40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Ahrweiler
  • » Neubau K 35: Äcker müssen anfahrbar bleiben
  • Aus unserem Archiv
    Gelsdorf/Holzweiler

    Neubau K 35: Äcker müssen anfahrbar bleiben

    Kann es sein, dass Landwirte nur noch mit dem Hubschrauber auf ihren Acker kommen? Kann es nicht, befand der Ortsbeirat Gelsdorf um Ortsvorsteher Andreas Ackermann.

    In seiner Sitzung am Mittwochabend schloss sich das Gremium den Einwänden gegen die bisherige Planung für den Neubau der Kreisstraße 35 an, die einige Stunden zuvor bereits in einer Informationsveranstaltung in Holzweiler diskutiert worden waren. Hier hatten sich Vertreter der Verwaltung, des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) und des Bauern- und Winzerverbandes mit örtlichen Landwirten getroffen, um über die Planung des Landesbetriebs Mobilität zu informieren.

    Was allseits auf Unverständnis stößt: Das gesamte Wirtschaftswegenetz wird nach bisheriger Planung von der K 35 abgekoppelt. Dabei hatte sich die Zahl der möglichen Wegeanbindungen entlang der 3,4 Kilometer langen Trasse durch ein Flurbereinigungsverfahren bereits von 25 auf 16 reduziert. Doch auch an diesen 16 Punkten, wo Wirtschaftswege auf die geplante Trasse treffen, ist keine Anbindung vorgesehen. Die Folge: Manche Felder sind nicht mehr über Wirtschaftswege erreichbar. Auch die Anfahrt zum Raiffeisenzentrum Gelsdorf wäre nach dieser Planung erschwert. "Hier müssen einige Dinge korrigiert werden. Ich bitte Sie, uns dabei zu unterstützen", bat Bauamtsleiter Friedhelm Moog den Ortsbeirat, der dieser Bitte uneingeschränkt nachkam.

    Für verbesserungswürdig hält Moog auch die Entwässerung der rund 6,5 Meter breiten Straße. In den Planfeststellungsunterlagen sind zwar Versickerungsgruben vorgesehen. Doch der auch für Hochwasserschutz zuständige Verwaltungsfachmann hält es für eine optimistische Einschätzung, dass etwaiges Wasser schnell genug versickert. "Jedenfalls zu wenig, um bei Dauerregen eine ordnungsgemäße Entwässerung hinzubekommen", glaubt Moog. Schon jetzt stünden, wenn es regnet, große Seen auf den Feldern. Nach bisheriger Planung seien keinerlei Rückhaltebecken vorgesehen. "Und das nächste Hochwasser kommt bestimmt."

    So fordert nun auch der Ortsbeirat Gelsdorf, die Entwässerungssituation zu prüfen und gegebenenfalls nachzubessern. Und wo man schon gerade dabei war, fordert der Ortsbeirat darüber hinaus, in die Planung der K 35 auch die Belange der Radfahrer einzubeziehen. Denn Fuß- und Radwege entlang der Kreisstraße sind bisher nicht vorgesehen.

    Die geplante Trasse verläuft über die Max-Planck-Straße im Gewerbegebiet Gelsdorf über eine Länge von rund dreieinhalb Kilometern zwischen den Ortsbezirken Holzweiler und Esch in Richtung alte Bunkerstraße in Richtung Dernau. Der Ortsbeirat Holzweiler hatte sich vor 14 Tagen bereits mit den Plänen befasst und unter anderem Kreisellösungen im Kreuzungsbereich der geplanten K 35 mit der K 34 gefordert. Auch im Kreis- und Umwelt war die neue Kreisstraße bereits Thema. Dort kommt sie am 9. März erneut auf die Tagesordnung.

    Von unserem Redakteur Frieder Bluhm

    Bad Neuenahr-Ahrweiler
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    Anzeige
    Anzeige
    epaper-startseite
    Regionalwetter Bad Neuenahr-Ahrweiler
    Mittwoch

    6°C - 11°C
    Donnerstag

    10°C - 14°C
    Freitag

    8°C - 12°C
    Samstag

    3°C - 8°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach