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    Linke sitzt jetzt mit im Stadtrat

    Bad Neuenahr-Ahrweiler - Im Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler werden künftig sieben Parteien vertreten sein: Die Linke mit Wolfgang Huste an der Spitze hat es auf Anhieb in den Stadtrat geschafft und wird künftig mit einem Sitz vertreten sein.

    Der Auszählungsmarathon für die Kommunalwahl beschäftigte im Stadtgebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler wie hier in Heimersheim rund 400 Wahlhelfer.
    Der Auszählungsmarathon für die Kommunalwahl beschäftigte im Stadtgebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler wie hier in Heimersheim rund 400 Wahlhelfer.
    Foto: riu

    Bad Neuenahr-Ahrweiler - m Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler werden künftig sieben Parteien vertreten sein: Die Linke mit Wolfgang Huste an der Spitze hat es auf Anhieb in den Stadtrat geschafft und wird künftig mit einem Sitz vertreten sein.

    Foto: honfree

    Der Wählergruppe Jakobs ist es gelungen, die Präsenz von einem auf zwei Mandate zu steigern und Fraktionsstatus zu erreichen. Die CDU, weiterhin stärkste politische Kraft, konnte ihre absolute Mehrheit zwar nicht zurückzuerobern, bleibt aber stabil: Sie zieht - wie gehabt - mit 17 Sitzen ins Stadtparlament ein. Die SPD hat einen Sitz hinzugewonnen und kann sieben Ratsmitglieder in den Stadtrat schicken. Die Grünen halten bei leichten Zuwächsen ihre vier Sitze. Zu den Verlierern gehört die FDP, die von ihren drei Sitzen zwei eingebüßt hat. Und auch die FWG muss von ihren vier Sitzen einen abgeben.

    Horst Gies ist mit dem Ergebnis der CDU auf der Stadtverbandsebene mehr als zufrieden: "Wir hatten im Zusammenhang mit der Kur AG dicke Brocken in den vergangenen Monaten zu stemmen. Dass die Wähler uns mit einem Stimmenplus belohnt haben, zeigt, dass sich die Ehrlichkeit und Offenheit, mit der wir Themen wie den geplanten Kauf der Ahr-Thermen angegangen sind, vom Wähler honoriert wurden." Bei der CDU haben die Wähler rege von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Favoriten durch Kumulieren nach oben zu bringen. Ralf Wershofen rutschte von Position 16 auf Rang 3, und Peter Ropertz von 18 auf 4. Auch Manfred Kolling, ursprünglich auf Listenplatz 20, rutschte nach oben und ist im Stadtrat vertreten, ebenso Ursine Holzberger und Dominik Klein, die von Rang 21 bzw. 23 ins Parlament gehievt wurde. Bei der Anzahl gewählter Frauen führt übrigens die CDU mit vier weiblichen Stadtratsmitgliedern. Die SPD zieht künftig mit zwei Frauen ein.

    Jörn Kampmann hatte sich für die SPD nach Verlusten bei der Wahl 2009 zwar etwas mehr Auftrieb erhofft, ist aber unterm Strich zufrieden: "Das Minimalziel ist erreicht: ein Sitz mehr und keine absolute Mehrheit für die CDU."

    Für die Grünen, die einen Zuwachs von 1,3 Prozentpunkten der Stimmen und damit das stärkste Plus unter den Parteien verbuchen können, freut sich Wolfgang Schlagwein: "Wir sind drittstärkste Kraft und liegen vor der FWG. Das ist sensationell, denn unterm Strich ist die Kreisstadt für die Grünen immer noch ein schwieriges Terrain. Der Erfolg muss schwer erarbeitet werden." Stolz ist Schlagwein auch auf die Achtungserfolge der Ortsvorsteher-Kandidaten in Heimersheim und Kirchdaun (die RZ berichtete).

    Nicht zufrieden mit dem Wahlausgang ist die FWG. Sprecher Hans Boes meinte: "Es wird wohl nicht daran gelegen haben, dass wir keine Plakate geklebt haben. Die Gründe sind schwierig zu erforschen." Enttäuschung auch bei den Liberalen. FDP-Mann Hellmut Meinhof wird künftig einsam und allein im Stadtrat sitzen. Ob das Schwinden der FDP dem allgemeinen Trend folgt oder nicht - für ihn steht fest: "Wir müssen durchhalten, weitermachen und hoffen, dass klassisch-liberale Themen wiederentdeckt werden. Vielleicht müssen wir uns stärker selbst betrachten und das Profil schärfen."

    Zum ersten Mal angetreten und aus dem Stand heraus im Stadtrat. Das wertet Wolfgang Huste, Spitzenkandidat der Linken, als guten Erfolg. Damit ist für ihn nach 1946 erstmals eine links gerichtete Partei wieder im Stadtparlament vertreten. Die SPD in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist für ihn "eine kleinere CDU". Mit Ausnahme von Werner Jahr, den er als "Vorzeige-Oppositionslinken in der Tradition von Willi Brandt" sieht. "Wir werden keine Fundamentalopposition sein, sondern mit wechselnden Mehrheiten arbeiten", kündigte Huste an, auch die CDU zu unterstützen, "wenn sie etwas Gutes macht."

    Rainer Jakobs fühlt sich und seine Wählergruppe bestätigt: "Das Meinungsbild in der Bevölkerung wurde richtig wahrgenommen", ist er sich sicher. "Wir wollen dicht an den Einwohnern bleiben. Nach dem Wahlkampf sei vor dem Wahlkampf. Jakobs und sein Team wollen sich mit Kreativität einbringen, um an einem lebenswerten Umfeld mitzuarbeiten. Dass dabei viel Überzeugungsarbeit im Stadtrat zu leisten ist, darüber sei er sich bewusst. Enttäuscht zeigte sich der Mann, der für mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung wirbt, über die geringe Wahlbeteiligung von 54,17 Prozent.

    Von unserer Redakteurin Beate Au

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