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    Nostalgische Kurkolonnade in Bad Neuenahr bald Geschichte?

    Bad Neuenahr-Ahrweiler - Wenn diese Pläne umgesetzt werden, verändern sie das Gesicht der Kurstadt Bad Neuenahr: Die Kur AG will die Kurkolonnade abreißen und durch eine moderne Bebauung ersetzen.

    So oder ähnlich könnte die Westseite der Kurgartenstraße demnächst aussehen.(Grafik: H H Vision)
    So oder ähnlich könnte die Westseite der Kurgartenstraße demnächst aussehen.(Grafik: H H Vision)
    Foto: Architekturbüro Mertens

    Bad Neuenahr-Ahrweiler - Wenn diese Pläne umgesetzt werden, verändern sie das Gesicht der Kurstadt Bad Neuenahr: Die Kur AG will die Kurkolonnade abreißen und durch eine moderne Bebauung ersetzen.

    Die eingeschossige, den Charme der 1960er-Jahre versprühende Kurkolonnade an der Westseite der Kurgartenstraße könnte bald Geschichte sein. Nach Plänen der Kur AG soll an ihrer Stelle eine Häuserzeile aus fünf miteinander verbundenen Gebäuden entstehen, die dem „klassischen“ Gebäudeensemble aus Steigenberger Kurhotel und Historischen Thermalbadehaus eine eigenständige, transparente Architektur gegenübersetzt.

    Je weiter von der Ahr entfernt, desto höher sollen sie aufragen: von eingeschossig über zweigeschossig bis dreigeschossig als Abschluss zur Mittelstraße. Im Erdgeschoss ist jeweils Einzelhandel vorgesehen. Er soll dem oberen Preissegment vorbehalten sein: hochwertige Oberbekleidung, Lederwaren, Uhren, Schmuck. Besonderer Clou ist das Café „Ahrterrassen“ im eingeschossigen Gebäude direkt an der Ahr. „Es wäre im Stadtgebiet die einzige Gastronomie, die unmittelbar am Ahrufer läge“, merkt Kurdirektor Hans-Ulrich Tappe an.

    Die Idee ist, die Kurgartenstraße zu einer „hochwertigen Flaniermeile“ zu entwickeln. Für Autos müsse sie deshalb nicht zwingend gesperrt werden, sagt Tappe vor dem Hintergrund eines regen Pro und Kontra in dieser Frage. Besonders das Steigenberger Hotel, dem es um die ungehinderte Zufahrt geht, ist dagegen. Tappe beruhigt: „Unser Projekt hängt nicht davon ab.“

    Pläne einer Neubebauung der der Westseite der Kurgartenstraße hatte bereits Tappes Vorgänge Rainer Mertel betrieben, war aber am Widerstand des Stadtrates gescheitert. Die vor sechs Jahren vorgestellten Pläne sahen Häuser vor, die mit Erdgeschoss, drei Vollgeschossen und Dachgeschoss in etwa die Höhe des Kurhotels erreicht und weiter in den Kurpark hineingeragt hätten.

    Bei den aktuellen Plänen sieht dies anders aus. Der alte Baumbestand der Gartenanlage bleibt unangetastet, und vom Steigenberger Hotel aus wird es weiterhin möglich sein, in den Kurpark zu blicken. In den Obergeschossen der neuen Häuserzeile ist Raum für hochwertige Ferienwohnung mit Blick in den Kurpark. Der Platz von Brasschaat, bisher als Platz kaum wahrgenommen, soll zur Mittelstraße hin durch ein neues Gebäude eingefasst werden: ein Quellwasserhaus, das dem Neuenahrer Heilwasser gewidmet sein wird.

    Zum Kostenvolumen des gesamten Bauprojektes will Tappe noch nichts sagen. „Wir haben eine Kölner Partner an Bord“, verrät er. Das Projekt ist in den städtischen Fachausschüssen Anfang Juni bereits vorgestellt worden, in der zweiten Jahreshälfte das Bebauungs- und das Flächennutzungsplanverfahren eingeleitet werden. Tappe: „Wir hoffen, dass wir 2012 Baurecht haben.

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