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Remagen

Bürgermeisterwahl: Mit Sabine Junge gibt es kein "weiter so"

Christian Koniecki

Sabine Junge ist seit Donnerstagabend nun auch offizielle Kandidatin der SPD für das Amt der Bürgermeisterin von Remagen. Mit 32 Ja-Stimmen, einer Enthaltung und einer Nein-Stimme haben die SPD-Mitglieder des Stadtverbands der 52-Jährigen aus Oberwinter ein starkes Votum für den relativ kurzen Wahlkampf mit auf den Weg gegeben.

Sabine Junge tritt als SPD-Kandidatin für die Bürgermeisterwahl in Remagen an.
Sabine Junge tritt als SPD-Kandidatin für die Bürgermeisterwahl in Remagen an.
Foto: Christian Koniecki

Die Herzen der anwesenden Genossen hat sie mit ihrer ruhig und sachlich vorgetragenen Rede jedenfalls mehrheitlich erobert, als sie ihre Ziele für eine mögliche Amtszeit skizzierte und dabei mehrfach von spontanem Applaus unterbrochen wurde. Trotz des Lobes vom SPD-Stadtverbandsvorsitzenden und Ersten Beigeordneten Rolf Plewa für den noch amtierenden CDU-Bürgermeister Herbert Georgi und den spürbaren Aufschwung, den die Stadt in dessen 16-jähriger Amtszeit genommen hat, betonte die Kandidatin Junge, dass es mit ihr kein „weiter so“ geben werde, wenn die Stadt zukunftsfähig bleiben wolle

. Mehr Miteinander, Engagement für Familien, schnelles Internet, Einsatz für die ältere Genaration, Gewerbeansiedlungen, Verkehr, Tourismus – zu all diesen Themen erläuterte Junge ihre Ideen und Ziele. Dazu gehören für sie regelmäßige Bürgersprechstunden im Rathaus und in den Ortsteilen, um direkt mit den Bürgern in Kontakt zu bleiben ebenso, wie eine bessere Information aus dem Rathaus zu wichtigen Themen. Als ein Beispiel nannte sie das aktuelle Müllkonzept des Kreises. Dazu hätte sie sich im Vorfeld eine intensive Auseinandersetzung mit dem Landrat gewünscht und anschließend eine Stellungnahme aus dem Bürgermeisterbüro.

Junge kritisierte auch, dass es ihrer Meinung nach im Bereich der Kita-Plätze an einigen Stellen, wie etwa derzeit in Kripp, Probleme gäbe, die mit einer besseren Planung vermeidbar gewesen wären. Die Bundesstraße 9 sei Segen und Fluch zugleich für die Stadt: wichtige Lebens- und Verkehrsader, Wirtschafts- und Standortfaktor auf der einen, Quelle für Luftverschmutzung und Lärm und permanente Gefahrenstelle auf der anderen Seite. „Es ist keine Frage, da müssen wir mit Hochdruck dran“, so Sabine Junge. In diesem Zusammenhang begrüßte sie das für dieses Jahr geplante Verkehrskonzept, mit dem ein Fachbüro beauftragt werden soll, um mögliche Verbesserungen dann vor dem für die Umsetzung zuständigen Landesbetrieb Mobilität durchsetzen zu können.

Auch für den Bereich Tourismus hat die SPD-Kandidatin Ideen entwickelt. So brachte sie am Donnerstagabend einen Vorschlag ins Spiel, im Rahmen eines Stadtteilübergreifenden Festes vielleicht einmal die Bundesstraße 9 oder den Leinpfad am Rhein entlang für einen Tag für den Verkehr zu sperren, um dort ein großes Picknick oder ein Straßenfest zu feiern. Aber auch für die Höhen- und Talorte wie Oedingen, Birgel, Bandorf oder Unkelbach müssten touristische Konzepte erarbeitet werden. „Da kann man ja mal denken vom Grillplatz über Wanderhütten bis zum Kletterpark – und schauen, ob man Investoren findet. Warum nicht?“

Am 4. März können die Remagener über ihr künftiges Stadtoberhaupt abstimmen. Als Kandidaten gehen neben Sabine Junge bislang ins Rennen: Walter Köbbing für die CDU, der parteilose Björn Ingendahl mit Unterstützung der Grünen und der ebenfalls parteilose Gereon Wickord.

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