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Ahrweiler

Heiße Kritik: Verbot verärgert Junggesellen

Die Junggesellen der Oberhut haben am Martinsabend mit ihrem Schaubild für Verwirrung bei vielen Zuschauern gesorgt.

Das große Schaubild der Oberhut-Junggesellen war am Martinstag weithin sichtbar. Foto: Vollrath
Das große Schaubild der Oberhut-Junggesellen war am Martinstag weithin sichtbar.
Foto: Vollrath

Drei der vier Huten – Ahrhut, Niederhut, Adenbachhut – widmeten ihre flammenden Schaubilder den Ursulinen, die nach fast 180 Jahren den Kalvarienberg und die Stadt Ahrweiler verlassen haben. Die Junggesellen der Oberhut griffen ein kontroverses Thema auf, das ihnen wohl auf den Nägeln brennt. Sie kombinierten die gereimten Textzeilen: „Statt Hutenfackel und süssem Brot gibt es vom Ausschuss Zugverbot“ mit einem flammenden Verbotsschild.

Da fragte sich so mancher Besucher: Was meinen die damit? Stefan Schmitz, einer der Oberhut-Junggesellen, erklärt: „Wir, und zwar die Junggesellen aller vier Huten, dürfen nach Anordnung des Martinsausschusses nicht mit unserer Hutenfackel im Zug mitlaufen. Angeblich machen wir den Kindern Angst. Dabei haben wir mit den Schanzenmännchen Grundschüler dabei.“ Zum Hintergrund: Die Junggesellen der vier Ahrweiler Huten bereiten traditionsgemäß jährlich zum Martinstag vier riesige, brennende Schaubilder in den Weinbergen rund um Ahrweiler vor, die sie einem aktuellen Thema widmen und kontrolliert abbrennen lassen.

Der Slogan der Junggesellen der Oberhut stimmt in diesem Jahr allerdings nur teilweise, wie Klaus Mührel, Vorsitzender des Martinsausschusses, erklärt. Die Hutenfackel ist keinesfalls aus dem Ahrweiler Laternenzug verbannt. Der Martinsausschuss beschloss 2016 besagte Änderungen. Demnach darf die Hutenfackel von den Schanzenmännchen am Ende des Kinderfackelzuges – nicht mitten unter den Schulkindern – hinter der letzten Musikkapelle und vor der Feuerwehr getragen werden. Ein Hutenfackelverbot sei also unzutreffend, erläutert Mührel.

Die Schanzenmännchen sind selbst noch im Kindesalter. Aktive Junggesellen aber sollen beim Kinderfackelzug nicht mitmachen. Grund ist, dass immer mehr Eltern sich beschwert hatten, dass die Junggesellen, wenn sie mitten im Laternenzug liefen, mit ihrem bisweilen enthemmten Benehmen die Kinder verängstigten. Und die Martinslieder der Schulkinder wurden ebenfalls oft übertönt. „Schlachtgesänge gehören beim Martinsbrauchtum dazu. Aber sie passen nicht in den Kinderfackelzug“, findet Mührel, und fügt hinzu: „Wir werden das Thema bei der Nachschau-Sitzung des Martinsausschusses am 30. Januar noch einmal mit allen Beteiligten besprechen. Und wir werden eine Lösung finden.“

Von unserer Mitarbeiterin
Gabi Geller

Bad Neuenahr-Ahrweiler
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