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    Institut: Altersarmut im Kreis Ahrweiler steigt drastisch

    Viele Rentner im Kreis Ahrweiler werden sich ihre jetzigen Wohnungen künftig nicht mehr leisten können. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Pestel-Instituts aus Hannover.

    Von einer bis 2020 drastisch steigenden Altersarmut im Kreis Ahrweiler geht das Pestel-Insitut in Hannover aus.
    Von einer bis 2020 drastisch steigenden Altersarmut im Kreis Ahrweiler geht das Pestel-Insitut in Hannover aus.

    Kreis Ahrweiler - Viele Rentner im Kreis Ahrweiler werden sich ihre jetzigen Wohnungen künftig nicht mehr leisten können. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Pestel-Instituts aus Hannover.

     


    Das Institut versteht sich als Forschungsinstitut und Dienstleister für Kommunen, Unternehmen und Verbände. Seit 35 Jahren unterstützt es diese mit Analysen, Befragungen und Modellrechnungen unter anderem in den Bereichen, Regionalentwicklung, Wohnungsmärkte, Stadt- und Gemeindeentwicklung. Die jetzt veröffentlichte Untersuchung erfolgte im Auftrag der Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“. Darin haben sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), der Bundesverband Baustoff-Fachhandel (BDB) und die Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) zusammengeschlossen.
    Das Institut prognostiziert eine erheblich zunehmende Altersarmut. Demnach werden im Jahr 2020 rund 800 Rentner im Kreis Ahrweiler auf die staatliche Grundsicherung angewiesen sein. Das entspräche einer Steigerung um 78,9 Prozent in den kommenden Jahren. „Das soziale Netz wird die meisten 55- bis 65-Jährigen, die heute von Hartz IV leben, im Rentenalter auffangen müssen. Wir werden damit auch im Ahrkreis einen deutlichen Anstieg der Altersarmut erleben“, sagt Matthias Günther vom Institut in Hannover.
    Immer mehr Menschen mit gebrochenen Erwerbsbiografien gingen in Rente. Phasen von Arbeitslosigkeit, Niedriglöhne und dauerhaft geringfügige Beschäftigungen seien dabei für sinkende Rentenbezüge verantwortlich. Ebenso eine geringe oder keine Altersvorsorge bei vielen Selbstständigen.
    Gemessen am Bundesdurchschnitt stuft das Pestel-Institut die zu erwartende Altersarmut im Kreis für 2020 als „erhöht“ ein. Im Fokus der Berechnungen steht das bezahlbare Wohnen im Alter. „Wenn die Altersarmut im Kreis zunimmt, müssen wir über neue Wohnformen nachdenken. Das heißt konkret: kleinere, energieeffiziente und altengerechte Wohnungen für Senioren. Das spart Miete und Heizkosten“, so Matthias Günther. Bezahlbar seien für viele ältere Menschen, die alleine lebten, nur noch Wohnungen mit 30 bis 40 Quadratmetern. Um den AW-Kreis auf das Seniorenwohnen vorzubereiten, müsse in erheblichem Maße neu und umgebaut werden. Andernfalls drohe eine „graue Wohnungsnot“   und damit die soziale Ausgrenzung Älterer beim Wohnen.
    Immerhin werde die Zahl der Rentner im Kreis bis 2020 um 7,2 Prozent auf dann mehr als 31 300 steigen. Der Großteil der Senioren hat, so die Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“, ein Interesse daran, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu wohnen. „Es macht also Sinn, für Wohnformen zu sorgen, die es älteren Menschen erlauben, weitgehend selbstständig im Alltag klarzukommen“, sagt Matthias Günther. Hier seien Häuser mit kleinen Wohn-Appartements die ideale Lösung. „Die älteren Menschen können sich dabei gegenseitig im Alltag unterstützen und einen Teil ihrer Zeit gemeinsam verbringen   etwa in Gemeinschaftsräumen oder einer Gemeinschaftsküche“, so Günther.

     

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