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    Mittelgroßer Bahnhof: 55 Menschen demonstrieren in Bad Breisig gegen AfD-Veranstaltung [mit Video]

    Etwa 55 Menschen haben sich am Dienstagabend vor dem Bad Breisiger Jugend- und Kulturbahnhof versammelt, um ein Zeichen gegen eine AfD-Veranstaltung zu setzen. Die hatte eingeladen, um über das Thema „Warum Frauen AfD wählen“ zu sprechen – eine Formulierung, auf die die Demonstranten draußen keine Antwort finden mochten.

    „Wir sind gegen die rückwärtsgerichtete Politik der AfD, die bis in die 1950er-Jahre zurückführt“, sagte Ingrid Näkel-Surges, stellvertretende Vorsitzende der Kreis-CDU. Als Stichworte konkretisierte sie, dass sie es nicht für Gut hält, dass ausschließlich traditionelle Familien akzeptiert werden oder aber auch nur Alleinerziehende, die schuldlos in diese Situation gekommen sind, unterstützt werden sollen. So war auf ihrem improvisierten Transparent auch zu lesen „Finger weg von den Frauenrechten!“. Ähnlich argumentierte auch Marita Stegemann-Nelles vom Frauenforum Kreis Ahrweiler, eine parteiübergreifende Vereinigung von Frauen, die sich frauenpolitisch im Kreis Ahrweiler engagiert. „Die Frauen werden mit Ängsten gelockt, und die AfD strebt mit ihrem Wahlprogramm eine Rolle rückwärts an, was die Frauenrechte betrifft“, sagt sie.

    Rund 50 Demonstranten versammelten sich vor dem Bad Breisiger Jugend- und Kulturbahnhof, um gegen die AfD-Veranstaltung „Warum Frauen AfD wählen“ ihren Unmut friedlich kundzutun.
    Rund 50 Demonstranten versammelten sich vor dem Bad Breisiger Jugend- und Kulturbahnhof, um gegen die AfD-Veranstaltung „Warum Frauen AfD wählen“ ihren Unmut friedlich kundzutun.
    Foto: Mira Müller

    Die Traube der Menschen, die sich vor dem Bahnhof versammelt hatte, agierte dabei friedlich – so, wie es sich auch der Organisator der Demonstration, der 26-jährige Tim Baumann, gewünscht hatte: „Meine Intention war, die Veranstaltung durch Im-Weg-Stehen herauszuzögern und durch unsere Anwesenheit und Lärm zu stören.“

    Wie die Polizei bestätigte, kam es zu keinen Zwischenfällen: „Ein dickes Lob an alle. Aus polizeilicher Sicht lief die Demonstration sehr friedlich ab“, sagte Ralf Schomisch, Leiter der PI Remagen, der mit rund einem Dutzend Polizisten die Veranstaltung begleitete.

    Die Begeisterung hielt sich bei Kathrin Koch, Spitzenkandidatin der AfD im Kreis Ahrweiler, jedoch in Grenzen: „Ich finde es befremdlich, dass CDU und SPD gegen eine Veranstaltung einer demokratischen Partei demonstrieren.“ Doch nicht nur Mitglieder der großen politischen Lager waren anwesend, wie auch Verbandsgemeindebürgermeister Bernd Weidenbach deutlich machte: „Ich bin hier, weil ich Solidarität mit denen zeigen will, die mit demokratischen Mitteln der AfD gegenüber Kante zeigen. Es ist klasse, dass so viele aus den verschiedenen demokratischen Gruppierungen hier sind.“ Aber auch Menschen ohne Parteibuch, aber mit politischen Überzeugungen waren anwesend. Wie Norbert Calenborn: „Man kann in einer Demokratie alles vertreten und akzeptieren. Aber gegen Menschenverachtende Politik muss man Kante zeigen.“

    Von unserer Redakteurin Mira Müller

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