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    Gimmigen

    Auch nach dem Ausbau: Ortsdurchfahrt Gimmigen bleibt eng

    Zügig voran geht es mit dem 285 Meter langen Ausbau der L 80 (Bonner Straße) in der in der zentralen Ortsmitte von Gimmigen von der Straße „An der Burgpforte“ bis zur Straße „Am Brünnchen“.

    Nur 4,25 Meter breit ist die engste Stelle der L 80 in Gimmigen. Bis hierher sind die Ausbauarbeiten gediehen und Tragschicht sowie Deckschicht können aufgebracht werden. Foto: Jochen Tarrach
    Nur 4,25 Meter breit ist die engste Stelle der L 80 in Gimmigen. Bis hierher sind die Ausbauarbeiten gediehen und Tragschicht sowie Deckschicht können aufgebracht werden.
    Foto: Jochen Tarrach

    Inzwischen ist bis an die Engstelle der Bonner Straße in Höhe des Hauses Bonner Straße 44 heran die 16 Zentimeter starke Tragschicht aufgebracht, sodass bald auch die vier Zentimeter starke Deckschicht aufgebracht werden kann. Zumindest ein Teil der anliegenden Hausgrundstücke sind dann wieder problemlos mit dem Pkw zu erreichen.

    Nördlich des Hauses 44 werden die Bauarbeiten in den nächsten Tagen weitergehen. Geht man davon aus, dass für einen Bau der öffentlichen Hand eine Verspätung von zwei Monaten ganz normal ist, liegen die Arbeiten im Zeitplan. Ortsvorsteher Rudi Frick geht davon aus, dass im Mai 2018 der Gesamtausbau fertig sein wird. Grund für die Verzögerung ist, dass nicht alle Rohrleitungen im Boden dort lagen, wo sie gemäß Aufzeichnungen eigentlich hätten sein sollen, und erst gesucht werden mussten. Auf der gesamten, 285 Meter langen Ausbaustrecke werden neue Wasserleitungen und Hausanschlüsse gelegt und die Fahrbahn mit Fußwegen komplett erneuert.

    Eng ging es bisher in der Ortsmitte zu. Für Fußgänger war kaum Platz. Das wird auch nach dem Ausbau der Straße weitgehend so bleiben, aber die Planungen sehen vor, dass immerhin wenigstens auf einer Straßenseite stets ein Fußweg von mindestens 75 Zentimeter Breite nutzbar ist. Nördlich und südlich der Ausbaustrecke vom Ortseingang bis zum Ortsausgang bleiben die Fußwege so wie sie sind. Es wird dort lediglich die Fahrbahn abgefräst und mit einer neuen Decke versehen sowie eine neue Straßenbeleuchtung gesetzt. Die bisherigen insgesamt 29 Lampen werden durch 30 neue mit LED-Leuchten ersetzt. Baulastträger, das heißt Finanzierender, wird bei der Landesstraße das Land Rheinland-Pfalz sein. Fußwege und neue Beleuchtung muss die Stadt finanzieren. Sie wird die Kosten voraussichtlich zu 60 Prozent auf die Bürger entlang der gesamten Ausbaustrecke von Ortseingang bis Ortsausgang umlegen. Die Bonner-Straße wird dabei als eine zusammenhängende Verkehrsanlage betrachtet.

    Probleme bereitet der Umleitungsverkehr. Nur der unbedingt notwendige Pkw-Verkehr in Richtung „Deutsches Eck“ und in Gegenrichtung darf die lediglich als Anliegerstraße ausgebaute Burgstraße nutzen. Überhöhte Geschwindigkeit gehört dabei zur Tagesordnung. Selbst stärkere Kontrollen haben kaum Erfolg gezeigt. Lkw müssen zwingend zwischen Bad Neuenahr und Deutschem Eck einen Umweg über Karweiler und Bengen fahren. Das jedoch tun längst nicht alle, sodass oft schwere Sattelauflieger trotz Verbotes die enge Burgstraße befahren. Das alles hat zu viel Ärger und scharfen Protesten bei den Anliegern geführt. „Es handelt sich hauptsächlich um Ladeverkehr zu Apollinaris“, weiß Ortsvorsteher Frick zu berichten. Seine Bitte an die Brummifahrer ist es, die Umleitung zu befahren und sich nicht durch Gimmigen zu schlängeln.

    Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

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