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    Landkreis braucht mehr altengerechte Wohnungen

    Studie des Pestel-Instituts sieht in wenigen Jahren einen hohen Bedarf an Immobilien für Senioren.

    Kreis Ahrweiler - Studie des Pestel-Instituts sieht  in wenigen Jahren einen hohen Bedarf an Immobilien für Senioren.

    Bereits in 15 Jahren werden im Landkreis Ahrweiler 3.430 altengerechte Wohnungen benötigt. Das geht aus einer aktuellen Regional-Untersuchung zur „Wohnsituation im Alter“ hervor. Damit haben Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft gemeinsam mit der IG BAU erstmals den Wohnbedarf älterer Menschen für die Kommunen in Deutschland ermittelt. Sie haben sich dazu in der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ zusammengeschlossen.

    Die vom Pestel-Institut durchgeführte Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass es im Landkreis Ahrweiler einen enormen Bedarf an seniorengerechten Wohnungen gibt. Das bedeute neben dem Sanieren für Senioren auch den Neubau von altengerechten Wohnungen. Denn ein Teil der Altbausubstanz lasse sich nicht mehr wirtschaftlich barrierearm umbauen: ohne Stufen in den Wohnungen und mit einem Aufzug im Haus.

    Das Pestel-Institut hat errechnet, dass es im Jahr 2025 im Landkreis Ahrweiler nahezu 20 Prozent mehr Haushalte mit einem Über-70-Jährigen geben wird als heute. Wenn man davon ausgehe, dass nur jeder Fünfte der dann 17.130 Senioren-Haushalte auf eine Wohnung ohne Barrieren angewiesen sei, müsse dringend saniert und neu gebaut werden – mit Türen, durch die ein Rollator oder Rollstuhl passt, und mit schwellenfreien Duschen. „Es kann nicht sein, dass ältere Menschen nur deswegen ins Heim müssen, weil sie zu Hause keine altengerecht ausgebaute Wohnung haben“, sagt Matthias Günther vom Pestel-Institut.

    Neben der Schaffung von altengerechtem Wohnraum sieht das Pestel-Institut im Landkreis Ahrweiler auch einen erheblichen Nachholbedarf bei der energetischen Gebäudesanierung. So weist die Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ auf den hohen Anteil älterer Bausubstanz im Landkreis Ahrweiler hin: Mehr als 24 Prozent aller Wohngebäude sind demnach Nachkriegsbauten, die bis Ende der 60er-Jahre errichtet wurden. „Es ist eine Mammutaufgabe, diese Bausubstanz zu sanieren. Hier stecken aber erhebliche Reserven, die Hausbesitzer und Wohnungseigentümer nutzen können, um Energie einzusparen“, so Matthias Günther.

    Die Situation in Städten und Landkreisen wie dem Landkreis Ahrweiler zeige, dass Förderprogramme wie das der staatlichen KfW-Bank zur CO2-Gebäudesanierung dringend notwendig seien. Hier – wie von der Bundesregierung geplant – zu kürzen, sei „umwelt- und baupolitisch ein völlig falsches Signal und kontraproduktiv“, sagt Dr. Ronald Rast, Koordinator der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“.

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