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    Neue Partys geplant: Da tut sich was im Neuenahrer Nachtleben

    Viele Schuhsohlen haben diese Tanzfläche schon gerockt: Unterirdisch, im Keller eines großen Gebäudekomplexes am Anfang der Landgrafenstraße in Bad Neuenahr liegt ein Club, dessen Diskolichter seit Anfang 2016 erloschen sind. Doch jetzt tut sich wieder etwas in der Diskothek, die zuletzt unter dem Namen „Club Schwanstein“ betrieben wurde.

    Hermann Brandenburg vor einer von zwei Bars, an denen im neuen Club Xanadu Getränke gemischt werden sollen. Foto: Celina de Cuveland
    Hermann Brandenburg vor einer von zwei Bars, an denen im neuen Club Xanadu Getränke gemischt werden sollen.
    Foto: Celina de Cuveland

    Seit knapp zwei Wochen hängen gelbe Banner an der Tür, auf denen „Neueröffnung“ und „wir stellen ein“ geschrieben steht. Ein neuer Betreiber hat sich den Partyräumen angenommen. Sein Konzept: Er will sowohl junge als auch ältere Leute für seine Partys begeistern.

    Seitdem dort erst das Corso und dann der Club Schwanstein dichtgemacht haben, sind die Weggehmöglichkeiten in Bad Neuenahr-Ahrweiler wieder rarer gesät. Clubs gibt es kaum, Bars, in denen sich junge Leute wohlfühlen, sind, abgesehen von den vielen Shisha-Bars, in denen man Wasserpfeife rauchen kann, kaum zu finden. Tanzlokale laufen nicht, alteingesessene Treffpunkte wie beispielsweise die Schwarzbrennerei im Herzen von Bad Neuenahr mussten schließen und stehen seitdem leer.

    Hermann Brandenburg, der in der Landgrafenstraße 1 jetzt das „Xanadu“ eröffnet, findet, dass er mit seinem Club eine Marktlücke in der Kreisstadt schließt. 14 Jahre lang hat er das Bistro Pub X in Bad Breisig betrieben, mit der Clubszene kennt er sich also aus, wie er sagt. Legendäre Partys hätten dort stattgefunden, und als er den Pub X schließen musste, weil er sich eine Elternpause nehmen wollte, hätten viele Stammgäste dem Lokal nachgetrauert.

    „Etwas Vergleichbares gab es seitdem nicht mehr im Kreis Ahrweiler“, sagt er. „Wir waren europaweit bekannt. Schweden, Holländer – sie alle kamen zum Feiern zu uns.“ Jetzt will er mit dem Xanadu da anknüpfen, wo er 2007 mit der letzten Nacht im Pub X aufgehört hat. Donnerstags bis sonntags soll der neue Neuenahrer Club für das Partyvolk geöffnet sein. Donnerstags hauptsächlich für die jüngere Zielgruppe zwischen 18 und 35 Jahren und sonntags für die ältere Generation. Da öffnet Brandenburg seine Clubtüren auch schon um 17 Uhr. Samstags und Sonntags soll das Publikum durchmischt sein, der 19-Jährige trifft, wenn es so läuft, wie Brandenburg es sich vorstellt, an der Bar auf den 80-Jährigen.

    Dass er mit seinem Konzept und dem Club scheitern könnte, glaubt der Betreiber nicht. Obwohl sich sowohl das Corso als auch der Club Schwanstein dort finanziell nicht halten konnten. „Das lag beim Club Schwanstein aber auch am Publikum“, behauptet Brandenburg. „Da gab es immer wieder Schlägerein, Probleme mit Lärmbelästigungen und diese R'n'B- und Hip-Hop-Musik wird es bei uns sicher nicht geben.“ Auch sollen die Türsteher in Zukunft ein genaues Auge darauf haben, wer den Club betritt und wer besser draußen bleibt.

    Geplant ist, dass im Xanadu künftig sowohl Electro-, Vocal- und Housemusik läuft, aber auch Hits aus den 70er-, 80er- und 90er-Jahren. „Alles, was melodisch ist und worauf man gut tanzen kann“, fasst Brandenburg seine Musikauswahl zusammen. Familiär soll es dann im Xanadu zugehen, die Wünsche der Gäste im Vordergrund stehen. Brandenburg kann sich gut vorstellen, mal wieder selbst am DJ-Pult Hand anzulegen. „Dafür müsste ich mich aber erst mal wieder einarbeiten“, erzählt er und schmunzelt. „Ich habe in den zehn Jahren, die ich jetzt pausiert habe, etwas den Überblick über die aktuellen Songtitel verloren.“

    Wenn der Club voll ist, passen rund 400 Partywütige hinein. Bis etwa 5 Uhr morgens können die Feiern dann schon einmal gehen. Ob das nicht die Anwohner stören könnte? „Das ist kein Problem. Die Anlage hier ist auf eine bestimmte Maximallautstärke eingestellt, und sobald sich jemand telefonisch beschwert, machen wir gern leiser“, sagt Brandenburg. Am 21. Oktober will er die Türen seines Clubs für eine Eröffnungssause aufschließen. Ob das Angebot gut angenommen wird, bleibt abzuwarten. Der Clubbetreiber ist davon aber überzeugt. Über Facebook hat er schon diverse Zusagen und freudige Nachrichten von ehemaligen Pub-X-Gängern erhalten.

    Von unserer Reporterin
    Celina de Cuveland

    Bad Neuenahr-Ahrweiler
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