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    Kur AG plant spektakulären Neubau des städtischen Schwimmbades in Bad Neuenahr

    Bad Neuenahr-Ahrweiler - Ein marodes Schwimmbad auf der einen Seite, ein defizitäres Thermalbad auf der anderen: Jetzt überraschte die Aktiengesellschaft Bad Neuenahr mit einem Vorschlag, beide Problemkinder zu beiderseitigem Nutzen zusammenzubringen. Der Plan: ein spektakulärer Neubau im Herzen der Kurstadt.

    Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Lehrschwimmbecken unter einem begrünten Dach: So könnte das neue Hallenbad nach einem Entwurf des Bad Neuenahrer Architekturbüro Mertens aussehen (Grafik: H H Vision).
    Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Lehrschwimmbecken unter einem begrünten Dach: So könnte das neue Hallenbad nach einem Entwurf des Bad Neuenahrer Architekturbüro Mertens aussehen (Grafik: H H Vision).
    Foto: Architekturbüro Mertens

    Bad Neuenahr-Ahrweiler - Ein marodes Schwimmbad auf der einen Seite, ein defizitäres Thermalbad auf der anderen: Jetzt überraschte die Aktiengesellschaft Bad Neuenahr mit einem Vorschlag, beide Problemkinder zu beiderseitigem Nutzen zusammenzubringen. Der Plan: ein spektakulärer Neubau im Herzen der Kurstadt.

    Auf der Aktionärsversammlung stellte Kurdirektor Hans-Ulrich Tappe am Freitag  Pläne für einen Neubau des städtischen Sport- und Freizeitbades Twin vor. Standort wäre, sofern die Pläne verwirklicht werden, eine bisher unbebaute Fläche neben den Ahr-Thermen.

    Zur Erinnerung: Anfang 2009 waren Zweifel an der Statik des aus den 60er-Jahren stammenden Hallenbades aufgekommen, nachdem freiliegende rostige Stahlarmierungen entdeckt worden waren. Die Stadt reagierte mit dem Einziehen einer Stützwand und musste auf Druck der Grünen einräumen, dass bereits 2008 90 Baustützen dauerhaft zur Verstärkung eingesetzt worden waren, die alle drei Monate von einem Statiker überprüft werden. Der Bürgermeister der Kreisstadt hieß damals Hans-Ulrich Tappe.

    Sanierung oder Abriss? Diese Frage steht seither im Raum. Im Sommer 2009 gab die Stadt ein Gutachten in Auftrag, dass die Kosten einer Sanierung den Kosten eines Neubaus gegenüberstellen und herausarbeiten sollte, welche Lösung die wirtschaftlichere ist. Dies hatte der damalige Innenminister Karl Peter Bruch gefordert, um das Hallenbad in das Konjunkturprogramm II aufzunehmen.

    Für einen Neubau kursierten in der Öffentlichkeit bisher zwei mögliche Standorte: am Apollinarisstadion und am bisherigen Standort angrenzend an den Lennépark. Bereits Ende November vergangenen Jahres, so gab Tappe jetzt bekannt, bewarb sich die Kur AG mit einem dritten Standort. Zwischen Beethovenstraße und dem Gelände der Ahr-Thermen besitzt die Aktiengesellschaft ein rund 5000 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem das neue Hallenbad gebaut werden könnte. Bauherr wäre nicht die tief in die roten Zahlen geratene Kur AG, sondern die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, die das Grundstück pachten könnte.

    Gleichwohl war es der Kurdirektor, der jetzt detailliert ausgearbeitete Planskizzen vorstellte. Der heutige Kassenbereich der Ahr-Thermen soll demzufolge bogenförmig verlängert werden und so das Thermalbadehaus mit dem neuen Baukörper verbinden. „Der Erweiterungsbau entwickelt sich mit einem eleganten Schwung aus der Erde und orientiert sich formal am vorhandenen Zeltdachgebäude der Ahrthermen. Das neue Dach, begrünt und begehbar als Liegewiese, bietet mitten in reizvoller Umgebung ungewöhnliche Außenraumflächen für alle“, heißt es in einer Projektbeschreibung des Bad Neuenahrer Architekturbüro Mertens.

    Von dem Nebeneinander beider Bäder verspricht sich Tappe „eine Reihe von Synergie-Effekten“. An der gemeinsamen Kasse kann der Kunde entscheiden, welches Bad er besucht oder welche Angebote er kombiniert. Das neue Hallenbad bliebe diesen Plänen zufolge ein städtisches Bad, die Ahr-Thermen als 100-prozentige Tochter der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr übernähmen die Betriebsführung. Die Baukosten bezifferte Tappe nicht näher, doch er weiß: Im Haushalt der Kreisstadt sind für Sanierung oder Neubau des Hallenbades 9,6 Millionen eingestellt. Nach der Sommerpause will Tappe gemeinsam mit Bürgermeister Guido Orthen in Mainz für einen Landeszuschuss werben. In der zweiten Jahreshälfte sollen die Pläne in die städtischen Gremien gehen.

    Von unserem Redakteur Frieder Bluhm

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