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Kreisstadt

Bürgermeisterwahl: Kreisstadt-CDU nominiert Guido Orthen

Frieder Bluhm

Keine Überraschung, nun aber ist es offiziell: Der CDU-Stadtverband Bad Neuenahr-Ahrweiler hat Bürgermeister Guido Orthen als ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 12. November nominiert. Auf einer Mitgliederversammlung am Dienstagabend sprachen sich von 54 stimmberechtigten Mitgliedern 51 für den 50-jährigen Christdemokraten aus Heimersheim aus. Zwei Mitglieder stimmten gegen ihn. Es gab eine Enthaltung.

Bürgermeister Guido Orthen warb in einer Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes um Vertrauen für eine zweite Amtszeit.
Bürgermeister Guido Orthen warb in einer Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes um Vertrauen für eine zweite Amtszeit.
Foto: Vollrath

In seiner Bewerbungsrede machte Orthen deutlich, dass es für ihn keinesfalls jederzeit selbstverständlich gewesen sei, eine zweite Amtszeit anzustreben. „Eine geraume Zeit haben Ereignisse unsere Arbeit in Rat und Verwaltung dominiert, die wir vor acht Jahren in der Dimension nicht erahnen konnten. Ereignisse, die die Politik dieser Stadt in Atem gehalten haben, die verdammt viel Kraft gekostet haben und auch mich zeitweise an meine psychischen und physischen Grenzen gebracht haben“, spielte Orthen auf die Auseinandersetzungen mit der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr an. Seine Erfahrung: „Die Politik dieser Stadt steht dann fest zusammen, wenn wir zum Wohle der Stadt Herausforderungen zu bewältigen haben.“ Und: Krise bedeute immer auch Chance. „Es ist Zeit für einen Mutausbruch“, rief Orthen Parteifreunden, „Bürgern guten Willens“ und der Politik zu.

Orthen bekannte sich zu Dialog, Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung. Diesen Weg der Transparenz wolle er weitergehen. Und stellte dies gleich unter Beweis, als er auf die Haushaltskonsolidierung zu sprechen kam. Der Haushaltsausgleich bleibe oberste Maxime, betonte der Bürgermeister. „Das bedeutet aber zugleich, dass auch eine Erhöhung von Gebühren, Beiträgen und Steuern dann erfolgen muss, wenn auf anderem Wege ein Haushaltsausgleich nicht erreicht wird.“ Dies stehe wahrscheinlich bereits für den Haushalt 2018 an.

Orthen versprach, sich weiter für verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen und für die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze einzusetzen. Bad Neuenahr-Ahrweiler sei jedoch nicht nur attraktiver Wirtschafts- und Arbeitsstandort, sondern auch ein prosperierender Wohnstandort. Es gelte, bezahlbaren Wohnraum für alle Generationen zu schaffen, erklärte er. Mit der Landesgartenschau und zugleich mit der Diskussion um die Refinanzierung von großen Investitionsprojekten stünden große städtebauliche Chancen ins Haus. „Die einen mögen es als Verkauf von Tafelsilber empfinden. In Wahrheit geht es um die Antwort auf die große städtebauliche Herausforderung: Wie schaffen wir Wohnraum für Einheimische, für Menschen, die hier leben und hier auch in Zukunft leben möchten?“ Diskutieren will Orthen in diesem Zusammenhang die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft.

Anhaltende Unterstützung sicherte Orthen dem ehrenamtlichen Engagement zu und erneuerte seinen Appell für eine soziale Stadt: „Es geht nicht allen gut. Auch in unserer Stadt nicht.“ Zum Schluss seiner Rede mahnte er, für die freiheitliche, demokratische Grundordnung einzustehen.

Zuvor hatte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Horst Gies dem Bürgermeister für die „hervorragende Arbeit“ – auch über Parteigrenzen hinweg – gedankt. „Es waren die schwersten Zeiten, die überhaupt ein Bürgermeister je erleben musste“, sagte Gies. Orthen habe diese Herausforderungen hervorragend gemeistert.

Von unserem Redakteur Frieder Bluhm

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