Arbeiten kosten. „Das ist einmal die Ausstattung der gesamten Gastronomielandschaft der Hotelanlage“, gibt Krause zu bedenken. Rund 40 Millionen Euro soll das ganze Projekt kosten. Wer das Hotel letztlich betreiben wird, will sich Krause noch nicht entlocken lassen. Es stünde aber bereits fest. Wenn die ersten Bauarbeiten beginnen, soll dieses Geheimnis dann auch endlich gelüftet werden.

Von unserer Reporterin Celina de Cuveland

So ist das Hotel geplant

Das Konzept, das Hotelentwickler Tom Krause mit der Architektin Astrid Bohne im gemeinsamen Planungsbüro Krause Bohne Architects and Planners International plant und umsetzt, sieht 121 Doppelzimmer und Suiten vor.

Die Bruttofläche des Gebäudes mit einer Tiefgarage und fünf oberirdischen Etagen beläuft sich auf rund 21 400 Quadratmeter. Geplant sind außerdem zwei Restaurants mit großer Rheinterrasse, ein farbenfrohes Bistro, das frei schwebend und zu allen Seiten hin nach dem Vorbild der Kölner Kranhäuser auf der derzeitigen Verladerampe an den beiden historischen Brückentürmen thronen soll, sowie mehrere Tagungs- und Seminarräume.

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