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    Kreis Ahrweiler„EnAHRgie“ soll Energiewende unterstützen

    Das Forschungsprojekt „EnAHRgie“ stand bei der jüngsten Kreistagssitzung auf der Tagesordnung. Koordinator Dr. André Schaffrin von der Europäischen Akademie skizzierte Struktur und Arbeitsinhalte des Vorhabens im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), das die Energiewende im Kreis Ahrweiler begleiten soll. Bis 2030 will der Kreis seinen Strom bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien decken.

    Symbolbild: dpa
    Symbolbild: dpa

    Gleichzeitig sollen das Forschungsprojekt aber auch als Musterbeispiel für alle anderen Kreise und Kommunen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland dienen. Mit 3,3 Millionen Euro wird das Projekt gefördert. 171 600 Euro fallen rechnerisch auf den Kreis. Er bekommt diese aber zu 100 Prozent gefördert.

    „Wir haben im Ahrkreis nicht wie andere Kreise die Möglichkeit, einfach Windräder aufzustellen. Also wie machen wir die Energiewende?“, fragte Landrat Jürgen Pföhler. Die Probleme betreffen nicht nur technische Fragen, sondern auch Auflagen im Landschafts- und Naturschutz, die den Kreis in seinen Möglichkeiten eingrenzen. So soll der Kreis den ehrgeizigen Weg der Energiewende jetzt für mehrere Jahre mit wissenschaftlicher Begleitung gehen –als Modellregion und Beispielgeber.

    Noch viele Möglichkeiten sind ungenutzt. Der Kreis sowie auch die teilnehmende Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler haben zur Unterstützung jeweils eigens zusätzliche Stellen neu geschaffen, die aber beide vollständig aus dem Projektfördertopf des BMBF finanziert werden. Vom Kreis wird erwartet, dass er das Projekt „EnAHRgie“ tatkräftig unterstützt und vielfältige Daten zur Auswertung zur Verfügung stellt.

    „Wir versprechen uns Lösungsmöglichkeiten für unser für 2030 gesetztes Ziel“,so CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Sundheimer in Übereinstimmung mit fast allen anderen Fraktionen. Lediglich Ulrich van Bebber von der FDP zweifelte an, dass das Ziel überhaupt zu erreichen sei und das Forschungsprojekt nur der Verschleierung der Tatsachen diene. „Am Ende muss man sich doch wieder entscheiden, ob und wo im Kreis Windräder aufgestellt werden.

    Wolfgang Schlagwein (Bündnis 90/Grüne) dagegen war froh, dass es endlich losgegangen ist. Erstmalig gebe es eine umfassende Analyse der örtlichen Potenziale. Klar ist, dass in den kommenden Jahren im Kreis Ahrweiler, im Land Rheinland-Pfalz und in ganz Deutschland erhebliche Anstrengungen notwendig sind, um die Volkswirtschaft im Energiebereich umzusteuern. Mit Projekten wie der Passivhauserweiterung des Are-Gymnasiums, der fortlaufenden energetischen Sanierung von Schulgebäuden oder der Hackschnitzelheizung beim Abfallwirtschaftszentrum in Niederzissen zeigten sich klare Energieeinsparungen.

    Bis 2017 soll mit „EnAHRgie“ ein umfassendes Konzept für den Kreis Ahrweiler erarbeitet werden, um weitere Wege zur Energieeinsparung und Umstellung auf erneuerbare Energien darzustellen sowie Handlungsempfehlungen zu geben. Bis 2019 soll die Projektarbeit abgeschlossen sein und bundesweit verbreitet werden. tar

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