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    Musik: Japanische Stargeigerin begeistert im Konzert [Mit Video]

    Wenn Sayaka Shoji den Bogen an die Saiten ihrer mehrere Millionen teuren Stradivari-Geige legt, spürt der Zuhörer förmlich, welche Leidenschaft die 33-Jährige mit der klassischen Musik verbindet.

    AW Synagoge Villa Musica Klavierquartett Es-Dur li. Sayaka Shoji
    AW Synagoge Villa Musica Klavierquartett Es-Dur li. Sayaka Shoji
    Foto: Hans-Jürgen Vollrath

    Von unserer Reporterin Celina de Cuveland

    Jede Geste, jeder Gesichtsaudruck und jedes Wiegen im Takt verrät: Die Violistin aus Japan lebt für diese Kunst. So schwieg das Publikum in der Ahrweiler Synagoge auch in erwartungsvoller Anspannung, als der Konzertabend mit "Orpheus" von dem österreichisch-ungarischen Komponisten Franz Liszt begann. Das Stück ist eine von zwölf zwischen 1848 und 1858 komponierten 'Symphonischen Dichtungen'. Um auf den Abend einzustimmen wurde es von Akihiro Takeda, Julian Bachmann und Meri Tschabaschwili gespielt. Takeda spielte Violine, während Bachmann die Saiten eines Violoncello strich und Tschabaschwili am Klavier begeisterte.

    Dann der große Moment: Sayaka Shoji betrat gefolgt von Bachmann und Tschabaschwili die Bühne. Die gebürtige Spanierin Alba Gonzales komplettierte das Quartett mit ihrer Viola. Sie spielten das einzigartige Klavierquartett in Es-Dur von Robert Schumann. Wie ein warmer Wasserfall flossen die Töne langsam und gemächlich daher, manchmal sprudelten sie aber auch regelrecht wie ein kleiner Bergbach. Aus gefühlvollen, warmen Klängen wurden Wirbelwinde oder bedrohliche Verfolgungsjagden. Gefühlvoll gab Shoji Einsatz um Einsatz, die vier Musiker harmonierten nahezu perfekt. Das Publikum belohnte die Vorstellung im Anschluss mit tosendem Applaus und lauten "Bravo!"-Rufen.

    "Es war ein fantastisches Konzert in diesem kleinen Kreis", sagte Shoji anschließend. "Der Auftritt hat mir sehr gefallen." In der Synagoge hatten rund 120 Zuhörer Platz gefunden. Darunter auch der japanische Generalkonsul aus Düsseldorf und seine Frau sowie die Ahrweiler Burgundia Theresa Ulrich. Das Konzert fand seinen Höhepunkt im Streichsextett Nr.1 in B-Dur von Johannes Brahms. Neben Shoji, Gonzales, Takeda und Bachmann spielten Friedemann Jörns die Viola und Alexander Hülshoff, Leiter der Villa Musica, das Violoncello. Sofort wurde die Klasse der Musiker deutlich. Sie entführten das Publikum, nahmen es mit in die fantastische Welt der Musik und versetzten es ins träumen. Shoji strahlte regelrecht, als sie den letzten Ton gespielt hatte.

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