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    Leimersdorf

    Kein leichtes Spiel: Dieser Raum hat es in sich

    Seit Mai dieses Jahres betreiben Tobias Rebinski, Viktor Kröker und Markus Frankreiter das Rätselspiel Escape-Room in Leimersdorf. Zusammen mit Rita Tupala haben sie den großen Saal der alten Dorfkneipe in einen Maya-Tempel verwandelt.

    Foto: de Cuveland Celi

    Auf den Grips kommt es an. Auf Teamfähigkeit und logisches Denken. Und ein bisschen Glück braucht es auch. Dann ist man innerhalb einer Stunde aus dem Escape-Room in Grafschaft-Leimersdorf entkommen. Das schafft aber längst nicht jeder. In dem Raum ist es dämmrig. Mithilfe von überlebensgroßen Statuen, Wandmalereien und gruseligen Dschungelgeräuschen entsteht die perfekte Illusion, in einem Maya-Tempel gelandet zu sein. Dabei ist man mitten in Leimersdorf.

    Tobias Rebinski, Viktor Kröker und Markus Frankreiter haben viel Zeit investiert, um diese Illusion so perfekt zu machen. Seit Mai dieses Jahres betreiben sie das Rätselspiel Escape-Room (wörtlich: Fluchtraum) in Leimersdorf, bei dem es darum geht, innerhalb einer vorgegebenen Zeit die Tür eines Raumes zu öffnen. Um das zu schaffen, müssen die Spieler, im Fall des Grafschafter Escape-Rooms sind das drei bis sechs Personen, Rätsel lösen, Mechanismen auslösen, Aufgaben knacken und verschiedene Arten von Schlössern entriegeln. Der Schwierigkeitsgrad von Escape-Rooms variiert, den 36 Quadratmeter großen Raum in Leimersdorf schätzt Frankreiter als eher anspruchsvoll ein. Jede zweite Gruppe schaffe es nicht, innerhalb der vorgegebenen Zeit den Raum zu verlassen, sagt er und ergänzt grinsend: „Ich bin gespannt, wann die erste Ehe in unserem Escape-Room kaputt geht.“

    Eine Besonderheit hat das Konzept: Die Escape-Room-Entwickler haben sich mit Rita Tupala zusammengetan. Die Wirtin der Leimersdorfer Kneipe wollte frischen Wind in ihr Lokal bringen und die drei Unternehmer suchten eine Lokalität für ihren Escape-Room. Entstanden ist eine Eventgastronomie, der kleine Saal wurde zum Escape-Room umgebaut. „Dass es die Leimersdorfer Kneipe nicht mehr gibt, stimmt so also nicht“, berichtet Tupala. „Wir haben nur ein neues Konzept entwickelt. Wir sind jünger, individueller und kreativer.“

    Für Firmen, die den Escape-Room für ihre Weihnachtsfeiern oder Teamfeste buchen, ist die Kombination aus Spiel und Gaststätte praktisch. „Oft kommen die Spieler von weiter weg in die Grafschaft, wir hatten zum Beispiel schon mal Gäste aus Leverkusen“, erzählt Rebinski. „Da es hier im ländlichen Raum nicht möglich ist, mal schnell zum nächsten Restaurant zu laufen, geht unser Konzept auf. Wenn mehrere Gruppen hintereinander das Spiel spielen, können die anderen währenddessen gemütlich zusammensitzen, etwas essen oder trinken.“ Der Gastraum wurde optisch an das Motto des Escape-Rooms angepasst.

    Escape-Rooms gibt es aber auch mit ganz anderen Themen: Die Räume können im Stil eines alten Kaminzimmers gehalten sein, es gibt einen Sherlock-Holmes-Escape-Room, der anmutet wie das Wohnzimmer des britischen Superdetektives, und einen Steampunk-Escape-Room, bei dem mit metallischen Oberflächen und Mechaniken gearbeitet wird. Für ihren Raum haben sich Rebinski, Kröker und Frankreiter etwas anderes ausgedacht. Das Volk der Maya hat es ihnen angetan. Deshalb heißt der Raum auch „Tikal“, nach der antiken Stadt der Maya in den Regenwäldern des nördlichen Guatemala.

    „Uns war wichtig, dass der Raum authentisch wirkt“, erklärt Frankreiter. „Die Symbole, die wir verwendet haben, stammen aus alten Mayakalendern. Die Geschichte ist schlüssig und wir möchten, dass die Spieler neben dem Spaß auch etwas über die Kultur der Maya erfahren können.“ Bevor eine Gruppe den Raum betreten darf, führt einer der Betreiber sie in die Thematik ein. Die Spieler erhalten den Spielzubehör wie eine Laterne, eine Mappe mit Dokumenten und einen Laserpointer.

    Die Betreiber des Grafschafter Escape-Rooms planen, im Frühjahr 2018 einen weiteren Raum in dem Gebäude in Leimersdorf zu eröffnen. Thematisch soll sich dieses zweite Spiel eher um Piraten drehen, der Raum kann als weiterführende Variante des ersten Raumes gespielt werden. Während das Gasthaus täglich geöffnet hat (montags ist Ruhetag), ist der Grafschafter Escape-Room nur am Wochenende und in der Weihnachtssaison (November bis einschließlich Januar) nach persönlicher Absprache für Feiern an Wochentagen buchbar. Teilnehmen kann jeder, der älter als 14 Jahre ist.

    Mehr Informationen gibt es auf www.excape-haus.de oder www.escaperoomgames.de/excape-haus-grafschaft.

    Von unserer Reporterin
    Celina de Cuveland

    Sicherheit geht vor Spielspaß

    Wer Angst bekommt, dass er aus dem Grafschafter Escape-Room wirklich nicht mehr herauskommt, kann jederzeit durch eine Fluchttür aus dem Raum heraustreten. Dass jemand Panik in dem Raum bekommen hat, sei bislang aber noch nicht vorgekommen, so Betreiber Tobias Rebinski. Ein Spielleiter beobachtet vom Gastraum aus zudem die Vorgänge im Raum über eine Kamera und kann jederzeit eingreifen.

    Ab und an gibt er auch mal Hinweise, wenn eine Gruppe wirklich nicht weiter weiß. dcc

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