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Waldorf

Kirmes sorgt in Waldorf für fünf tolle Tage

Je kleiner der Ort, desto größer die Feste. Dies wurde einmal mehr bei der Sankt Remaklus Kirmes in Waldorf deutlich. Auch wenn der beschauliche Ort am Vinxtbach gerade einmal 930 Einwohner zählt, so gönnt man sich eben dort doch immer noch fünf Tage Kirmes – mit vollem Programm, guter Unterhaltung und einem spannenden Schießwettbewerb samt anschließendem Königsball zum Abschluss.

Für die kleinen Kirmesbesucher in Waldorf noch immer ein großer Spaß: die Fahrt auf dem Karussell.
Für die kleinen Kirmesbesucher in Waldorf noch immer ein großer Spaß: die Fahrt auf dem Karussell.
Foto: wet

Es sind die Junggesellen, deren Vereinswurzeln bis in das Jahr 1738 zurückreichen, die für die Kirmes in Waldorf verantwortlich zeichnen. Auch wenn der Verein mit seinen aktuell rund 70 Mitgliedern auf eine lange Geschichte blicken kann, so zeigt man sich hinsichtlich der Gleichberechtigung auf der Höhe der Zeit. Denn seit mehreren Jahrzehnten schon darf auch das weibliche Geschlecht nicht nur in die Reihen der Aktiven mit eintreten, sondern zudem auch den Vorsitz übernehmen. "Seit Karfreitag stehe ich an der Spitze des Vereins. Abgesehen vom Königsschießen, an dem nur die Männer teilnehmen, haben wir die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten", erklärt Greta Plath. Sie ist nach Verena Reuter und Maxi Bruder übrigens die dritte Frau, die an die Spitze des Junggesellenvereins gewählt wurde.

Bei der letzten "Männerdomäne", dem Königsschießen am Kirmesdienstag, übertrafen sich die Waldorfer Junggesellen in puncto Spannung einmal mehr selbst: Den ersten Schuss mit dem Luftgewehr durfte Altkönig Patrick Beutgen abgeben, dann aber waren die neuen Titelaspiranten an der Reihe. Zu Ehren kamen dabei Mike Nachtsheim (rechter Flügel), Benjamin Gehrke (Schwanz) sowie Aaron Lang. Dieser befreite den Vogel nicht nur vom linken Flügel und dem Kopf, sondern holte letztlich mit dem 150. Schuss um 17.50 Uhr den Rumpf von der Stange. Nach einem kurzen Moment der Ruhe folgten Jubel, Gratulation und auch das Zeichen der Würde: die Königskette.

Mit einem Dämmerschoppen und Musik waren die Junggesellen am Freitagabend in das fünftägige Kirmestreiben gestartet. Auf dem Platz vor der Vinxtbachhalle hatten die Kleinen ihren Spaß auf dem Karussell, zeigten Treffsicherheit am Schießstand oder suchten das Glück an der Losbude. Im fackelbeleuchteten Festzug ging es am Samstagabend zur ersten von gleich mehreren Runden durch den Ort, ehe Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten mit dem Fassanstich die Kirmes offiziell eröffnete und die MSB-Show-Band für Stimmung in der Halle sorgte.

Nach einer kurzen Nacht standen am Sonntag zunächst das musikalische Wecken, das Frühstück beim Bürgermeister sowie der Besuch des Festgottesdienstes, zelebriert von Pastor Günter Marmann, auf dem Programm, ehe in der Vinxtbachhalle weitergefeiert wurde. Zum bayerischen Abend war es dann die junge Formation Klangschall, Franziska Rausch, Lars und Nick Nachtsheim sowie Noah Flöck – die Jungen kommen alle drei aus Waldorf -, die die Kirmesgäste mit Rock, Pop und "kölschen Tön" unterhielt.

Mit dem Trinkzug am frühen Dienstagabend durch den Ort – zielstrebig wurden das Haus des neuen Königs sowie das Domizil von Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten zwecks "Stärkung" angesteuert – und dem festlichen Königsball in der Vinxtbachhalle zur Musik der Rhein-Ahr-Spatzen wurde der Ausklang der Kirmes bis tief in die Nacht hinein gefeiert. Ganz getreu dem Motto: kleiner Ort, große Feier.

Von unserem Mitarbeiter Andreas Wetzlar

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