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    Bad Neuenahr

    Lebenserfahrung im Bewegungsbad

    Ein klares Bekenntnis für die Förderschulen, für eine ganzheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung gab gestern die Ministerin für Gesundheit, Soziales, Arbeit und Demografie, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, bei der Einweihung des neuen therapeutischen Bewegungsbades an der Levana-Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler ab.

    Der evangelische Pfarrer Karsten Wächter (links) und sein katholischer Kollege Peter Dörrenbächer segneten das neue therapeutische Bewegungsbad der Levana-Schule ein.
    Der evangelische Pfarrer Karsten Wächter (links) und sein katholischer Kollege Peter Dörrenbächer segneten das neue therapeutische Bewegungsbad der Levana-Schule ein.
    Foto: vollrath

    Mit rund 1,4 Millionen Euro haben der Kreis Ahrweiler und das Land Rheinland-Pfalz ein 8 mal 6 Meter großes Bewegungsbad finanziert, das den Schülern mit geistiger und körperlicher Behinderung eine neue Möglichkeit von Bewegung und Lernen schafft. Für Schulleiter Gerd Jung ein Meilenstein.

    Bei der von den Schülern gestalteten Einweihungsfeier war der Name Jung der am meisten genannte. Sowohl die Ministerin als auch Landrat Jürgen Pföhler lobten den Schulleiter als unermüdlichen und beharrlichen Streiter für die Schule und das Bad. Komplimente, die Jung gerne zurückgab. Er lobte den Landrat und alle Fraktionen im Kreistag, die stets ein offenes Ohr für die Bedürfnisse der Schüler im Kreis Ahrweiler hätten, die sonderpädagogische Betreuung bedürfen – und das trotz klammer öffentlicher Kassen. "Von daher ist es nicht selbstverständlich, dass uns vom Kreis 950 000 Euro und vom Land 420 000 Euro für das Bad bewilligt wurden."

    Jung unterstrich aber auch, wie wichtig es für die Schule und die Schüler sei, über eine solche Einrichtung zu verfügen. "Hier können unsere Kinder und Jugendlichen Erfahrungen machen, die für jene, die nur sitzen oder liegen können, gar von existenzieller Bedeutung sind. Für Jung ist der Bau des Bades ein grundsätzliches Bekenntnis für Schüler mit Handicap, der Zieleinlauf eines (Genehmigungs-)Marathons über sechs Jahre, für gelungene Lobbyarbeit und für neue Lebens- und Lernerfahrungen.

    Auch Schulelternsprecherin Barbara Deimling freut sich über die neue Einrichtung. Das war vor fünf Jahren, als sie aus Italien in den Kreis Ahrweiler kam, noch ganz anders. In Italien gibt es keine sonderpädagogischen Schulen, ein Bewegungsbad empfand sie damals als puren Luxus. Erst hier habe sie bei der Suche nach einer Einrichtung für ihre Tochter erkannt, wie wichtig eine gezielte Förderung sei. "Das Kind und seine ganzheitliche Entwicklung müssen im Mittelpunkt stehen, unabhängig von politischen Vorgaben", so Deimling. Ihr besonderer Dank galt den Vorgängern im Schulelternbeirat, deren Ernte die Schule einfahren dürfe. Ihr besonderer Dank galt auch den Lehrern, "die auf einzigartige und besondere Weise unseren Kindern Flügel verleihen. Und jetzt kommen noch Schwimmflügelchen dazu."

    Allen Kreisgremien und Behörden, die am Bau des Bewegungsbades mitgewirkt haben, dankte auch Landrat Pföhler. Seit 2009 investiere der Kreis in die Levana-Schule. Das Gebäude wurde energetisch saniert und um einen Erweiterungsbau ergänzt. Mit dem jetzt fertiggestellten Bad sei die Schule nun bestens ausgestattet. "Und weil das Bad auch von der Don-Bosco-Schule der Kindertagesstätte St. Hildegard und außerschulisch auch von der Lebenshilfe genutzt werden soll, ist es für Jürgen Pföhler "Inklusion im besten Wortsinne".

    Von unserem Redaktionsleiter Uli Adams

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