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Sinzig

Neuer Masterplan soll Sinzigs Kernstadt verändern

Es soll der Masterplan für die Sinziger Innenstadt für die kommenden Jahre werden: Zwei Ingenieurbüros haben jetzt in einer Ausschusssitzung Konzepte vorgestellt, auf dessen Grundlage sich das Gesicht des Stadtkerns verändern soll.

Der neue Masterplan für Sinzig sieht auch die bessere Verbindung von mehreren Verkehrsachsen vor.
Der neue Masterplan für Sinzig sieht auch die bessere Verbindung von mehreren Verkehrsachsen vor.
Foto: Jan Lindner

Das Rennen machte das in Köln seit 1988 beheimatete Unternehmen Cima mit Projektleiterin Gudula Böckenholt und dem Partnerbüro Postwelters aus Dortmund, vertreten durch den stellvertretenden Projektleiter Joachim Sterl.

Gibt der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 21. Juni seine Zustimmung, erstellen beide Büros in 12 bis 14 Monaten einen Handlungskatalog samt Kostenplan, auf dessen Basis Förderanträge gestellt werden können. In der Sitzung soll auch über die Kosten des Großprojekts gesprochen werden. Das alles geschieht unter Bürgerbeteiligung mit Workshops zu verschiedenen Themenbereichen und einer Innenstadtkonferenz.

Im Vorfeld haben sich die Planer Sinzig mit seinen Schokoladen- und Schattenseiten angesehen und mehrere Handlungsfelder für den anstehenden tiefgreifenden Strukturwandel ausgemacht. Das Integrierte Innenstadtentwicklungskonzept (Isek) berücksichtigt nicht nur bauliche und strategische Facetten, sondern auch Aspekte des sozialen Miteinanders (Leben und Arbeiten) sowie des Klimaschutzes.

Es soll herausgearbeitet werden, wie sich die Barbarossastadt profilieren kann, wie Strategien zur Innenstadtbelebung erarbeitet und vorhandene Bausubstanz besser genutzt oder auch zurückgebaut werden kann. Bürgermeister Andreas Geron sagte: „Die Stadt hat das Vorkaufsrecht bei bebauten oder unbebauten Grundstücken.“

Wichtig für das Stadtbild ist laut den Städteplanern die bessere Verbindung gleich mehrerer Achsen: etwa zwischen der Ahr oder dem Bahnhof und der Innenstadt. Ein großes Pfund, mit dem die Stadt wuchern könne, seien die Freiflächen zwischen Ahr und Stadtkern. „Die Ahr könnte deutlich besser angebunden werden“, befand Sterl.

Auch der Bahnhof als Visitenkarte wäre auf der Achse hin zum Zehnthof zu berücksichtigen. Berücksichtigt werden müsse auch die Achse zwischen der Koblenzer Straße 70 bis zur Anbindung an die B 9 ab der alten Linde. In dem Bereich soll bekanntlich ab August ein Kreisel gebaut werden.

Eine Schlüsselrolle könne auch das in Privatbesitz befindliche ehemalige Druckhaus zwischen Mühlenbach- und Barbarossastraße spielen, in dem Böckenholt und Sterl großes Entwicklungspotenzial sehen. Überdacht werden müsse im Sinne einer zukunftsfähigen Stadt die Verkehrsführung für den motorisierten Verkehr und die Fußwegevernetzung. Noch wirke die Barbarossastraße wie eine Barriere.

Was den Einzelhandel angeht, haben die Fachplaner in Ausdorferstraße, Münzgasse und Koblenzer Straße einen „Trading down“-Effekt ausgemacht: Immer mehr Billigläden und Leerstände seien eine Herausforderung. Aber auch kleinteilige Flächen wie am Kaiserparkplatz böten Möglichkeiten eines verbesserten Gesamtbildes.

Von großer Bedeutung ist in den kommenden Monaten die Beteiligung der Bürger, die nach einer Auftaktveranstaltung in mehreren themenbezogenen Werkstattsitzungen ihre Ideen und Wünsche in das Konzept einbringen sollen. Das Image Sinzigs soll sich so deutlich verbessern. Das Kölner Büro Cima führte als Referenzprojekte Stadtprofilierungen in Ludwigshafen oder die Entwicklung des Rheinhafens Bendorf an. Das Büro Postwelters hat bereits in Dresden, Bad Honnef oder Viersen-Süchteln „erfolgreich gearbeitet“, wie Sterl anführte.

Von unserer Mitarbeiterin Judith Schumacher

Bad Neuenahr-Ahrweiler
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