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    Kreis AhrweilerMit „EnAHRgie“ Energiewende einleiten

    Nach dem offiziellen Start in der Europäischen Akademie (EA) im Ahrweiler Mittelzentrum „macht das Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Kreis Ahrweiler, „EnAHRgie“ (wir berichteten), jetzt seine Runden durch die politischen Gremien. Projektkoordinator Dr. Andrè Schaffrin von der EA gab jetzt dem Kreis- und Umweltausschuss einen ersten Sachstandsbericht zu dem 3,3 Millionen Euro teuren Förderprojekt.

    Symbolbild: dpa
    Symbolbild: dpa

    Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

    171 600 Euro der Kosten fallen danach rechnerisch auf den Kreis. Er bekommt diese aber zu 100 Prozent gefördert, sodass es ihn letztlich keinen Cent kostet, aber beim Sparen helfen kann. Schließlich hat sich der Kreistag schon 2011 vorgenommen, bis 2030 seinen Strom bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie zu beziehen.

    Schaffrin machte klar, wie komplex dieses Projekt sei. Dabei seien nicht nur technische Fragen zu lösen, sondern auch die Auflagen im Landschafts- und Naturschutz müssten erfüllt werden. Profitieren von der Arbeit der Wissenschaftler soll aber nicht nur der Kreis. Vielmehr soll er Modellregion und Beispielgeber für zahlreiche weitere Regionen im ganzen Bundesgebiet werden.

    Der Kreis und auch die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler haben dazu jeweils zusätzliche Stellen neu geschaffen, die aber vollständig aus dem Projektfördertopf des BMB finanziert werden. Vom Kreis wird erwartet, dass er das Projekt mit Daten zur Auswertung unterstützt. Schaffrin skizzierte den Ausschussmitgliedern Struktur und Arbeitsinhalte des Projektes. Ergebnisse konnte er nach nur zwei Monaten natürlich noch nicht präsentieren.

    Klar ist aber, dass in den kommenden Jahren im Kreis Ahrweiler, im Land Rheinland-Pfalz und in ganz Deutschland erhebliche Anstrengungen notwendig sind, um die ganze Volkswirtschaft im Energiebereich umzusteuern. „Dem Kreis Ahrweiler komme dabei auch durch das neue Projekt eineVorbild- und Vorreiterfunktion zu“, so Landrat Jürgen Pföhler. Mit Projekten wie der Passivhauserweiterung des Are-Gymnasiums, der fortlaufenden energetischen Sanierung von Schulgebäuden oder der Hackschnitzelheizung beim Abfallwirtschaftszentrum in Niederzissen zeigten sich klare Energieeinsparungen.

    Allein durch die Umstellung des Strombezugs für alle Kreisliegenschaften auf Ökostrom ließen sich jährlich 1165 Tonnen CO2 einsparen, so Pföhler. Daten, die nun durch das Projekt EnAHRgie Vorbild für andere Regionen werden könnten. Aber auch der umgekehrte Weg ist vorgesehen, und bis 2017 soll ein umfassendes Konzept für den Kreis erarbeitet werden, denn noch viele Möglichkeiten zum Energiesparen oder -umstellen werden noch nicht genutzt.

    Um alle gangbaren Wege zur Energieeinsparung und Umstellung auf erneuerbare Energien darzustellen sowie konkrete Handlungsempfehlungen geben zu können, kommt auf die Wissenschaftler eine gewaltige Arbeit zu. Trotzdem: Bis 2019 soll die Projektarbeit abgeschlossen sein. Der Kreis und Umweltausschuss will die Arbeit nicht nur mit Interesse verfolgen, sondern auch nach Möglichkeit unterstützen und Empfehlungen in die Praxis umsetzen.

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