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    Polizei übt in Ahrweiler für Katastrophenfälle

    Rund 150 Polizisten trainieren an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler das Zusammenspiel mit den Kräften des Katastrophenschutzes.

    Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, begrüßte die Studenten der Polizeihochschule Münster.
    Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, begrüßte die Studenten der Polizeihochschule Münster.
    Foto: tarrach

    Rund 150 Polizisten, alles Studenten der Deutschen Polizeihochschule in Münster (DHPol), werden in den nächsten zwei Wochen an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler innerhalb der Stabsrahmenübung "Größere Gefahren- und Schadenslagen" das Zusammenspiel mit den Kräften des Katastrophenschutzes trainieren. Ziel der Ausbildung ist es nach Worten von Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), dem zukünftigen Leitungspersonal der Polizei aller Bundesländer die verschiedenen Akteure des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes vorzustellen und Möglichkeiten der Verzahnung auszuloten.

    "Nur im Zusammenwirken aller beteiligten Kräfte wird es zukünftig gelingen, mit Großschadenslagen aller Art fertig zu werden", so Polizeidirektor Torsten Juds aus Bochum. Aktuelles Beispiel sei das Eisenbahnunglück bei Bad Eibling. Die Szenarien reichen vom möglichen Hochwasser an deutschen Flüssen bis hin zu einem Flugzeugabsturz, wie er vor einigen Jahren in Überlingen am Bodensee passiert ist. "Einige von Ihnen wird die große Katastrophe garantiert irgendwann einmal treffen", zeigte sich der Polizeidirektor sicher. Dann sei es von existenzieller Bedeutung, gleich die richtigen Anordnungen zu treffen und überhaupt zu wissen, welche Maßnahmen notwendig sind.

    Es ist bereits seit 2004 üblich, sich innerhalb des Studiums an der DHPol im sogenannten Modul 17 (nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr) mit Großschadensereignissen und der dann notwendigen Zusammenarbeit mit den Hilfskräften zu befassen. Seit 2004 haben rund 1400 Beamte aus den Leitungsstäben der Polizei innerhalb ihres Studiums an der DHPol in Münster-Hiltrup in Zusammenarbeit mit dem BBK an einer solchen Unterweisung teilgenommen.

    In der AKNZ hat man sich auf die neuen Gäste gut vorbereitet und zwei Kilometer zusätzliche Kabel verlegt, um weitere 140 PCs mit Daten versorgen zu können. So viele Polizisten in der AKNZ stellen für die ebenfalls in der Anlage untergebrachten Flüchtlinge nach Worten des stellvertretenden AKNZ-Leiters, Dieter Franke, kein Problem dar. Sicher hätten die Beamten über Hinweistafeln in arabischer Schrift gestaunt, zum Beispiel in der Kantine, und die Flüchtlinge wiederum über das plötzliche massive Auftreten der Polizei. Aber alle seien schnell aufgeklärt worden. Man habe Flüchtlinge und Polizisten auf die besondere Lage und darauf hingewiesen, dass sie hier gemeinsam in der AKNZ untergebracht sind. Mit größeren Problemen rechnet deshalb auch niemand. Es sei immer Ziel gewesen, den Lehrgangsbetrieb trotz der Aufnahmeeinrichtung unvermindert aufrechterhalten zu können, so Christoph Unger. Alle Flüchtlinge, derzeit sind es in dem auf 300 Personen ausgelegten Lager noch rund 160, sind mit einem Registrierkärtchen ausgestattet. So sieht Dieter Franke auch beim Zutritt zur AKNZ keinerlei Probleme. "Natürlich haben wir noch einen umfassenden Blick auf das, was da auf unserem Gelände passiert", so Frank Meurer von der AKNZ, aber für das Flüchtlingslager sei inzwischen vollständig das DRK zuständig. Und auch hier funktioniere die Zusammenarbeit reibungslos.

    Von unserem Reporter Jochen Tarrach

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