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Leimbach

Kirche in Leimbach: Statt Abriss nun die Rettung

Gabi Geller

Abriss oder Rettung? Lange Zeit war ungewiss, wie es ausgehen würde für das kleine Gotteshaus in Leimbach. Denn dass Kirchen aufgegeben werden und dem Erdboden gleich gemacht, ist in Deutschland keine Ausnahme mehr. Jetzt ist die Zukunft der einzigen Kirche in Leimbach geklärt.

Das Banner an der Matthias-Kapelle hat geholfen: Ein anonymer Spender hilft bei der Rettung der kleinen Kirche in Leimbach. Foto: Werner Dreschers
Das Banner an der Matthias-Kapelle hat geholfen: Ein anonymer Spender hilft bei der Rettung der kleinen Kirche in Leimbach.
Foto: Werner Dreschers

Die Matthias-Kapelle wird saniert und nicht abgerissen. Sämtliche Entscheider, angefangen vom Bischöflichen Generalvikariat in Trier bis zur Kreisverwaltung Ahrweiler, haben die dafür notwendigen Genehmigungen erteilt. Nun stehen die Ausschreibungen an. Wenn alles gut läuft, kann in der kleinen Kapelle Ende 2018 wieder ein Gottesdienst gefeiert werden.

Die geschätzten Sanierungskosten von 60.000 Euro, von denen im Jahre 2013 die Rede war, sind inzwischen auf gigantische 224.500 Euro angewachsen. Davon übernimmt das Bistum Trier 122.000 Euro. Den verbleibenden Eigenanteil von 102.400 Euro stemmt der „Förderverein Matthiaskapelle“. Eine große Aufgabe für den Verein mit rund 60 Mitgliedern. Mehrere Benefizveranstaltungen brachten Geld in die Kasse, aber es war vor allem ein anonymer Großspender, der das Sanierungsprojekt mit mehreren Zehntausend Euro unterstützt. „Er kommt aus dem Ruhrgebiet und wurde durch das Banner an der Kapelle dazu angeregt, uns zu helfen“, berichtet Norbert Becker, Vorsitzender des Fördervereins. Das besagte Banner „Abriss oder Rettung“ hing seit Gründung des Fördervereins 2013 über dem Eingang der Kapelle und ist kaum zu übersehen, denn das 1835 erbaute kleine Gotteshaus liegt in einer Kurve an der viel befahrenen B 257 mitten in Leimbach.

Nach einem Deckeneinsturz 2009 war das Kirchlein gesperrt worden und drohte zu verfallen. Dank des Fördervereins ist diese traurige Aussicht nun gebannt. Man ließ sich nicht entmutigen, selbst als während der Abrissarbeiten im Dachstuhl immer neue Schäden sichtbar wurden und damit die zu erwartenden Sanierungskosten stiegen. „Als die Balken zum Vorschein kamen, konnten die Experten nur die Hände überm Kopf zusammenschlagen“, erinnert sich Becker. Im 600-Seelen-Ort Leimbach aber hatte man sich entschieden: Unsere Matthias-Kapelle wird erhalten, auch wenn es teurer wird. So viel Gottvertrauen wurde belohnt.

Wie geht es nach den Ausschreibungen weiter? Der Schwerpunkt der Sanierung liegt im Dachbereich. Dachstuhl und Eindeckung werden vollständig erneuert. Nur der Dachreiter mit dem Geläut bleibt erhalten. Die bisherige Decke zum Dachraum wird aus Kostengründen nicht wiederhergestellt. Daher wird die Kapelle in Zukunft einen offenen Dachstuhl haben. Das Mauerwerk soll ein Ringbalken aus Stahlbeton sichern. Anschließend gehen die Arbeiten im Innenraum weiter. „Mal sehen, wie der Altar das überstanden hat“, überlegt Norbert Becker. Denn der stand mehrere Jahre mit Holzbrettern geschützt im Kapellenraum. Rund 20.000 Euro fehlen dem Förderverein in der Summe des Eigenanteils. Hier springt die Kirchengemeinde Adenau ein und streckt das Geld vor. „Im Laufe der Zeit wird es durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Veranstaltungserlöse abgegolten“, erklärt Pfarrer Rainer Justen.

Spenden nimmt der Förderverein entgegen unter folgendem Konto bei der Kreissparkasse Ahrweiler IBAN: DE 31577513100000214

Von unserer Mitarbeiterin
Gabi Geller

Bad Neuenahr-Ahrweiler
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