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Kreisstadt

Bürger sprechen ein Wörtchen mit: Landesgartenschau war Thema

"Das blühende Leben" soll mit der Landesgartenschau 2022 in die Kreisstadt kommen. So zumindest war die Vorstellung beim Bürgerworkshop im Rathaus unter diesem Titel. Nachdem das Bürgerbeteiligungsverfahren in Sachen Twin so erfolgreich abgeschlossen werden konnte, hat Bürgermeister Guido Orthen erneut die Bürger zur Mitarbeit an einem wichtigen Zukunftsthema für die Stadt aufgerufen. "Landesgartenschau 2022" war diesmal das Thema, das innerhalb eines Bürgerworkshops bearbeitet werden sollte.

Bei dem Workshop war eine kleine Gruppe unter sich, was aber nicht bedeutete, dass nicht viele Ideen und Vorschläge entwickelt wurden.
Bei dem Workshop war eine kleine Gruppe unter sich, was aber nicht bedeutete, dass nicht viele Ideen und Vorschläge entwickelt wurden.
Foto: Hans-Jürgen Vollrath

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

"Es geht heute nicht um einen einzelnen Park mit Blumen, sondern um die Entwicklung unserer Stadt insgesamt", so Orthen in seiner Eröffnungsansprache. Wichtig sei dabei nicht allein das Jahr 2022, sondern das, was danach passiere. Mit der Gartenschau solle auch eine nachhaltige Entwicklung der Stadt in Gang gebracht werden, sie soll quasi Motor für die Entwicklung sein. "Wir haben hier eine Chance, neue Lebensqualität zu schaffen", so Orthen. Trotzdem dürfe eine Landesgartenschau aber auch schön sein und bunte Blumen zeigen.

Das allerdings war für viele Bürger wohl zu abstrakt, denn lediglich zwei Dutzend von ihnen fanden sich im großen Sitzungssaal des Rathauses ein. Die große Masse an Bürgern ließ sich in dieser Sache nicht für eine aktive Bürgerbeteiligung begeistern. So war man in einer verhältnismäßig kleinen Gruppe unter sich, was aber nicht bedeutete, dass nicht intensiv gearbeitet und viele Ideen und Vorschläge entwickelt wurden.

Diese Vorschläge werden nun so weit wie möglich in die Bewerbung eingearbeitet. Vier externe Büros und die entsprechenden Verwaltungsabteilungen sind derzeit damit beschäftigt, gemeinsam eine überzeugende Bewerbungspräsentation zu erstellen. Der Stadtrat wird sich am 21. März damit abschließend beschäftigen. Bis zum 31. März muss die Bewerbung dann bei der Landesregierung in Mainz eingetroffen sein. Bisher ist von drei weiteren Städten, nämlich Bitburg, Neuwied und Bad Kreuznach, bekannt, dass sie sich ebenfalls bewerben werden. Für Bad Neuenahr-Ahrweiler ist es der zweite Anlauf.

Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit dem Thema

Christoph Heckel, Geschäftsführer des Büros für Umweltplanung und Landschaftsarchitektur BGH-Plan aus Trier, unterstützte die Stadtplaner der Verwaltung bei der Leitung der Veranstaltung. In drei Arbeitsgruppen wurden zu den Themenstellungen "Stadt der Zukunft", "Was muss eine Landesgartenschau zeigen?" und "Freiräume zum Leben" Lösungsvorstellungen entwickelt und anschließend dem Plenum vorgestellt. Was dabei von den Bürgern alles an Vorschlägen gemacht und von Wolfgang Geller, Sonja Guse und Jens Heckenbach vorgetragen wurde, ist schon beachtlich. Es waren wertvolle Ergänzungen zu den von den Planungsprofis gemachten Ansätzen.

An großen Dingen wurden die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes und die Einrichtung eines Parkleitsystems vorgeschlagen. Die Illumination der Ahrbrücken wurde ebenso betrachtet wie das Errichten von Holzhäusern im Hinblick auf die Nachhaltigkeit. Auf Begegnungsplätzen sollen Jung und Alt zusammengebracht werden, spezielle Grillplätze eingerichtet und auch das alte Dahlienfest wiederbelebt werden. Viel mehr Sitzmöglichkeiten im ganzen Stadtgebiet, Bücherschränke, zusätzliche Toiletten, die Reaktivierung des Brunnens im Lenné-Park und eine Möglichkeit zum Austausch der Kulturen sollten vorgesehen werden.

Besonders angeregt wurde die bessere Verbindung von Bad Neuenahr nach Ahrweiler. Über all diese Dinge wurde gesprochen, wobei die Möglichkeit der Finanzierung vorerst noch außer Acht gelassen wurde. "Es kann nicht alles eins zu eins umgesetzt werden, aber man kann ja auch mal etwas erträumen", so der Erste Beigeordnete Detlev Koch. Zu den Kosten der Gartenschau konnte er noch nichts sagen. Es wurden soviel unterschiedliche Dinge vorgeschlagen, dass zum Abschluss die Frage einer Bürgerin fast logisch erschien: "Und wo sollen denn eigentlich noch ein Paar Blumen hin?" Alle Beiträge werden nun dokumentiert und der Bewerbung als Anhang beigefügt.

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