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Kreisstadt

Köchemarkt im Kurpark: Deftiges kommt auch bei Hitze gut an

Celina de Cuveland

Auf knapp 30 Grad kletterten die Temperaturen, während es sich die Besucher des Köchemarktes im Neuenahrer Kurpark gut gehen ließen.

Die Gäste des Köchemarktes genossen bei warmem Wetter das ausgezeichnete Essen. Foto: Hans-Jürgen Vollrath
Die Gäste des Köchemarktes genossen bei warmem Wetter das ausgezeichnete Essen.
Foto: Hans-Jürgen Vollrath

Klar im Vorteil war, wer einen Schattenplatz unter einem Schirm ergattern konnte. Auch bei den Spitzenköchen aus dem Ahrtal, die die Gäste mit ihren Kreationen verwöhnten, lief der Schweiß in Strömen.

Trotzdem passten die Wärme und das hochkarätige Essen gut zusammen, man konnte beinahe glauben, im Urlaub an der Nord- oder Ostseeküste in einem schicken Restaurant gelandet zu sein. So wirkte es zumindest, wenn man auf die Tische schaute. Weißweingläser, wohin das Auge blickt und auch jede Menge Austern, hübsch drapiert auf ihren Tellern. „In diesem Jahr haben wir noch mal mehr Austern mitgenommen als in den vergangenen Jahren“, berichtet Konstantin Redekop von Rungis Express, dem Lebensmittel-Großhandelsunternehmen in Meckenheim, das die Austern auf dem Köchemarkt anbot. 2200 Stück waren für die Besucher reserviert. „Bei dem Wetter sind Austern natürlich eine ideale Spezialität. Sie sind schön kalt und erfrischend“, erklärt Redekop. „Die Nachfrage wächst, die Leute sind neugierig und probieren auch Austern, wenn sie noch keine gegessen haben.“

Außer auf Austern hatten es die Besucher ansonsten tatsächlich hauptsächlich auf deftige Gerichte abgesehen, trotz der Hitze. Sternekoch Hans Stefan Steinheuer verriet: „Die Gäste essen bei uns am liebsten den geschmorten Rehsauerbraten mit Kirschen, Knödel und Wirsing. Den gibt es schon seit über 30 Jahren bei uns. Und auch die Wachtelvariation mit Cassis und Apfelsalat gehört zu den Rennern.“ Die Herausforderung für die Köche bestünde hauptsächlich darin, das Essen vor Ort frisch zuzubereiten. Obwohl in den Pavillons viele spezielle Küchengeräte aufgebaut wurden, sei es doch immer wieder etwas anderes, im Kurpark zu kochen anstatt in der gewohnten Restaurantküche.

Petra Schulten und ihre Freundin Louise van der Heide sind extra aus Bonn nach Bad Neuenahr gekommen, um sich die Köstlichkeiten schmecken zu lassen. Auch sie essen gern mal deftig bei der Wärme. Auf ihren Tellern: Geschmorter Kalbstafelspitz mit Pfifferlingen, Spätburgunderjus und getrüffeltem Kartoffelpüree, zubereitet vom Team des GLC Golfclubs am Köhlerhof. „Die letzten Tage gab es bei uns immer Salat“, berichtet Schulten. „Und wir lieben einfach guten Kalbstafelspitz, Trüffel mag ich auch besonders gern und Pfifferlinge sind immer fein.“ Aber auch der karamellisierte Ziegenkäse mit Feldsalat und Trüffelhonig vom Restaurant Freudenreich kam sehr gut an. Und beim Pavillon des Jagdhaus' Rech lief das Hirschfilet am besten. Chefin Marina Bitzen erklärt: „So schwer liegt dieses Gericht nicht im Magen.“ Ihre Herausforderung lag vor allem darin, den Weißwein kalt zu kalten bei der Wärme. Dabei half Trockeneis mit bis zu minus 160 Grad. Und während die Gäste im Kurpark Glas um Glas des guten Weißweines lehrten, hieß es für die Köche und vielen Helfer vor allem: Viel Wasser trinken.

Von unserer Mitarbeiterin
Celina de Cuveland

Bad Neuenahr-Ahrweiler
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