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Ahrweiler

Kinderpornos: 52-Jähriger aus Ahrkreis erneut verurteilt

Wegen seiner pädophilen Neigungen wurde ein 52-jähriger Mann aus Bad Neuenahr-Ahrweiler jetzt schon zum dritten Mal verurteilt.

Kinderpornos: 52-Jähriger aus Ahrkreis erneut verurteilt.
Kinderpornos: 52-Jähriger aus Ahrkreis erneut verurteilt.
Foto: dpa

Von unserem Mitarbeiter Horst Bach

Das Schöffengericht Ahrweiler verurteilte den bereits einschlägig vorbestraften Maurer gestern dafür zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren. Wegen des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischer Dateien erhielt er bereits im Januar 2012 eine Bewährungsstrafe. Und weil sich das zweite Geschehen innerhalb der laufenden Bewährungsfrist ereignete, droht ihm der Widerruf und damit der Nachschlag von 18 Monaten Gefängnis. Der Austausch von Tausenden kinderpornografischen Bildern und Videos mit Gleichgesinnten auf einer Internetplattform wurde ihm erneut nachgewiesen.

Die unliebsame Haft für einen Kinderschänder kennt der Kreisstädter bereits aus früheren Jahren. Denn 1994 gab es für den Angeklagten schon die erste Verurteilung wegen des sexuellen Missbrauchs seiner damals erst vierjährigen Stieftochter. 21 Monate Gefängnis notierte damals das Amtsgericht Ahrweiler.

Ins Visier der Ermittler war das neuerliche illegale Treiben des Maurers durch einen E-Mail-Kontakt zu einem Pädophilen in Süddeutschland gekommen. Der Zufallsbekanntschaft hatte er kinderpornografische Bilder und Ratschläge für den Umgang auf einer Internet-Tauschplattform übermittelt. Gegen diesen Pädophilen ermittelte bereits das Landeskriminalamt. Denn auch er hatte sich über ein Netzwerk mit Geistesverwandten kriminell ausgetauscht. Die E-Mail des Maurers aus Ahrweiler nebst sichergestellten kinderpornografischen Dateien führten die Beamten letztendlich wieder zum Ehemann in die Kreisstadt. Ein Umstand, der den 52-jährigen Maurer verblüffen ließ. Denn in dem Kontaktschreiben mit den gleich gesinnten Süddeutschen hatte er eigens darum gebeten: "Meine Mail bitte sofort nach Kenntnisnahme löschen.".

Spätestens im November 2012, demnach nur rund zehn Monate nach der zweiten Verurteilung, begann der 52-Jährige erneut, pornografische Bilder von kleinen Kindern aus dem Netz herunterzuladen und für den Tausch anzubieten. Insgesamt 28 Tatvorwürfe standen dieses Mal in der Anklageschrift, die sich auf die Verteilung einer großen Anzahl von Kinderpornobildern bezog. Bei einer Hausdurchsuchung im Januar 2013 konnten auf dem Computer noch 132 abgespeicherte Bilddateien sichergestellt werden. "Viele Bilder hatte ich aber schon Ende Dezember von meinem Computer gelöscht. Ich kann gar nicht verstehen, wie man diese wieder hochladen konnte", befand der Beschuldigte, bevor er sich reumütig einige Tränen aus den Augen wischte.

Viele Dateien konnten die ermittelnden Spezialisten der Kriminalpolizei tatsächlich rekonstruieren. Inhalte waren dabei nicht nur Nacktfotos von jungen Mädchen deutlich unter 14 Jahren, sondern auch Abbildungen und Videos über sexuellen Missbrauch von Kleinstkindern. All diese Dateien wurden über eine Internettauschbörse verbreitet. "Geld hat es nicht dafür gegeben", erklärte der Angeklagte. Allein am 2. Dezember 2012 habe der Angeklagte 377 illegale Bilder und Videos heruntergeladen, führte Richter Gerald Prinz an. "Anschließend haben 16 952 Nutzer Zugriff genommen", gab Richter Prinz später Einblicke in die Ermittlungen.

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