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    Remagen/RheinPolizeistatistik: Weniger Straftaten aber mehr Einbrüche am Rhein

    Die Zahl der für das vergangene Jahr bei der Polizeiinspektion (PI) Remagen registrierten Straftaten ist auf 4054 gesunken. Das sind fast 400 oder 8,5 Prozent weniger als noch vor Jahresfrist (4433). Das geht aus der Kriminalstatistik 2016 hervor, die die PI Remagen jetzt veröffentlicht hat.

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    Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort, der 2011 noch bei 5460 Straftaten seinen Anfang genommen hat. Ebenso positiv ist der Umstand, dass mit dem Rückgang der Straftaten eine hohe Aufklärungsquote einhergeht: Mit 65,6 Prozent wurde ein neuer Bestwert für Remagen erreicht. Die Quote liegt damit sogar noch über den bereits guten Referenzwerten des Polizeipräsidiums Koblenz (61,3 Prozent) sowie auf Landesebene (64,9 Prozent). Von der Polizei – neben der PI Remagen werden eine Reihe von Delikten auch bei der Kriminalinspektion Mayen bearbeitet – konnten 1935 Tatverdächtige ermittelt werden. Etwa jeder Fünfte davon war nichtdeutscher Herkunft und bei den Geschlechtern „gewinnen“ die Herren der Schöpfung in dieser Wertung traditionell deutlich gegen die Damen.

    Das positive Gesamtbild spiegelt sich auch in vielen Teilbereichen wieder. Gerade der für das öffentliche Sicherheitsgefühl so wichtige Indikator Straßenkriminalität, also Straftaten, die sich auf öffentlichen Wegen oder Plätzen ereignen, ist von 1069 im Jahr 2011 auf 653 gesunken.

    Die Gewaltdelikte, dahinter verbergen sich in erster Linie Körperverletzungs- und Aggressionsdelikte, haben sich in den vergangenen drei Jahren kaum verändert und pendeln sich auf niedrigem Niveau bei etwa 650 ein. Gerade einmal 36 gefährliche Körperverletzungen haben sich im öffentlichen Raum zugetragen. Und weil es nur ganz selten vorkommt, dass völlig Unbekannte aneinandergeraten, ist die Aufklärungsquote hier auch mit 94,4 Prozent sehr hoch. Spielt sich der Konflikt in den eigenen vier Wänden ab, ist der Auslöser häufig in der Beziehung zu suchen. Mit 177 Fällen von häuslicher Gewalt waren die Beamten der Remagener Polizei 2016 befasst. Das sind etwa 15 bis 20 mehr als im Schnitt der Vorjahre. 122-mal kam es dabei auch zu unmittelbaren körperlichen Übergriffen, die praktisch ausnahmslos von den Männern ausgingen.

    Bei den allgemeinen Diebstahlsdelikten ist ein Rückgang in etwa im Rahmen des Gesamtrückgangs zu verzeichnen. Nach 1211 einfachen und schweren Diebstählen 2015 sank deren Zahl 2016 erstmals knapp unter die Tausendermarke (994).

    Leider hat auch die schönste Statistik eine Schattenseite. Im Bereich der PI Remagen sind das die Wohnungseinbrüche. Mit 173 Wohnungseinbrüchen registrierte die Polizei so viele Einbrüche wie seit vielen Jahren nicht mehr; in den zurückliegenden Jahren pendelte dieser Wert zwischen 110 und 165. Deutlich am härtesten getroffen hat es die Mitbürger aus Sinzig. In fast der Hälfte der Fälle (81) waren Bewohner der Barbarossastadt betroffen, gefolgt von den Städten Bad Breisig und Remagen mit jeweils rund 30 Einbrüchen.

    Positiv hat die Remagener Polizei in diesem Zusammenhang registriert, dass die Zahl der Anrufe und Meldungen über verdächtige Beobachtungen oder ungewöhnliche Begebenheiten deutlich zugenommen hat. Das spricht für eine gesteigerte Sensibilisierung in der Öffentlichkeit und versetzt die Polizei oftmals in die Lage, gezielt Personen und Fahrzeuge zu kontrollieren und so Daten zu erlangen, die sich in der Kombination mit anderen Erkenntnissen zu einem Gesamtbild fügen.

    Die Zahl der Betrugsdelikte ist im Jahr 2016 auf 905 gesunken (2015: 932, 2011: 1364). Den Löwenanteil machen Waren- bzw. Warenkreditbetrügereien mit 435 Taten aus. Beförderungserschleichung („schwarzfahren“) folgt mit 252 Delikten auf Platz zwei vor Tankbetrug mit 163 Fällen.

    Auf dem Feld der Drogendelikte ist über Jahre hinweg die wenigste Veränderung festzustellen. 2016 waren es 344, exakt so viele wie 2015. Ebenfalls über viele Jahre hinweg und wenig überraschend gilt, dass knapp die Hälfte der Drogendelikte auf Cannabis beziehungsweise Marihuana basiert.

    Die Zahl der Widerstandsdelikte gegen einschreitende Polizeibeamte ist 2016 wieder auf 110 Fälle und damit auf das Niveau von 2011 gestiegen. Dazwischen hatte sich die Zahl dieser Straftaten auf knapp unter 90 eingependelt. „Auch hier in der Provinz stellen Polizeibeamte, aber auch Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten und anderen Hilfsorganisationen inzwischen eine zunehmende Rücksichtslosigkeit oder zumindest Respektlosigkeit gegenüber denjenigen fest, die eigentlich nur helfen wollen“, stellt dazu der Leiter der Polizeiinspektion Remagen, Ralf Schomisch, resümierend fest.

    Von unserem Redakteur Christian Koniecki

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