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Schuld

Im Grünen schlau gemacht

Kommunalpolitiker entscheiden manchmal am „grünen Tisch“. Sie machen sich gelegentlich aber auch direkt im Grünen schlau. So stand der neu angelegte „Geologiepfad“ im Mittelpunkt eines Waldbegangs im Forstrevier Schuld.

Schuld – Kommunalpolitiker entscheiden manchmal am „grünen Tisch“. Sie machen sich gelegentlich aber auch direkt im Grünen schlau. So stand der neu angelegte „Geologiepfad“ im Mittelpunkt eines Waldbegangs im Forstrevier Schuld.

Im Forstrevier Schuld sind die Gemeinden Schuld, Insul, Dümpelfeld, Sierscheid, Harscheid und Winnerath sowie die Pfarreien Schuld und Reifferscheid zusammengeschlossen. Revierförster Olaf Oldenburg führte die Teilnehmer rund vier Kilometer entlang des neu angelegten Waldparcours'.
Die strecke ist an elf ausgesuchten Standorten mit Informationstafeln zum Thema Geologie ausgestattet. Zahlreiche Mitglieder der neuen Gemeinderäte nahmen an der Exkursion teil und ließen sich von Förster Oldenburg und dem Leiter des Adenauer Forstamtes, Martin Kaiser, ausführlich über den Forst und seine Bewirtschaftung informieren. Angefangen von der Waldgeschichte über den Wegebau und die Holzernte bis zum Borkenkäferproblem und dem heute praktizierten modernen Waldbau erläuterte Oldenburg das komplexe Thema Wald und zeigte die unterschiedlichen Waldnutzungsformen auf.
Die Orts- oder Kirchengemeinden als Waldbesitzer müssen auch die Sicherheit im Blick haben und entsprechende Vorsorge auf ausgezeichneten Waldwegen wie dem „Geologiepfad“" treffen. Forstamtsleiter Martin Kaiser erläuterte die Gefahr, die von morschen Bäumen und starken, abgestorbenen Ästen ausgehen kann.
Weiter berichtete Oldenburg über die Windwurfschäden des Jahres und den Stand der Holzaufarbeitung sowie des Verkaufes. Unter dem Motto „Nadelholz brennt“ wurden die Teilnehmer über den Heizwert von Nadelholz im Vergleich zu anderen Hölzern aufgeklärt. Als Vergleichsgröße nutzte Oldenburg den Heizölverbrauch in Relation zum Raummeter. Demnach ersetze Nadelholz ca. 170 Liter Heizöl, Laubholz ca. 220 Liter, zudem sei Nadelholz sehr viel preisgünstiger.
Zum Thema Waldschädlinge konnte Oldenburg aus der Rinde eines lange gelagerten Fichtenstammes einen Buchdrucker hervorholen und den „Winzling mit verheerender Wirkung“ zwecks Anschauung herumreichen. Schädlingsprobleme entstünden vor allem dort, wo Monokulturen vorherrschten und nicht ausreichend durchforstet würde, erklärte Oldenburg. Im Anschluss an die informative Wandertour wurde der Gedankenaustausch fortgesetzt beim gemeinsamen Grillen auf der Martinshütte. ⋌(gg)

Bad Neuenahr-Ahrweiler
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