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    Bad Neuenahr

    Bund der Steuerzahler: Ahr-Thermen geschenkt zu teuer

    Der Bund der Steuerzahler warnt die Stadt vor dem Kauf der Ahr-Thermen. "Die Ahr-Thermen sind ein feuchtes Millionengrab. Bad Neuenahr täte daher gut daran, sich trotz des angedrohten Abrisses nicht zu einem Kauf nötigen zu lassen", sagte René Quante, Geschäftsführer des Vereins Bund der Steuerzahler Rheinland-Pfalz mit Sitz in Mainz, der RZ.

    Jörn Kampmann (links) und Elisabeth Graff (2. von links) übergaben ein Schreiben an Malu Dreyer.
    Jörn Kampmann (links) und Elisabeth Graff (2. von links) übergaben ein Schreiben an Malu Dreyer.
    Foto: honorarfrei

    Er meint: "Betriebswirtschaftlich betrachtet wären die Ahr-Thermen wegen des hohen Betriebsdefizits und nötigen Sanierungsmaßnahmen selbst geschenkt immer noch zu teuer." Und angesichts eines im laufenden Jahr angepeilten Schuldenberges von rund 30 Millionen Euro wäre ein Kauf auch nicht im Sinne der notwendigen Haushaltskonsolidierung.

    Wenn sich ein privater Investor finden ließe, der die Ahr-Thermen kauft und betreibt, so wäre das natürlich ein perfekter Ausweg, glaubt der Bund der Steuerzahler, der gegen die Verschwendung von Steuergeldern kämpft. "Die Ahrtal-Werke, die sich mehrheitlich in Hand der Stadt befinden, rechne ich jedoch nicht dazu", betont Quante. "Im Ergebnis wäre es ähnlich wie ein direkter Kauf durch Bad Neuenahr selbst. Der Unterschied wäre in erster Linie nur Haushaltskosmetik."

    Unterdessen nutzten im Rahmen des SPD-Neujahrsempfangs im Sinziger Schloss die Sozialdemokraten der Kreisstadt die Gelegenheit, Ministerpräsidentin Malu Dreyer die aktuelle Entwicklung in Bad Neuenahr vor Augen zu führen. Die SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Elisabeth Graff und Jörn Kampmann, Vorsitzender der Kreisstadt-SPD, überreichten Dreyer ein Schreiben, in dem sie die Situation der Ahr-Thermen darlegen und die Landesregierung weiterhin um Unterstützung bitten. "Wir bitten darum, dass die Zukunft des Heilbades im Norden unseres Landes und das Wohl seiner Bürgerinnen und Bürger Ihnen ein Herzensanliegen sind", heißt es in dem Schreiben an die Ministerpräsidentin. Auch bedanken sich Graff und Kampmann für das konstruktive Verhalten der Landesregierung in den vergangenen Wochen und Monaten. Insbesondere wird auf die Unterstützung des Staatssekretärs im Finanzministerium, Prof. Dr. Salvatore Barbaro, und der örtlichen Landtagsabgeordneten Petra Elsner und Marcel Hürter verwiesen. Die SPD unterstreicht in dem Schreiben zudem, dass die politischen Entscheidungen in dieser Angelegenheit stets parteiübergreifend gefällt wurden. "Die Politik in Bad Neuenahr-Ahrweiler lässt sich in dieser Frage nicht spalten", betonen die Sozialdemokraten.

    Von unserem Redakteur Frieder Bluhm

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