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    Niederzissen

    Realschüler unterzeichnen Jobgarantie

    In Niederzissen haben 60 Realschüler am Dienstagabend eine Ausbildungsplatzgarantie unterzeichnet. Sie verpflichten sich damit, am Ende der neunten oder zehnten Klasse im Schnitt mindestens die Schulnote 3 zu haben.

    60 Schüler der Realschule plus in Niederzissen haben eine Ausbildungsplatzgarantie unterschrieben. Damit ist ihnen nach ihrem Abschluss ein Azubiplatz in einer der bislang 35 kooperierenden Firmen sicher. Vorausgesetzt, sie haben im Schnitt mindestens die Schulnote 3.
    60 Schüler der Realschule plus in Niederzissen haben eine Ausbildungsplatzgarantie unterschrieben. Damit ist ihnen nach ihrem Abschluss ein Azubiplatz in einer der bislang 35 kooperierenden Firmen sicher. Vorausgesetzt, sie haben im Schnitt mindestens die Schulnote 3.
    Foto: Vollrath

    Niederzissen - In Niederzissen haben 60 Realschüler am Dienstagabend eine Ausbildungsplatzgarantie unterzeichnet. Sie verpflichten sich damit, am Ende der neunten oder zehnten Klasse im Schnitt mindestens die Schulnote 3 zu haben.

    Dann ist ihnen ein Ausbildungsplatz in einer von derzeit 35 Firmen in der Region sicher. Das Projekt Berufsausbildung in Garantie (BiG) ist in Rheinland-Pfalz das erste seiner Art (siehe Infokasten). Unterstützt wird es auch durch die Kammern von Industrie, Handel und Handwerk sowie von der Verbandsgemeinde (VG) Brohltal.

    Es dauerte eine gute halbe Stunde, ehe die 60 Realschüler - darunter vier Flüchtlingskinder - ihre Unterschrift unter die Ausbildungsplatzgarantie setzen konnten. Davor bekamen sie von den verschiedenen Rednern allerlei gute Wünsche und Vorsätze mit auf den Weg. Darunter waren auch ein paar altkluge Ratschläge, bei denen einige Schüler wohl mit den Augen rollten. Aber vermutlich werden sie ein paar Jahre später doch noch zugeben müssen, dass die 30 bis 40 Jahre älteren Erwachsenen am Mikrofon damals in der Bausenberghalle doch nicht so ganz falsch lagen. Der Klassiker: "Lernen tut man sein Leben lang."

    Die Schirmherrschaft des Projekts hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles übernommen. Sie sagte in der Feierstunde in Niederzissen vor 220 Schülern, Eltern, Firmenvertretern und Kommunalpolitikern: "Es ist ein äußerst vorbildliches Projekt, das ohne die Unternehmer nicht denkbar wäre." Sie hoffe, dass sich dieses "Fitnessprogramm für die Lehre rumspricht und andere ansteckt. Ich hätte gerne möglichst viele Nachahmer."

    Es gebe zwar eigentlich genügend Azubistellen in Deutschland. Doch noch immer gebe es Probleme bei der Vermittlung. Nahles begrüßte, dass sich das Projekt auch ausdrücklich an Flüchtlingskinder richtet: "Nach einem halben Jahr sprechen sie oft schon viel besser deutsch als ihre Eltern. Sie haben eine hohe Motivation und eine Chance verdient."

    Timo Djelassi, Leiter der Realschule plus in Niederzissen und maßgeblicher Initiator des Projekts, sagte: "Mit eurer Unterschrift nehmt ihr, liebe Schüler, Verantwortung für euch und euer Leben." Projekte, Praktika und Firmenbesuche sind Teil des Projekts wie - wenn notwendig - Nachhilfe in entsprechenden Fächern. Djelassi betonte, dass es "uns ein echtes Anliegen ist, auch geflüchteten Jugendlichen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu bieten".

    Ulrike Mohrs, Leiterin der Arbeitsagentur Mayen-Koblenz, sagte: "Wer hat das schon, dass Kammern, Firmen und Schule daran arbeiten, dass der Berufseinstieg gelingt?" Entscheidend sei, dass die Schüler bereit seien, sich einzubringen und auch Hilfestellungen einzuholen.

    Johannes Bell, Bürgermeister der VG Brohltal, sagte: "Das wird ein Modellprojekt für ganz Deutschland. Heute wird für die Zukunft der Region und der Schüler ein wichtiger Baustein gelegt." Dazu helfe das Projekt dabei, den Schulstandort Niederzissen zu stärken.

    Kreishandwerksmeister Frank Wershofen erinnerte daran, dass "Erfolg darin besteht, dass man Fähigkeiten hat, die gerade gefragt sind". Er betonte: "Mit dem Handwerk kommt man früh ins Arbeitsleben. Und dafür vielleicht auch schneller ans Ziel."

    Von unserem Redakteur Jan Lindner

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