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Heckenbach/Köln

Eifelhof kommt in die Sendung "Tiere suchen ein Zuhause"

Wenn es am Sonntag im WDR-Fernsehen wieder "Tiere suchen ein Zuhause" heißt, haben sie auf dem Eifelhof den Stress schon hinter sich: Mensch und Tier mussten für die Studioaufnahmen aus der Eifel nach Köln anreisen.

Moderatorin Claudia Ludwig (links) und Tierheimleiterin Jana Schaube wollen die Hündin Cena vermitteln.
Moderatorin Claudia Ludwig (links) und Tierheimleiterin Jana Schaube wollen die Hündin Cena vermitteln.
Foto: Petra Ochs

Heckenbach/Köln – Wenn es am Sonntag im WDR-Fernsehen wieder "Tiere suchen ein Zuhause" heißt, haben sie auf dem Eifelhof den Stress schon hinter sich: Mensch und Tier mussten für die Studioaufnahmen aus der Eifel nach Köln anreisen.

Vier Autos, acht Menschen, sechs Hunde und vier Katzen: Die Karawane, die sich da vom Eifelhof Frankenau in Heckenbach aufmacht, lässt sich schon außergewöhnlich nennen. Der etwas andere „Betriebsausflug“ des vom Bonner Tierschutzverein als Gnadenhof gegründeten Tierheims hat das Fernsehstudio von „Tiere suchen ein Zuhause“ in Köln-Bocklemünd zum Ziel.

Zum Zeitpunkt der Abfahrt liegt hinter den Tierheimmitarbeiterinnen um Leiterin Jana Schaube schon eine Menge Arbeit. Die mitreisenden Vierbeiner mussten schließlich ausgehfein gemacht werden. Gekämmt, gebürstet und mit hübschen Geschirren versehen, sind sie nun in ihren Transportboxen verstaut. Die Fahrt wird für alle Beteiligten zum ersten Härtetest: Ein Hund beschwert sich lautstark, weil er nicht gern auf so engem Raum eingesperrt ist, ein anderer muss sich übergeben. Im Auto der Katzen sorgen Littlefoot, Cookie und das Geschwisterpaar Pia und Pirot mal abwechselnd, mal gleichzeitig für ein Katzenkonzert. Doch das ist noch erträglich. Unangenehmer ist da schon der Geruch, der sich schon bald im Auto breitmacht und garantiert nicht von den Güllefeldern draußen stammt: Eine der Samtpfoten hat sich mangels Katzenklo in ihre Box erleichtert.

Am Studio angekommen, dürfen sich die Miezen in einem ruhigen Eckchen entspannen. Stressiger ist es da für die Hunde. Für sie steht erst einmal ein separater Fototermin auf dem Programm. Als „Hundehalter“ sind neben den Tierheimmitarbeitern auch vier ehrenamtliche Gassigänger mit dabei. Die ungewohnte Situation, das lange Warten und die Nähe der anderen Vierbeiner macht Pumba, Cena, Bruno, Molly, Morczi und Tracey ziemlich unruhig. Natürlich ist den Hunden nicht bewusst, welches Glück sie eigentlich haben. Denn nur ein Bruchteil der Tierheimtiere durfte mit nach Köln – und angesichts von rund 30 Hunden und 60 Katzen fiel die Auswahl schwer.

Ein Auswahlkriterium ist stets die gute Mischung: Kleine und große Hunde, junge und ältere Tiere sollen vorgestellt werden. Weiter wird gefragt: Wer sitzt schon länger im Tierheim? Und wer hat vom Charakter her größere Aufmerksamkeit verdient? Pumba zum Beispiel. Die junge Schäferhundmixhündin ist vom Tierheimalltag ziemlich gestresst, andererseits aber auch total unterfordert. In einem Film, der auf dem Eifelhof gedreht wurde, darf sie nun zeigen, was in ihr steckt. Und auch im Außenstudio von „Tiere suchen ein Zuhause“ macht sie eine gute Figur.
Als nicht minder kameratauglich erweisen sich ihre tierischen Mitstreiter: Münsterländerin Molly lässt sich vor der Kamera ausgiebig kraulen, Magyar Vizsla Bruno zeigt sich von seiner stattlichen Seite, und Jack-Russell-Hündin Morczi verkneift sich jede Zickerei. Von den wie mit dem Kajalstift umrandeten Augen der hübschen Mischlingshündin Tracey ist Moderatorin Claudia Ludwig eh hin und weg.

Doch nicht nur Hund und Katz müssen heute vor die Kamera. Auch die Tierheimleiterin ist gefordert. Erst ab in die Maske, dann rauf auf die Couch oder den Strohballen neben die Moderatorin: Inzwischen hat Jana Schaube darin schon eine Art Routine entwickelt. An einen Drehtag erinnert sie sich aber noch mit Grauen: „Wir hatten schon alle Tiere wieder in den Autos verstaut, als es plötzlich hieß: Alles noch einmal von vorn.“ Manchmal geht der Dreh aber auch ganz zügig vonstatten. Heute eher nicht: Da zieht er sich ziemlich in die Länge.

Auch weil Claudia Ludwig an der bildschönen Huskymixhündin Cena endlich einmal ihre Langlaufleine demonstrieren möchte. Das Problem: Die Leine muss sie erst holen – und so lange herrscht Stillstand. „Claudia, das könntest du schaffen. In 20 Sekunden sind wir bei dir“, feuert die Regisseurin die Moderatorin an, die gerade mit besagter Leine in der Hand eine Abkürzung durchs Gebüsch nimmt. Für weitere Wartezeiten sorgt auch die Tatsache, dass zwischendurch auch mal andere dran sind: Neben dem Eifelhof sind diesmal auch die Hamsterfreunde NRW und die Dobermann-Nothilfe mit Tieren in der Sendung vertreten.

Doch der ganze Aufwand lohnt sich. „Der Fernsehauftritt zeigt schon eine ganz andere Wirkung“, weiß Jana Schaube. Zwar wäre es vermessen zu denken, dass alle vorgestellten Tiere auch vermittelt werden. „Aber wenn’s nur eins ist, ist das schon toll.“ Überhaupt sollte man das Ganze nicht nur an der Vermittlungsstatistik festmachen. „Man muss auch den Werbefaktor sehen“, betont die Tierheimleiterin. Durchs Fernsehen wird der Eifelhof bekannter: Leute rufen an, wollen spenden oder Patenschaften übernehmen. Und mit ganz viel Glück stoßen wieder andere Tierfreunde über die Homepage auf weitere Eifelhof-Tiere, die sie gern bei sich aufnehmen möchten.

 „Tiere suchen ein Zuhause“ mit dem Eifelhof Frankenau wird am Sonntag, 25. März, um 18.15 Uhr im WDR ausgestrahlt.

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