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Großes Interesse am Thema Ganztagsgrundschule

Bad Neuenahr-Ahrweiler – In fast 90 Prozent der Verbandsgemeinden und verbandsfreien Gemeinden im Land ist auf Antrag der Kommunen inzwischen mindestens eine Ganztagsgrundschule etabliert. In der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler fehlt bisher ein solches Angebot.

Das war Anlass für die Landtagsabgeordnete Petra Elsner (SPD), gemeinsam mit Staatssekretärin Vera Reiß aus dem rheinland-pfälzischen Bildungsministerium am Montag zu einem Informationsabend nach Bad Neuenahr einzuladen. Gut 50 Parteifreunde, aber auch Bürgermeister Guido Orthen sowie zahlreiche Pädagogen der Grundschulen und Kinderhorte kamen, um sich Informationen über Möglichkeiten und Chancen aus erster Hand zu holen.

Elsner erklärte einleitend, dass sich die Strukturen in den Familien dahin verändert hätten, dass viele Mütter berufstätig seien und sich ständig um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sorgen müssten. Ihr sei von vielen Betroffenen immer wieder der Wunsch nach einer Ganztagsgrundschule in der Kreisstadt angetragen worden. „Unser Ziel muss es sein, die Palette der Schulformen auch bei uns um dieses Erfolgsmodell zu erweitern“, so Elsner. Staatssekretärin Vera Reiß berichtete, dass im Land bereits etwa 64 205 Grundschulkinder, das sind 35,5 Prozent, eine Ganztagsschule (GTS) besuchen. In 187 von 212 Verbandsgemeinden oder verbandsfreien Gemeinden sei diese Schulform bereits erfolgreich eingeführt. Es sei Voraussetzung, dass Schulträger, Lehrer, Eltern und Kinder an einem Strang zögen, um die GTS zu einem Erfolg werden zu lassen. Nur wenn alle Voraussetzungen stimmen würden und ein entsprechender Antrag gestellt sei, erteile das Ministerium eine Genehmigung.

Notwendung sei eine verbindliche Entscheidung von mindestens 36 Eltern, ihre Kinder mindestens ein Jahr in der GTS zu belassen. Die Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen, die passende Schülerbeförderung und ein umfassendes Organisationsmodell werden vorausgesetzt. Das von Schulträger, Lehrkörper und Eltern gemeinsam zu erarbeitende Organisationsmodell müsse den Unterricht im vorgeschriebenen Umfang, unterrichtsbezogene Ergänzungen, themenbezogene Vorhaben und Projekte, eine Förderung der Kinder und ausreichende Freizeitgestaltung beinhalten. „Das von acht bis 16 Uhr reichende Programm ist kein Rundum-Sorglospaket für die Eltern, ihre engagierte Mitarbeit ist notwendig“, so die Staatssekretärin. Aber nicht nur diese seien gefordert. Kirchen, Sportvereine, Musikschulen bis hin zum Technischen Hilfswerk (THW) müssten in das Programm einbezogen werden.

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