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Bachem

Aufbegehren: Bachemer möchten eine Rad- und Fußgängerbrücke

Eine neue, zusätzliche Rad- und Fußgängerbrücke über die Ahr forderte der Ortsbeirat von Bachem in seiner jüngsten Sitzung. Diese sei wichtiger als eine Hängeseilbrücke im Adenbachtal, hieß es.

Zwischen der Brücke an der St. Pius-Straße und der Bachemer Brücke haben Fußgänger und Radfahrer keine Möglichkeit mehr, die Ahr zu queren und müssen deshalb weite Umwege machen. Das soll sich nach Willen des Ortsbeirates nun durch eine neue Rad- und Fußgängerbrücke ändern. Doch der Weg bis zum Bau ist weit.  Foto: Tarrach
Zwischen der Brücke an der St. Pius-Straße und der Bachemer Brücke haben Fußgänger und Radfahrer keine Möglichkeit mehr, die Ahr zu queren und müssen deshalb weite Umwege machen. Das soll sich nach Willen des Ortsbeirates nun durch eine neue Rad- und Fußgängerbrücke ändern. Doch der Weg bis zum Bau ist weit.
Foto: Tarrach

Genau zwischen den beiden bestehenden Brücken, der Bachemer Brücke sowie der Brücke an der St.-Pius-Straße, sollte sie zwischen der „Max-Planck-Straße“ am nördlichen Ufer und „In der Hostert“ am südlichen Ufer den Fluss überqueren. Die große Erleichterung, die eine solche Brücke für die Bürger bringen würde, wäre nach Ansicht von Ortsvorsteher Georg Schikowski sinnvoller, als eine bereits im Hunsrück bestehende Hängeseilbrücke bei Ahrweiler nachzubauen, findet Schikowski.

So stand es auch in einer verteilten Sitzungsvorlage. Für die älteren Mitbürger, die ja hauptsächlich zu Fuß zum Einkaufen gingen, wäre das Mittelzentrum erheblich besser zu erreichen, denn dort müssten sie ja ihre Einkäufe für den täglichen Bedarf tätigen. Radfahrer müssten die Ahr nicht mehr über die verkehrsreichen Straßenbrücken queren. Ebenfalls einen Vorteil hätten die Kinder, die zum Kindergarten Rappelkiste gehen und auch für die Bürger, die auf tägliche Fahrten mit der Ahrtalbahn angewiesen sind.

Ein dickes Plus brächte eine Brücke auch für die Besucher der Landesgartenschau 2022. Bachem ist darin mit seinen Streuobstwiesen direkt eingebunden und diese wären erheblich leichter zu erreichen. Auch hätten mit der Bahn ankommende Besucher so einen direkten Weg zur Gartenschau oder wieder weg zum Bahnhof Ahrweiler.

Wie die Brücke schließlich aussehe, sei eine andere Sache, aber es müsse ja nicht unbedingt so ein Riesending werden wie am Schwimmbad in Ahrweiler, erklärte Beiratsmitglied Charly Schmitz. Bernd Walther erinnerte daran, dass eine Rad- und Fußgängerbrücke bereits vor mehr als zehn Jahren schon einmal angeregt und von der Stadt aber abgelehnt worden sei, da Bachem über eine komplette Infrastruktur verfüge. Das habe sich im vergangenen Jahrzehnt aber völlig geändert. Bis auf einen Bäcker und eine Gaststätte gebe es nichts mehr im Ort, selbst der Sparkassenautomat sei abgezogen worden. „Die Seile für die Hängeseilbrücke sollte man lieber hier in Bachem montieren“, fügte Erwin Schumacher hinzu.

Die Forderung nach einer neuen Rad- und Fußgängerbrücke fand bei allen Beiratsmitgliedern Zustimmung. Allerdings regte Ursula Koll an, im nun folgenden offiziellen Schreiben an die Stadt auf den Hinweis auf die Hängeseilbrücke zu verzichten. Das wirke nicht besonders gut und es sprächen auch so genügend Argumente für die Forderung des Ortsbeirates.

„Streichen wir also die Hängeseilbrücke“, so Georg Schikowski einsichtig. Bei den anstehenden Beratungen über den städtischen Haushalt 2019 soll nun auf Anregung von Jörn Kampmann die erste Teilsumme der auf rund 500.000 Euro grob geschätzten Kosten eingesetzt werden.

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

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